Molly zieht ein

Diskutiere Molly zieht ein im Katzentagebücher Forum im Bereich Katzenfreunde; Nun muss ich doch einen Zeitsprung machen... Also Dobby und Baily wuchsen und wuchsen, lernten das Clickern und üben mit dem Katzengeschirr (was...
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Wackenmaus1990

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Nun muss ich doch einen Zeitsprung machen...
Also Dobby und Baily wuchsen und wuchsen, lernten das Clickern und üben mit dem Katzengeschirr (was noch ausbaufähig ist).
Nun schrieb mir eine Freundin über über ein Social-Network:
"Hey, Christin. Du hast doch 2 Katzen. Ich habe die von meiner Ex bei mir, aber hier kann sie nicht bleiben, ich müsste sie sonst ins Tierheim geben, hast du noch Kapazitäten?"
Mein erster Gedanke war: Auf keinen Fall!
Aber dann schickte sie mir ein Bild von Molly und es war um mich geschehen...(siehe unten) Wer könnte da schon nein sagen? Trotzdem hatte ich kein Geld für eine dritte Katze. Nicht was Futter angeht, das wäre kein Problem...aber nun muss ja eben so ein Näschen auch mal zum Tierarzt.
Trotzdem wollte ich Molly nicht dem Tierheim überlassen. Ich fragte also meine Nachbarin, die früher lange Zeit eine Katze hatte. Sie ist schon etwas älter und ich dachte mir, für sie wäre es toll nicht mehr so allein zu sein. Da Molly eh Einzelkatze war, wäre es für sie nicht schlimm gewesen, dort auch allein zu sein, zumal die Rentnerin fast immer zu Hause wäre. Aber leider wollte sie sich dieser Verantwortung nicht annehmen, was natürlich auch vernünftig ist, wenn wenn man sich nicht sicher ist, das alles tun zu wollen, dann sollte man es lassen.
Mein Freund war letztendlich der jenige, der meinte: "Naja, wenn ihre Ex und finanziell unterstützt, dass Molly sozusagen in Pflege bei uns ist..."
Ich kontaktiere also diese besagte Ex-Freundin, sie war auch einverstanden und es sollte losgehen.
Molly war nun bei mir. Ich richtete ihr unser Schlafzimmer her, mit allem was Katze so braucht. Sie erkundete sofort sie Umgebung, ohne jegliche Scheu. Rollte sich auf dem Boden, ließ sich den Bauch kraulen. Bingo!
Die nächsten 2 Tage verbrachte sie im Schlafzimmer, schlief in der Nacht in unserem Bett. Eine der 2 Nächte schliefen wir aber im Wohnzimmer bei den Katern, damit es gerecht war.
Ich stellte Molly einfach als Versuch mal ein bisschen Futter von Grau hin. Sie kannte ja nur Trockenfutter und Nassfutter von JA. Trockenfutter bekam sie hier überhaupt nicht mehr und zu meiner Verblüffung schlabberte sie das Grau sofort auf. Sie weiß wohl selbst, was gut für sie ist...:D
Das erste Aufeinandertreffen der Drei bereitete mir etwas Unbehagen. Als durch den Türspalt dann kein Gefauche (von Molly) zu hören war, machte ich die Tür auf. Es war unheimlich spannend, was da passierte: Molly saß unterm Bett und fauchte, Dobby und Baily saßen wie erstarrt im Türrahmen und machten keinen Mucks, ließen sie nicht aus den Augen. So ging es fast eine Stunde, bis die Kater es langweilig fanden, sich anfauchen und anknurren zu lassen.
Sie verzogen sich in andere Zimmer der Wohnung, bauten die Spannung mit spielen ab.
Und Molly? Die traute sich ganz langsam aus dem Schlafzimmer raus. Aber sie brauchte nur einen Kater sehen, egal wie weit weg er war oder wie wenig er sie sie beachteten - es wurde gefaucht und geknurrt und geschrien. Aber alles ohne Körperkontakt oder Schlägerein. Das beruhigte mich schon einmal.
Die andere Seite der Medallie war aber, dass die ehemalige Besitzerin sich nun einen Dreck um Molly scherte. Sie hatte sich weder nach ihr erkundigt, noch hatte sie sich um den versprochenen Papierkram gekümmert. Ich schrieb sie an und tat ihr meinen Unmut kund...aber dazu später.
Jeder Tag mit Molly und den Katern wurde entspannter. Die Fauch-Distanz immer kleiner. Und nach 3 Tagen konnten sich alle 3 entspannt im selben Raum aufhalten. Nur, wenn ihr wirklich mal ein Kater zu nahe kam, gab es ein paar saftige Pfotenhiebe. Aber das mussten die beiden lernen, in meinen Augen.
In Nacht 5 schliefen alle drei in unserem Bett.
Nun stand der erste Tierarztbesuch an. Es war ein Drama, Molly in die Transportbox zu bekommen und ich hätte es gern einfühlsamer gemacht und ihr dafür noch ein paar Tage Zeit gelassen. Aber der Besuch beim Tierarzt musste sein - heute. Ich hatte ein paar Krallen abbekommen und es tat mir in der Seele weh, sie zu etwas zu zwingen, was sie partout nicht wollte.
Aber beim Tierarzt war sie eine Muster-Patientin. Und bis auf eine Zahnfleischentzündung kerngesund. Abspecken musste sie, aber das sah ich ja auf den ersten Blick. Wie war das "Wenn sie glauben, ihre Katze ist zu dick, dann ist sie es auch".
Wieder zu Hause angekommen war Molly heilfroh, nicht wieder an einem völlig fremden Ort anzukommen, denn das bedeutete die Transportbox für sie bisher.
Und da fand ich auch schon auf meinem Laptop die Nachricht der Ex-Besitzerin von Molly. Sie wolle ihre Katze zurück, bei mir solle sie jedenfalls nicht bleiben, da gebe sie sie lieber ins Tierheim.
Ich war völlig fassungslos und antwortete ihr, dass Molly bei mir bleiben würde, da könne sie machen, was sie wolle.
Ich war total durch den Wind und dachte, sie würde wirklich etwas unternehmen um "ihre" Katze zurück zu bekommen.
Um dem ganzen vorzubeugen, sollte Molly gechippt und bei Tasso registriert werden, damit ich im Fall der Fälle beweisen könnte, dass sie mir gehört. Und was soll ich sagen? der Zweite Gang in die Transportbox ging bis auf ein sanftes schieben freiwillig. Sie hatte ein paar Tage zuvor auch schon in der offenen Transportbox geschlafen. Das ist übrigens ein Tipp, den ich jedem geben kann, der ähnliche Probleme mit der Box hat. Einfach offen in der Wohnung stehen lassen, damit die Katze merkt, es heißt nicht immer, dass die Tür zu geht und man mit dem Auto irgendwo hinfahren muss.
Molly wurde also gechippt und wurde offiziell meine Katze.
Mit ihr ist nicht alles hundertprozentig normal...sie klettert nicht, sie springt nur. Sie kratzt nicht am Kratzbaum und weiß ihre Krallen nicht zum Klettern einzusetzen. Aber sie kratzt auf ebenen Flächen, z.B. Teppichen (davon haben wir nur einen und der war billig) und sie kratzt an den Wellpappe-Kratzmöbeln. Die liebt sie anscheinend.
Sie kratzt an Türen, aber nur, wenn sie verschlossen sind und man selbst dahinter.
Sie macht nichts kaputt, macht keinen Blödsinn...sie clickert gern. Sie frisst, was man ihr hinstellt, wenn es nicht gerade vollsupplementiertes BARF ist, aber Hühnerherzen mampft sie mit Genuss. Sehr erstaunlich.
Sie hört sofort auf das Wort "Nein". Egal, was sie gerade tut, sie hört damit auf. Sie hört auf ihren Namen (eigentlich hieß sie Yoshi oder Es), meine Freundin hat sie umbenannt und sie hat sofort darauf gehört.
Sie clickert gern, liebt es, der Spielangel hinterher zu fegen, ist kinderlieb und soooo genügsam.
Sie ist eine Traumkatze.
Demnächst muss noch Zahnstein entfernt werden, der sich durch jahrelanges Fressen von Trockenfutter gebildet hat.
Ich habe sie sehr lieb. Und mit den Katern versteht sie sich immer besser. Sie versucht, sich an diesen Jagdspielen zu beteiligen, was noch zu Mißverständnissen führt. Aber sie macht ich.
Ich denke, ich habe alles richtig gemacht, dass ich sie aufgenommen habe.
Wir fangen gerade mit Geschirrtraining an, damit sie im Sommer ein bisschen raus kann. :)
 

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  • Molly zieht ein Beitrag #2
Hey,

eine schöne Geschichte. Toll, dass Du Molly aufgenommen und nicht wieder hergegeben hast.:mrgreen:

LG
 
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