Hallo Patentante!
Ich kann jetzt nur von Morlas Geschichte ausgehen, desshalb erzähl ich mal wie wir das alles erlebt haben. Achtung es wird ausführlich.
Ich kann die Aussage der TÄ so nicht teilen, weiß allerdings nicht wie schlimm dein Kleiner betroffen ist. Unser Orthopäde erzählte von einer Gradeinteilung, bei der unsere Morla Grad 3 von 4 möglichen Graden hatte- also ohne OP nicht mehr reparabel.
Also, angefangen hatte es damit, dass sie beim Toben von einem Wäschekorb abgerutscht ist und blöd aufgekommen sein muss. Sie hat danach gehumpelt, vor allem mit dem linken Hinterbein. Unsere Haustierärztin meinte, sie hätte sich vlt. nur was gezerrt, und hat uns Schmerzmittel mit gegeben.
Die Schmerzmittel haben ihr geholfen, es ist ein wenig besser geworden- aber Morla ist nicht mehr gerannt und auch nicht mehr gesprungen, wir mussten sie überall hoch heben.
Das ging ca. 4 Wochen so, wir waren immer wieder bei der Ärztin, die uns immer nur weiter vertröstet hat.
Ich habe dann einen Tier-Orthopäden gesucht und bin zu ihm gefahren. Dort kam dann raus, dass ihre Kniescheiben aus den Halterungen springen- quasi sofort, wenn sie einen Schritt macht.
Da unsere Tierärztin das nicht erkannt hat (auch beim Röntgen nicht...) war es mittlerweile schon soweit gekommen, dass sich im rechten Knie eine Geschwulst und im linken eine Entzündung gebildet hatte.
Morla war zu dem Zeitpunkt gerade mal 1 Jahr alt, und unser Orthopäde sagte, er könne sich das nur durch einen genetischen Fehler erklären, der durch das züchten mit kranken Tieren entstanden sein könnte. Da die Züchterin sowieso sehr wenig vertrauenswürdig war, sie auch shcon mit 6 Wochen weg gegeben hatte und so weiter, konnten wir uns das gut vorstellen...
Die Operationen waren also nicht mehr zu umgehen, und wir hatten eigentlich geplant, dass beide Knie zur gleichen Zeit operiert werden sollten- um ihr Narkose, Stress und Einschränkungen nur einmal an zu tun.
Bei der OP stellte sich das rechte Bein aber als so kompliziert und verwachsen dar, dass der Orthopäde sie dort fast 3 Stunden operiere musste. Er hat die Bänder und Sehnen gelockert, mit Schrauben wieder befestigt und die Kniescheibenhalterung ausgehöhlt, damit sie wieder besser sitzt. Danach blieb sie 2 Nächte in der Klinik.
Als wir sie abholen konnten hatte sie nur ein Pflaster, musste aber 4 Wochen strikte Bewegungsruhe halten- kein Laufen, kein Springen, kein Toben.
In der Zeit war sie in einem Welpenauslauf untergebracht. Nach den 4 Wochen mussten wir noch einmal 4 Wochen gelockerte Bewegungsruhe einhalten- sie durfte in der Wohnung unter Aufsicht laufen, aber immer noch nicht klettern und springen.
Die nächste Operation war dann das linke Bein, dass hatten wir vorher durch Antibiotika schon einigermaßen entzündungsfrei bekommen. Bei dem Bein lief es ähnlich ab, allerdings hat Morla sich mit der Nachsorge etwas schwerer getan, hatte mehr Schmerzen und konnte nicht allein aufs Klo- wir mussten sie rein heben.
Also insgesamt, mit beiden Beinen betroffen, waren wir von letztes Jahr Oktober bis dieses Jahr März mit den Operationen und der Nachsorge beschäftigt. Sie hat zusätzlich zum Schmerzmittel und Antibiotika ein Grünlipp-Muschel Präparat für die Gelenke bekommen, welches ihr sehr gut geholfen hat.
Jetzt ist alles wieder soweit in Ordnung, dass sie laufen und toben und auch springen kann- nicht so schnell wie andere Katzen, aber ohne Schmerzen und Einschränkung.
Deßhalb ist es uns nicht empfohlen worden sie frei zu lassen, da sie nicht so schnell ist und auch nicht einfach so auf einen Baum oder eine höhere Stelle kommen kann.