Hallo liebe Katzenfreunde,
wo soll ich anfangen? Es geht um unseren Pflegekater Max (8Jahre). Pflegekater deshalb, weil er bei meinen Eltern wohnt(e).
Alles fing an, am 22.02.2019 als ich bei meinem Dad war und mich nach Max erkundigte, mein Dad sagte er würde im Bad herumsitzen. Leider muss ich sagen, das er Katzenunerfahren ist und mir selbst längst schon die Alarmglocken angegangen wären. Max ist meinen Eltern zugelaufen, da sich die Besitzerin nicht mehr um ihn gekümmert hat. Max und seine Freundin Frieda sind aus einem Tierheim aus Russland nach Deutschland gekommen. So suchte er sich rasch ein neues Zuhause. Meine Mum schloss ihn dann in ihr Herz. Er wurde sozusagen sehr verwöhnt. und Frieda von meinem Dad. Meine Frau und ich fanden dies auch sehr schön, somit konnten wir auch eine gute Beziehung zu beiden Schmusekatzen aufbauen. So, um nicht zu weit weg zu schweifen.
Am 22.02.19 habe ich ihn mit angesehen, er hatte eine dicke Backe. Ich erinnerte mich, dass die Tierarzt vor einem Monat sagte, als wir die 3 Jahre überfällige Katzenschnupfen, seuche und Tollwut Impfung verabreichten, dass der rechte obere Backenzahn mit Zahnstein belegt ist und dieser sollte im März gemacht werden. Schlussfolgerung Backenzahn. Also Max schnell eingebackt und zum Tierarzt. Dieser hat meine Vermutung bestätigt. Also Narkose, Zahn ziehen, Vereiterung ablaufen lassen, Schmerzmittel und Antibiotika verabreicht und wieder nach Hause zu meinen Eltern. So mal in Kurzform.
Am 23.02.19 hat er immer noch nichts zu sich genommen, kein Wasser, kein Essen wahrscheinlich wegen den Schmerzen, also wieder zum Tierarzt, dieser hat ihm dann Wasser zugeführt, nochmal Schmerzmittel verabreicht, weil nicht nur ein Zahn kaputt war sondern gleich vier. Der arme. Hätte auch mal die Tierarzt sagen können, dass es vier waren.
Bis 25.02.19 hat meine Mum ihn versucht zu füttern, aber er wollte nicht, sie hat ihm Wasser mit einer Spritze ins Maul gegeben. Er hat voraussichtlich seit 21.02. nichts gefressen. Er war total abgemagert. Also mit meiner Mum wieder am 25.02. zum Tierarzt.
Der Tierarzt riet zu einem Bluttest, haben wir gemacht. Und jetzt kommt der Moment, in dem ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Der Tierarzt sagte, es sieht nicht gut aus, zwei Werte der Niere wären so schlecht und einer kaum noch messbar. Puh. Meiner Mum saßen die Tränen schon im Gesicht. Und ich, ich bin sowieso kein Mensch von schnellen Entscheidungen und gerade auch nicht wenn es um sowas geht. Die Tierarzt sagte, jetzt würde alles einen Sinn machen warum er nicht frisst und trinkt, aber es auch keine Möglichkeiten mehr gibt.
Da war es dann bei meiner Mum geschehen. Und ich war überforderdert mit der Situation. und die Tierarzt meinte nur, es wäre unsere Entscheidung. Wäre es nach mir gegangen, ich hätte einen Weg gesucht, eine Möglichkeit, die ich bis jetzt noch suche. Meine Mum hat sich von Max unter Tränen verabschiedet und verließ den Raum. Nun stand ich mit Max und Tierarzt alleine da. Puh. Es war da schon schwer und es jetzt auch schwer die Zeilen hier zu schreiben. Ich nahm Max in beide Hände und guckte ihn an und er mich und sagte warum ich dich nicht verstehen kann und warum ich nicht deine Sprache spreche und du mir sagen kannst, ob ich das richtige mache. Ich gab ihn einen Kuss. Danach hielt ich ihn fest und er bekam eine Narkose Spritze, ich setzte ihn wieder in sein Körbchen. Er hat sich noch kurz übergeben. Dann schlief er ein. Genau diese Bilder habe ich im Kopf.
Mir kamen die Tränen und jetzt auch.
Ich mache mir Gedanken über,
war es die richtige Entscheidung?,
warum?,
was hat Max gedacht, jetzt fahren die wieder mit mir wohin, ich bekomme wieder ein Spritze, ah das kenne ich schon, da wache ich gleich wieder auf?,
soll ich ein Gespräch mit der Tierarzt suchen, um nochmal darüber zu sprechen?
Ich brauche dringend eure Hilfe/ Erfahrungen.