Am Montag, 28.01.19 ging es bei unserem 12-jährigen Kater Spongie mit Durchfall und Mattigkeit los. Wir haben uns noch nichts ernsthaftes gedacht, da es ja öfter mal vorkommen kann durch Futter oder eben weil er Freigänger war. Auch liebte er Wasser und trank aus jeder Pfütze. Leckte sogar die Pflanzen im Garten ab beim Giessen.
Am Abend gaben wir ihm dann eine Wurmtablette, da wir dachten das ist schon länger wieder her und könnte daran liegen.
Am nächsten Tag kam er uns noch schlapper und schläfriger vor, als vor der Tablette. Jedoch gab sich das Ganze im Laufe des Tages wieder. Er hat gefressen und getrunken.
Am Mittwoch, 30.01. hatten wir eine kleine Familienfeier mit ca. 12 Leuten. Er war mit dabei und man merkte ihm ein leidendes Gesicht an. Normal ist er überall und immer mit dabei, aber es verwunderte uns, da es ihm ja schlecht ging. Er saß am Boden und drückte die Augen zu, die Schleimhäute waren stark zu sehen. Wir gaben ihm direkt Wasser aus der Hand. Es besserte sich dann ein wenig. Jedoch sah man ihm an, dass es ihm nicht gut ging.
Wie haben den diensthabenden Tierarzt noch um 21 Uhr unter seiner Notfallnummer angerufen. Jedoch ohne Erfolg.
Am Donnerstag, 31.01. brachten wir ihn am Nachmittag dann sofort zu einem anderen Tierarzt. Dieser gab ihm eine Infusion, etwas Appetit anregendes, Schmerzmittel und etwas Fieber senkendes, da er dort wohl Fieber hatte. Über Nacht auf Freitag verschlechterte sich sein Zustand drastisch. Er hat 3 x erbrochen (Schleim) und seit dem Tierarztbesuch weder gefressen noch getrunken.
Daraufhin sind wir am 01.02. gleich morgens wieder zum Tierarzt. Er gab wieder eine Infusion und meinte es wäre besser ihn in eine Klinik zu bringen, da sie nicht wisse, ob er es zu Hause überstehen würde. Blut nahm sie auch noch ab. Ergebnisse dauerten aber 1-3 Tage, nützte uns also vorerst nichts.
Wir brachten ihn also dorthin, wo sie empfohlen hatte. Dort wurde Ultraschall gemacht, hierbei stellte sich heraus, dass er Nierensteine hatte, was jedoch nicht das Problem war. Diese bereiteten ihm auch keine Schmerzen. Sie messten Fieber, dabei kam Stuhl (Durchfall) mit Blut. Dieses Blut wurde untersucht. Es kam die Diagnose: Parasiten (
Giardien). Diese greifen wohl die Darmschleimhaut an und verursachen das Blut. Meist bei Jungtieren oder bei Immunschwachen Tieren. Weiter war also „nichts“. Er bekam für diese
Giardien Antibiotika. Es hieß er sollte bis 02.02. morgens zur Überwachung bleiben.
Wir riefen am 02.02. an und erkundigten uns. Es hieß, er habe morgens gespeit und sie wollen noch Röntgen, um einen Darmverschluss auszuschließen. Wir sollten uns gegen 18:15 Uhr nochmal melden. Da hieß es, sie hätten noch keine Ergebnisse. Gegen 21 Uhr riefen wir wieder an und es kam die schreckliche Nachricht: Lungenödem und dieses hätte er seit Abend angeblich und sie hätten mehrere Aufnahmen im Laufe des Abends gemacht, auf welchen die Flüssigkeit von Bild zu Bild mehr wurde. Ihm wurde sodann ein 2. Antibiotikum gegeben, da das 1. wie es schien nicht gegen die
Giardien anschlug; die Folge war das Lungenödem. Herz war ok und Nieren auch. Wir fragten, ob wir direkt noch kommen sollten zum einschläfern, da es gravierend klang.
Die Ärztin meinte: ich würde ihm die Chance diese Nacht noch geben.
Wir waren total traurig und verzweifelt. Er war dort seit Freitag Mittag ganz allein, kannte niemandem und wurde von der einen zur nächsten Untersuchung gebracht, was alles Stress verursachte und ihn beängstigte. Auch quält uns die Frage, ob er Schmerzen hatte. Was wir wissen, dass er in einem eigenen Zimmer war und am Samstag Abend eine Sauerstoffmatte für Säuglinge bekam. Darunter können wir uns leider nichts konkretes vorstellen.
Also gut, wir beteten und hofften, dass er die Nacht überstand und wollten gleich am Sonntag früh sobald sie öffneten zu ihm und für ihn da sein und dann entscheiden und sehen ob es besser wurde oder wir ihn erlösen mussten.
Am Sonntag gegen 8 Uhr machten wir uns auf den Weg, nach ca. 30 min Fahrt bekamen wir den Anruf, dass sie ins Zimmer zu unserem Liebling gingen und er bereits tot war. Als wir dann gegen 09:15 Uhr eintrafen und ihn streichelten, war er noch nicht ganz steif, jedoch begann dies bereits an einem Fuß. Er hatte den Mund geöffnet und daraus kam Speichel.
Die Tierärztin sagte: es tut mir wirklich leid, aber wir können uns das auch nicht erklären, warum es vorallem so schnell ging.
Wir waren wie gelähmt. Wir dachten wir brachten ihn in eine Fachklinik, um ihm zu helfen, da wir zu Hause keine Infusion geben können bzw. die Möglichkeiten begrenzt waren und die Tierärztin stellte ja auch keine Diagnose.
Natürlich machen wir uns jetzt Vorwürfe, weil wir ihn nicht besucht haben, ihm nicht beigestanden sind und er allein sterben musste - wahrscheinlich qualvoll an Erstickung.

Wir dachten auch in einer Klinik ist 24 h jemand für die Tiere da. Allerdings ist das keine richtige Klinik, dort ist von 22 - 08 Uhr niemand da.
Das tut uns noch mehr leid, denn ihm hätte ja somit auch niemand helfen können oder ihn erlösen, wenn es zu schlimm wird, denn es war niemand da! Hat jemand von euch so etwas schon einmal erlebt und weiß jemand woran es gelegen haben kann?

Vielen lieben Dank vorab.
LG
Caro