Nachdem wir von Djukes Erkrankung erfahren haben, ist nichts mehr, wie es mal war. Morgens und abends heißt es Insulin verabreichen. Das klappt an sich ganz gut. Nur die Zeiten stellen ein Problem dar. Meine gesundheitlichen Belange mit Djukes unter einen Hut zu bringen, ist ein schwieriges Unterfangen.
Blutzuckermessen war zu Beginn auch eine Tortour. Die Ohren wollten einfach nicht bluten. Ich hab ein Weizensäckchen gekauft, das ich in der Mikrowelle erwärme und ihm an die Ohren halte. Dazu wird gestreichelt und massiert, um die Durchblutung anzuregen. Anfangs tat sich gar nichts. Wenn mal ein Tröpfchen Blut zu sehen war, reichte es nicht aus. Ich habe extra ein Gerät gekauft, das die geringste Menge Blut benötigt, bekam aber kaum Ergebnisse zustande.
Ich quälte meinen Kater mit dem Gepiekse, strapazierte seine Geduld. Er ist so ein gutmütiger Kerl, er gauzt mal, aber lässt es über sich ergehen. Er tat mir so leid! Ich hätte das Messgerät manches Mal vor Wut an die Wand schmeißen können, weil ich den Kater umsonst gequält und Teststäbchen für nix und wieder nix verbraucht habe. Die sind nämlich verdammt teuer.
Inzwischen klappt es. Dafür gab es schockierende Ergebnisse. Ich experimentierte mit Futter, erhöhte die Insulin-Dosis, verringerte wieder, aber trotzdem erzielte ich keine Lebensqualität für meinen Kater.
Er lag herum, schnaufte (Kußmaul-Atmung) und vegetierte vor sich hin. Nur noch selten kam er zu mir ins Bett zum Kuscheln. Auf das Insulin sprach er einfach nicht an.
Gefräßig war er und ist er auch noch. Er bekommt jetzt RoyalCanin-Diabetiker-Futter. Sollte sich damit der Blutzuckerwert nicht verringern lassen, werden wir ein anderes Insulin ausprobieren.