Hallo erstmal...

bin ganz frisch hier und unser Problem ist leider auch noch akkut.
Vielleicht mache ich mich mit meinem Ausweinen nicht beliebt,
aber so langsam geht mir vor Sorgen die Puste aus.
Stehe den ganzen Tag wegen meinem Kater Leo schon neben mir.
Leute die sowas schon erlebt haben, können das bestimmt besser nachempfinden.
Bin durch viel lesen und stöbern endlich auf das Forum hier gestoßen.
Mein/unser Leo (3) hat leider auch das Problem mit plötzlich auftretenden Struvidkristallen in der Blase/Harnröhre.
Er hatte letzten Jahr im Oktober schon mal das Problem und nun gestern wieder,
dass er kurz vom Blasenverschluss stand.
Die Blase wurde beim ersten Mal gespült der Harnleiter war frei und im Anschluss haben wir Leo gleich noch kastrieren lassen.
Er hat erst das
Trockenfutter Urinanry und
Nassfutter von Royal Canin gehabt, was er aber nach 2-3 Tagen komplett abgelehnt hat.
Dann habe ich ihm das Smilla Urinary besorgt und nebenher
Nassfutter (Sheba) gefüttert.
Letzteres etwas weniger oder seltener, da er sehr gut Wasser getrunken hat.
Man fängt ja an zu schauen. Auch das Klo wird mehrfach am Tage beäugt und sauber gemacht.
Es ging alles wieder gut.
Im Juli verloren wir durch ein Lyphom unseren Zweithund (6) und Leo seinen Spielkumpel.
Im September hatte ich eine OP und war einige Tage im KH, was Leoli nicht gut fand und er fing an hin zu pullern.
Erledigte sich aber dann wieder nachdem ich wieder da war.
Dann bekamen wir vor ca. 3,5 Wochen einen älteren Zweithund, weil unsere Hündin unter ihrer Einsamkeit so gelitten hat. (War nie allein)
Da fing Leo erneut an auf die Couch und später dann nur noch Fliesen oder Laminat zu pullern.
Ich ging davon aus dass es Stressbedingt wäre und mit dem Neuankömmling zu tun haben müsste.
Hab ihn nicht geschimpft, nur versucht ihm noch ein zweites Klo anzubieten und natürlich betüddelt wie immer.
Habe gedacht dass es sich bestimmt wieder legt, weil er sich ansonsten normal benommen hat.
Getobt, gespielt, etc. wie sonst auch. Hat sogar den Neuen in der Familie mehrfach angeschmust.
Das braucht einfach nur Zeit.
Gestern wurde ich eines Besseren belehrt.
Als er auf einmal schleichend, erzählend und dann wieder fauchend im Flur lief, wusste ich Bescheid und bin gleich zur TÄ gefahren.
Die Kollegin war da, unsere eigentliche TÄ leider nicht. Muss ich dazu sagen.
Dort wurden alle Untersuchungen gemacht und ihm unter Narkose ein Katheter gelegt.
Einige Blutergebnisse stehen noch aus, aber es waren sehr viele Struvidkristalle vorhanden,
die wieder den Harnleiter dicht gemacht haben.
Genauere Werte kann ich euch leider nicht sagen, da ich davon keinerlei Ahnung habe und auch etwas neben mir gestanden habe/stehe.
Leo hätte uns da nie ran gelassen hätte, haben wir uns entschieden, auch auf anraten der TÄ Leo für einige Tage in eine Tierklinik zu bringen.
Die TÄ rief auch vorher dort an, damit die Klinik Bescheid weiß.
Dort sollte einfach nur Urin täglich abgelassen werden und ebenso die Blase täglich gespült werden.
Dort angekommen, sollte eine Kanüle für eine Infusion gesetzt werden, dann hieß es der Katheter sei zu kurz und müsste neu gelegt werden.
Er wäre ja auch eine großer Kater... Stationäre Aufnahme war auch kein Problem.
Ok, soweit noch halbwegs nachvollziehbar.
Heute bekam ich dann einen Anruf, dass er heute neuen einen Katheter gelegt bekommen hat, weil der alte total verstopft war.
Es ginge ihm soweit aber wohl gut.
Die TÄ der Klinik wollte eine Penisamputation vornehmen lassen, sie bräuchte nur noch meine Einwilligung.
Es sei ja nicht ausgeschlossen dass es erneut zu so einem Vorfall kommen könnte.
Also da wäre nichts anderes sinnvoll, aber hat mir auch keine andere Alternative angeboten, nicht mal als ich nachfragte.
Wäre ja auf Dauer nicht sinnvoll. Man könne ja jederzeit damit rechnen dass es wieder passiert.
Ich bat um kurze Bedenkzeit.
Nach der Rücksprache mit meiner eigentlichen TÄ.
Die sehr erstaunt war und meinte das man es erstmal alternativ versuchen solle, Leo zu ihr könnte.
Amputation sollte immer die letzte Lösung sein.
Also Medis, Katheter und Spülungen, wie ursprünglich geplant.
Ich sagte die OP in der Klinik ab und die dortige TÄ war etwas verwirrt am Telefon, meinte,
sie hätte mir das gleiche als Alternative auch angeboten, das müsse ich doch noch wissen... ähm, nöp.

Berichtete auch dass Leo sich seinen neuen Katheter wohl über Nacht selbst gezogen hätte, etc.
Sie hatte wohl Probleme erneut einen zu legen, der Harnröhre wäre schlierig gewesen.
Die Amputation wäre eine dauerhafte und die einfachste Lösung.
Also 3 Narkosen innerhalb von 24 Std.
Fazit:
Nun hole ich Leo gleich noch aus der Klinik ab und bringe ihn gleich im Anschluss und zu meiner TÄ für ein paar Tage.
Sie war so freundlich mir das anzubieten, da wohl doch Boxen frei sind und es machbar sei.
Muss dazu sagen dass es zwei TÄ in einer Praxis sind und ja, man sich die Fahrt in die Klinik dann doch hätte sparen können,
aber die Praxis in der Nähe ist und ich habe dort einfach mehr Vertrauen zu meiner eigentlichen TÄ.
Entschuldigt das viele Geschreibsel und hoffentlich steigt man da noch durch...fällt ja mir selbst schon schwer.
Bin sonst sehr gefasst und kann mit vielen Sachen umgehen, aber das Chaos...
Hoffentlich übersteht unser Leo das alles gut.
Mein Schatten fehlt mir so....
