Ich bin mit Katzen aufgewachsen, hatte immer ein enges Verhältnis zu ihnen. Sie schliefen immer mit im Bett. Vor knapp 20 Jahren zogen zu den damals hier wohnhaften Katzen 2 Hunde ein, nach kurzer Eingewöhnungszeit war die 4 eine eingeschworene Gemeinschaft.
Ich würde mich also als Hunde- und Katzenmensch bezeichnen. Leider starben dann diese Tiere nach und nach, sie wurden zwischen 14,5 - knapp 18 Jahre alt. Dann lebte ich über ein Jahr alleine, bis meine TÄ fragte, ob ich nicht einem Katzenbaby aus schlechter Haltung ein Zuhause geben wolle. So zog Kurt bei mir ein - 12 Wochen alt und Angst vor Händen. Der vorherige Besitzer hatte ihn wohl immer festhalten wollen und sich bei der Ärztin beschwert, dass er total zerkratzt wäre. Kurtchen hatte in diesem zarten Alter schon Milben und Flöhe. Er war ziemlich am Ende.
Also wurde er von mir in Ruhe gelassen, bis er nach 14 Tagen das erste Mal an mir hochkletterte. Und da er keine Hände mochte, verschränkte ich die Arme vor der Brust. Und seitdem sitzt er auf meiner Brust, wann immer es geht. Auf dem Schoß sitzt er nie. Da ich ja dann keine Hand zum Streicheln frei habe, und er mit dem Köpfchen stösst, streichle ich ihn mit der Nase und knabbere ihm zärtlich am Kopf rum, an den Ohren, der Stirn .... Er überstreckt dann den Kopf nach hinten und ich darf seine Kehle bearbeiten - das habe ich so noch nie erlebt bei den anderen Katzen. Er dreht da völlig weg - kann man das auch als Vertrauensbeweis interpretieren?
Genauso ist es, wenn ich in der Wanne sitze, Oberkörper noch über Wasser, Arme verschränken, Kurt nimmt Platz, ich durfte sogar schon mit ihm eintauchen, Beine und Bauch von ihm nass. Das hat bisher auch noch keiner so gemacht.
Abends kommt er rein, und will sofort in sein Zimmerchen, er schläft dort und früh stehen wir zusammen auf. Mittagsschlaf ist im Bett für ihn kein Problem, aber nachts will er in sein Zimmer.
Sind andere Katzen auch so drauf? Irgendwie ist diesmal alles anders.