Hallo zusammen,
ich habe eine vermutlich nicht ganz häufige Frage.
Also: Unsere Katze Mausi ist 14 Jahre alt, wohnt seit 3 Jahren bei uns, kam aus dem Tierheim unbekannter Herkunft. Sie bleibt mit den Nachbarskatzen auf großem Abstand und hin und wieder gibt es auch ordentlich Keilerei.
Unsere Urlaubsbetreuung ist eine Nachbarsfamilie. Die drei kümmern sich in unserer Abwesenheit supertoll um Mausi und die anderen Tiere, so dass Mausi vor zirka 2 Jahren irgendwann mit ihnen in ihr Haus gegangen ist. Anfangs wurde sie dort stundenweise "geduldet", dann hat sie während unseres Urlaubs auch gerne dort geschlafen. Wir fanden es toll, dass Mausi noch eine weitere Anlaufstelle hat, wo sie geliebt wird und willkommen ist.
Nun wollte diese Familie gerne eine eigene Katze und so zog im Januar der Kleine ein. Wir wünschen uns eine wechselseitige Urlaubsbetreuung, was auch prima zu funktionieren scheint. Nun kam irgendwann unsere Mausi mit rüber und dann standen sich die beiden gegenüber in einem Zuhause, das Mausi bisher für sich hatte. Sie guckte ein wenig erschrocken aus der Wäsche. Der Kleine war total interessiert an ihr. Es passierte nichts viel außer Fauchen auf zwei Etagen. Der Kleine hielt Abstand und unterwarf sich sofort.
Dann durfte der Kleine irgendwann nach draußen und hatte schnell rausbekommen wo Mausi wohnt. Er sucht den Kontakt täglich und wir möchten ihm das auch nicht verwehren. Er ist erst 5 Monate alt. Er ist hier herzlich willkommen und seine Familie hat auch nichts dagegen.
Seit einigen Wochen "treffen" sie sich täglich bei uns und nähern sich an. Mittlerweile darf erst Mausi fressen, dann schaut er ob sie was übrig gelassen hat und darf da auch ran, sie liegen mit ungefähr einem Meter Abstand, er möchte näher, aber sie zeigt ihm noch die Grenzen indem sie krallenfrei kurz schlägt. Er ist brav und hält sich dran. Sie ist eigentlich tiefenentspannt, legt sich vor ihm ausgestreckt hin und duldet ihn. Sie ist auch nicht völlig fixiert auf ihn, lässt ihn in unserem Haus machen wie er will, solange er ihr nicht zu nah kommt.
Mir tut das so leid, ich würde ihn gerne behalten für immer. Immer diese Trennungen finde ich fürchterlich. Nun sehen wir aber, dass es immer näher und immer ruhiger wird zwischen den beiden. Sie geht leider nicht freiwillig rüber zu ihm. Er steht immer bei uns vor der Tür und bittet lautstark um Einlass.
Wenn sie die Faxen dicke hat von dem kleinen actiongeladenen Kerl geht sie nach oben und legt sich in eins ihrer vielen Kissen und schläft/ruht. Wenn er ihr nachgeht, schaut er kurz wo sie ist lässt sie aber in Ruhe und sucht sich im Haus ein neues Abenteuer.
Heute war er sogar auf ihrem Klo und sie war danach drauf, aaaaah.
Gestern sind sie zusammen raus und haben auch nah zusammen auf unserer Terrasse im Vorgarten gesessen und sind hinterher unters Auto umgezogen.
Machen wir hier ganz großen Mist oder haben die beiden eine Chance, sich stundenweise immer mal hier zu treffen und gut miteinander auszukommen, so dass sie bei uns wohnen könnten wenn sie wollten, wenn die Nachbarn im Urlaub sind und andersrum genauso? Ist es sinnvoll, das nur hier zu machen oder müssen wir Mausi dazu bekommen, mit rüber zu gehen, dass sie sich dort auch näher kommen?
Wäre das eine "richtige" Vergesellschaftung hätte ich die Ruhe weg, weil dann wäre für mich alles in Ordnung, wobei ich noch keine Katzen-VG mitgemacht habe. Aber dieses stundenweise macht mich schon nachdenklich. Machen wir hier ganz großen Katzenmist?
Für eine kleine Einschätzung bin ich sehr dankbar!
Viele Grüße,
marielaurin