Hi!
Erstmal großes Hallo an alle Katzenfreunde da draußen! Ich suche Rat für einen meiner beiden Fellnasen, denn die Sache scheint nicht so einfach zu sein ...
Das Sorgenkind heißt Rozzi (*Mai/15) und wurde von meiner Mutter aus Sardinien angeschleppt (kann man von halten was man will, is jetzt so...) Rozzi ist unglaublich zutraulich, anhänglich und menschenbezogen, legt sich auf jeden Schoß, der sich ihm bietet und geht mit uns spazieren. Ohne Leine oder Lockmittel, es ist eher so, dass ich ihn wieder ins Haus sperren muss, wenn ich zur Hauptstraße will um beim Bäcker einzukaufen.
Leider zeigt er seit zwei, drei Wochen, dass es ihm nicht gut geht. Ich bin Biologin und arbeite mit Tieren, ich bin trainiert und geschult darauf die kleinen Anzeichen zu erkennen, wenn es einem Tier nicht gut geht. So habe ich 1.5 Jahre versucht einen Tierarzt zu finden, der meinen Kater wegen FORL behandelt. Antwort: Hat er nicht, kann nicht sein viel zu jung (3 zu dem Zeitpunkt), Röntgen unnötig. 3 Praxen und 5 Tierärzte hatte ich durch. Tja, der Kater musste erst richtig kaputte Zähne haben, bevor etwas getan wurde. Sieben wurden ihm bei der ersten OP gezogen. Die anderen stehen zu lassen ist Schwachsinn, denn sie werden früher oder später auch Probleme machen und Schmerzen bereiten. Aber dann kann man ja noch mal Narkose und alles abrechnen -.- Und als ich nach der postoperativen Analgesie gefragt habe, bekam ich nur ein knappes "die schmerzenden Zähne sind ja jetzt raus, Medikamente sind da nicht nötig." Ich bin ausgerastet.
FORL ist aber wohl nicht das einzige Problem. Oder eventuell hängt das mit der Zahngesundheit zusammen, ich konnte da leider nicht so viele Studien zu finden: Ich glaube, dass er Probleme im Magen/Darmtrakt hat. Der Bauch ist super rund und kugelig, Entwurmung hat nichts besser gemacht. Die Landtierärzte hier sehen keine Erkrankung, meinen, das Tier ist völlig gesund und in Ordnung. Er frisst ohne Unterlass, fast mehr als sonst. Diagnose: Er sei einfach fett, Kater werden das, wenn sie älter werden.
Ich suche hier keine Diagnose, denn ohne das Tier zu sehen wird das wohl schwierig. Aber: gibt es Empfehlungen für eine/n sensible/n Tierarzt/Tierärztin, der/die sich Zeit nimmt, das Tier zu untersuchen, keine Angst hat, ihn anzufassen (er murrt und knurrt und "schnappt" aber beißt nicht) oder abzutasten? Irgendwo Warendorf, Münster? Die Tierärzte auf meiner Arbeit haben alle schon ewig nichts mehr mit Hauskatzen zu tun und empfehlen mir, mich nach einem echten Katzenkenner umzuschauen.
Bedanke mich für jeden Hinweis!