als ich meine Jetti vor fast sechs Jahren aus dem Tierschutz holte, fand ich das Gesamte schon sehr schwer. Kurz zuvor hatte ich meine beiden Rüden innerhalb einer Woche beide verloren. Ich war wie betäubt vor Schmerz, hatte aber das Gefühl, dass ich als verwaiste Hundehalterin einem verwaisten Hund den Platz geben sollte. Auch mein altes Katerchen, dass ich nun vor drei Wochen verlor, schien das Einzeltier-Dasein nun nicht sooo gut zu finden. Beim Tierschutz entdeckte ich also Jetti. 1,5 Jahre alt, fast ohne Fell, ein wandelndes Exzem ud vom Verhalten her wie erstarrt - schockgefroren. Ich erkannte ihre seltene Rasse, wusste, das ist kein Anfängerhund. Sollte ich dann nicht all mein Wissen, auch um kranke Hunde, nutzen? Eine Woche lang besuchte ich sie täglich, lernte sie kennen, sah auch andere, aber die Sache war einfach klar. Heute - sechs Jahre später - bin ich ganz schön stolz. Jetti hat zwar schwere Allergerien, auch sind ihre Gelenke nicht so prickelnd, doch ich habe sie auf einen fast beschwerdefreien Stand. Sie ist ein fröhlicher Hund geworden, auch wenn das sehr lange gedauert hat. Ich hoffe, dass viele der echt tollen Tierhalter, von denen hier einiges gelesen werden kann, ihr Wissen und ihr Herz für diese "Nicht-Anfängertiere" - speziell aus dem Tierschutz - einsetzen werden. In diesem Sinne also mein Fazit: schwierig, aber dankbar und lohnend.