Letztes Wochenenden begann der Schreckenslauf....
Am Freitagabend fiel erzählte ich meiner Nachbarin schon, dass unser Gizmoli unter der Couch geschlafen hat - was total ungewöhnlich ist. Das hat er nur in der Anfangsphase gemacht, als wir ihn aus der Wildnis in die Wohnung holten. Am Samstag dann immer mehr rückzug, man sah ihn immer seltener. Am Sonntag dann die Gewissheit: Irgendwas ist faul. Das Futter stand auch un-an-gerührt da. Krisensitzung. Plan: Montags zur TÄ. Am Sonntagnachmittag dann der Extraschock: Gizmoli knickt mit den Pfötchen weg. Ich hab soooo Angst gehabt!:sad: Nicht mehr warten. Tierarzt Notdienst im Internet gesucht. Glück gehabt! TÄ zu der ich eh wollte, im Dorf, hat Dienst! Ein Geschenk des Himmels. Angerufen. Dürfen sofort kommen.
Untersuchung: über 39 Grad Fieber! Zahnfleisch bitterbös entzündet. 3. Augenlid vorgefallen. Abhören: schwere Atemgeräusche. Röntgenbild: Bronchitis. Verdacht der TÄ: Leukose! Sie gab Gizmokind eine Antibiotika-Spritze und ein Schmerzmittel. Ich hab so gebangt um meinen Schatz. Ihr müsst wissen, wir haben ihn im November aus der Wildnis mitgenommen, siehe 1. Tagebucheintrag "Der Nachtschreck". Bei der 1. Untersuchung damals, als wir ihn holten, ein anderer Tierarzt, hatte er auch ZAHNFLEISCHENTZDG. und BRONCHITIS.
Vor 3 Wochen ungefähr bin ich mit Gizmo zum Arzt weil er hier und da geniest hat und auch die Atmung schwerer war. Gizmo wurde Antibiotisch behandelt und kurz darauf war alles weg. Da ich bei der Niesgeschichte wieder bei einem anderen Tierarzt war, weil ich bei der vom November unzufrieden war, erzählte ich dem auch die ganze Anamnese, mit den Zähnen und Bronchien etc. Der Arzt kam aber auch nicht auf die Idee, dem Katerli mal Blut zu entnehmen oder ihn gar zu röntgen. Ich musste 2 x dorthin zum spritzen, beim ersten Mal war es ein Arzt, beim 2. Mal eine Ärztin, (es ist eine Gemeinschaftspraxis bestehend aus 3 Ärzten.) Das fand ich auch blöd, dass man jedesmal einen anderen Arzt hat, auch die Preise waren bei jedem anders und von anderen Leuten hab ich auch viel schlechtes von der Praxis erfahren. Lediglich wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass man sich mal seiner Zähne annehmen müsse, die, die er noch hat, sollte man unbedingt Zahnstein entfernen.
Zurück zum Notdienst:
Als ich dann Sonntags bei der Ärztin war, die ich von früher her kannte, war ich glücklich, denn sie war die erste, die fragte, ob denn noch nie ein Blutbild und Leukosetest gemacht wurde. Ebenso eine Aufnahme der Bronchien. Sie bat mich, am nächsten Tag zu "meinem" Tierarzt zu gehen, damit dieser Blut nehme, da Sonntags kein Labordienst käme und das Blut besser frisch sein sollte statt über Nacht zu stehen. Ich sagte ihr, ich möchte bei ihr bleiben. Wir "verabredeten" uns für den nächsten morgen.
Der nächste Tag:
Ein Glück, das Fieber war weg! Weg-weg-weg! Was ein Glück! Jetzt der Alptraum: Sie bekam kein Blut! Sein Kreislauf war sehr geschwächt, er konnte wirklich kaum laufen, sie gab ihm die antibiose und eine Infusion. Nächster Tag zum Antibiotika spritzen und Infusion verabreichen geplant. Kerlchen aufpäppeln. Also, nächster Tag schon wieder welten besser, 3. Augenlid zurück, Rachen abgeheilt, Bronchien klingen wieder gut., Zahnfleisch noch gerötet. Für Donnerstags noch einmal Antibiotika geplant. Mittwochs war dann "Ruhetag". Er frass wieder schön, schlief sauch nicht mehr unter der Couch sondern auf uns *grins* - ich liebe ihn* und als er Donnerstag aus der Kiste beim Tierarzt schaute, "meckerte" er auch wieder! Wie froh ich war. Mittlerweile habe ich eifrig recherchiert übr Leukose und weiß, dass Katzen damit leben können. Vielleicht sind es auch wirklich "nur" die Zähne, die der Quell des Übels sind. Man weiß ja, dass die Zähne ganz schön ausstrahlen können und dass eine immerwährende Entzündungsquelle Nährboden für weitere Folgen nach sich zieht. Der eine Zahn muss unbedingt gezogen werden, sagt die Ärztin, der sieht böse aus und er hat ganz massiven Zahnstein, der dringend ab sollte. Da er sich so prima erholt hatte, haben wir für den kommenden Dienstag (also heute) die Narkose für Zahnis und Blutentnahme geplant.
Es ist soweit.
Ich bin tiefunglücklich. Mein armer Schatz versteht die Welt nicht mehr, ist hungrig und steht mosernd vor seinen nicht-mehr-vorhandenen Futternapf. Ausser Wasser nix da. Gizmo ist sauer und am dauer-beschweren. Um 9 hab ich ihn zur TÄ gebracht. Ich hatte so Angst, dass er die Narkose vll nicht packt oder dass was schief geht. Um 11 hab ich mit der TÄ telefoniert, es ist alles gut gelaufen. 1 Zahn raus, Zahnstein weg, gereinigt und poliert. Blut mit abgezapft. Um 16 Uhr konnt ich ihn endlich holen. *Glückseligkeit* Mittlerweile haben wir 22.30, er hat schon 2 x gierig und glücklich kleingemachtes Nassfutti gefressen und macht einen wirklich tapferen Eindruck, mein armes Mäusebärchen. Ich hab Gizmo so lieb, ihr wisst ja wie sich diese Liebe zum eigenen Tier anfühlt. Es ist so schön, dass es ihn gibt. Es ist der treueste und beste Freund, den man sich als Katze nur wünschen kann, und unserer Familie ist es unerklärlich, wie man ihn nur aussetzen konnte!
Am Donnerstag müssen wir wieder hin, noch einmal Antibiotikum und natürlich die Laborbefunde abholen! Wenn Ihr möchtet (falls es überhaupt jemand gelesen hat) berichte ich am Donnerstag vom Ergebnis!