Hallo Stefan!
Oh ja, das liebe Thema Verstopfungen. Das ist kein sehr schönes Thema und kann einen leicht an den Rand der Verzweiflung bringen...
Mein Kater Edgar hat auf Grund einer früheren Verletzung auch massive Probleme damit gehabt, derzeit haben wir das glücklicherweise gut im Griff. Neben organischen Ursachen und natürlich dem Futter welches eine wirklich große Rolle spielt gibt es auch diverse körperliche Ursachen. Es könnte sein, dass etwas auf den Darm drückt- vielleicht eine Schwellung durch eine frühere Verletzung die unbemerkt blieb? Bei einem so kleinen Tier kann schon eine sehr unauffällige Verletzung ausreichen. Es kann auch eine Schädigung der Nerven vorliegen, diese kann durch den ersten
Megacolon verursacht worden sein. Gibt es bei euch Pflanzen die der kleine Mann vielleicht anknabbert? Oder etwas anderes?
Es gibt auch Katzen die aus ungeklärten Gründen einen trägen Darm haben, die bekommen immer wieder Verstopfungen.
Neben einem Blutbild denke ich sind also Röntgenaufnahmen wichtig um eine Verengung ausschließen zu können. Flohsamenschalen sind sehr gut, Lactulose würde ich persönlich durch Catlax ersetzen. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Außerdem bekommt Edgar zwei Mal täglich Enteropro ins Futter gemischt, jeweils eine Messerspitze voll. Ähnlich wie Flohsamenschalen enthalten diese Kapseln quellfähige Pflanzenfasern was den Kot fluffiger macht und damit gleitfähiger. Außerdem verleiht es dem Kot mehr Volumen, so dass der Darm zu mehr Tätigkeit angeregt wird.
Wir haben Edgar über ein Jahr lang Gastro Intestinal Nassfutter von Royal Canin gegeben. Ich weiß, dass dieses Futter nicht die besten Inhaltsstoffe hat, aber es war das einzige was verhindern konnte, dass Edgar ständig Einläufe braucht oder ihm der Darm ausgeräumt werden musste.
Da bei ihm zusätzlich zu der Verengung des Beckens durch einen schief verwachsenen Bruch noch eine Nervenschädigung des Darms vorlag hat er noch einen Vitamin B Komplex bekommen, ich denke damit kannst du nicht viel falsch machen wenn du es mal kurweise ausprobierst. Außerdem bekam er Hypericum was die Nerven regeneriert, da sollte aber vom Tierarzt abgeklärt werden, ob die Nerven überhaupt betroffen sind.
Edgar hat zusätzlich Akupunktur bekommen, das hat Wunder gewirkt!
Ich drücke die Daumen, dass es bald auch hintenrum besser läuft
