Nach der Kastration ist vor der Kastration?

Diskutiere Nach der Kastration ist vor der Kastration? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hi zusammen, brauche mal wieder einen Rat: Unsere Beiden (Wohnungskatzen) sind jetzt 6 Monate alt. Mia wurde gestern kastriert. Alles verlief...
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #1
Hemsi

Hemsi

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Hi zusammen,

brauche mal wieder einen Rat: Unsere Beiden (Wohnungskatzen) sind jetzt 6 Monate alt. Mia wurde gestern kastriert. Alles verlief ohne Probleme, naja fast. Wallace war ziemlich fertig, weil er so lange alleine war. Erst heute morgen um 5h war Mia wirklich wach und da sie auf's Klo musste kam es automatisch zur "Wieder-Zusammenführung". (Vorbei war's mit der Nachtruhe :wink:) Wir hatten ja Angst, dass er sie vielleicht verhaut oder ... aber nein, Wallace hat ein vollkommen neues Verhalten an den Tag gelegt - er hat ihr in den Nacken gebissen und versucht jetzt ständig auf sie drauf zu springen. Was soll das heissen? Ist er jetzt plötzlich potent und seine "Libido" erwacht? Er nervt Mia die ganze Zeit, rennt dauernd hinter ihr her. Eigentlich wollten wir auf Anraten unserer TÄ noch 2-3 Monate mit seiner Kastration warten - Katzenbabies bekommen wir ja jetzt nicht mehr... aber wenn das so weiter geht, sollten wir doch schnellstmöglich einen Termin für ihn machen, oder?!

LG,

Hemsi

PS: Haben gestern 102, 50 EUR beim Tierarzt gelassen, 98 EUR wurden mir am Telefon gesagt - der Rest ging für die Halskrause drauf. Das Ding ist natürlich nicht gerade beliebt... es geht auch ohne. Sie leckt zwar an der Wunde, aber nur manchmal. Das Beste: Wir haben noch Futter vom Tierarzt bekommen, Royal Canin für kastrierte Kätzinnen + einen SlimFit-Ball. Wie nett... hätte lieber darauf verzichtet und ein paar Euro weniger bezahlt, aber mein Freund hat gestern alles alleine "gemanagt", weil ich arbeiten musste... soviel also mal wieder zur Verbindung Tierfutterindustrie - Tierärzte - auf die Zusammensetzung hab ich noch gar nicht geschaut...
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #2
Das Verhalten kenne ich.

Unser Remus hat auch erst tagelang nicht verstanden was seine rollige Schwester von ihm wollte. Als sie dann endlich kastriert war, konnte er plötzlich seine "Finger" nicht mehr von ihr lassen.

Das ging bei uns so weit, dass Willow keine ruhige Minute hatte und der Haussegen wirklich richtig schief hing. Die zwei haben sich nur noch gezofft.

Kurz darauf kam er deshalb auch unters Messer und seit dem sind die beiden wieder die besten Freunde.
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #3
Wenn die Katze unbeobachtet ist, würde ich die Halskrause auf jeden Fall drum machen. Du ärgerst dich, wenn sie die Wunde doch zu sehr bearbeitet hat.
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #4
Hi Muna - die Halskrause bleibt leider nicht da, wo sie sein soll: Man kann sie mit einer Mullbinde um den Hals binden (das hält auch), allerdings läßt sich die Halskrause an sich nicht eng genug schnallen - Fazit: Halskrause wird abgestreift und baumelt an der Mullbinde festgebunden am Katzenhals... nicht sehr optimal, da habe ich zu sehr Angst, dass sie irgendwo hängen bleibt oder Amok läuft - gerade, wenn die Miez allein ist... Außerdem seh ich gerade, dass die Krause schon eine heftige Beißattacke hinter sich hat...

LG,

Hemsi
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #5
falls du ein Katzengeschirr hast, könntest du das ummachen und die Mullbinde von der Halskrause dann mit dem Halsband verschlingen. Vielleicht geht es auch mit einem gutsitzenden Katzenhalsband.

Bei meinem Hund wurde das auch mal so gemacht, dass die Halskrause zusätzlich am Halsband befestigt wurde, weil nur die Mullbinde keine gute Festigkeit gibt.
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #6
Hallo zusammen,

wollte kurz was fragen: Mia bekommt in 2 Tagen die Fäden gezogen (und Wallace kommt ebenfalls "unter's Messer"). Sie hat zum Glück auch ohne Halskrause die Fäden in Ruhe gelassen und es sieht äußerlich alles sehr gut verheilt aus. Sie ist fit und munter, klettert und tobt und verhält sich einfach "normal". Mir ist aufgefallen, dass der Bauchbereich um die Narbe herum verhärtet ist. Meine Schwester meinte, dass wäre bei ihrer frisch kastrierten Katze auch so gewesen, das wäre das Narbengewebe. Ist das richtig so?

LG,

Hemsi
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #7
Halskrause?

Haben unsere beiden nicht gekriegt!

Bei Mimi verlief alles perfekt.
Bei Luna ist die Narbe etwas gerötet...tobt wohl zu viel.

Ich glaube, ne Halskrause hätte die beiden wahnsinnig gemacht und nur noch mehr dazu gebracht, sich unvorsichtig zu verhalten, um ja das Ding irgendwie loszuwerden.

War auch im Käfig so.
Ich sollte beide eigentlich bis 21 Uhr im Transportkorb lassen.
Bei Mimi haben wir es bis 20:30 geschafft, danach war nix mehr zu wollen.

Luna hab ich bereits um 19 Uhr aus dem Korb geholt.

Die haben da beide so drin rumgewühlt, sich gedreht und gewälzt und auf Dauer sicher ihre Schnauzen am Gitter verletzt.
Das kanns ja dann wohl auch nicht sein!

Mimis erste Amtshandlung war damals, zum Weihnachtsbaum zu gehen und eine Kugel anzutapsen - torkelig, wie sie war.

Luna hat ein bisschen geguckt und sich dann in eine Ecke verkrochen und gepennt.
Zwei Stunden später ist sie schon auf die Fensterbank gesprungen, böses Mädchen, aber erklär mal ner Katze, dass sie ruhig bleiben soll....

Unsere TÄ meinte auf jeden Fall, dass es normal ist, wenn die Narbe hart wird oder auch dick.

Bei Mimi sah es richtig so aus, als ob die Narbe oben drauf geklebt wäre. Richtig dick geschwollen.
Sie hat ein paar mal an den Fäden gegnupst, aber sonst die Narbe in Ruhe gelassen.
Luna ist nur am ersten Abend dran gegangen und hat geschleckt.
Da sah die Narbe noch total perfekt aus.
Mittlerweile eben etwas gerötetet und auch dick. Aber längst nicht so doll, wie bei Mimi.

Schlimm wird es laut meiner TÄ, wenn es blutet oder eitert oder eben die Katze sich auffällig verhält.

Aber Luna hat ja schon am gleichen Abend der OP so getan, als wenn nix wär!!! Da war mir schon mulmig, dass sie sich zu viel zumutet, aber jetzt habe ich Hoffnung, dass alles gut geht!

MiLu
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #8
ls unsere Loona kastriert wurde, hat der Tierarzt die Wunde mit Drähten genäht.
Er meinte, Katzen beissen darauf kaum rum, weil es im Mäulchen ordentlich piekst.
Loona outete sich als Masochistin und biss und riss daran herum, das einen von den Geräuschen ganz anders wurde *würg*
Einmal bin ich davon sogar aufgewacht, weil sie so an der Naht arbeitete.

War aber einerlei, Draht hält ;)
Die Wunde rötete sich zwar und schwoll an, aber der Tierarzt meinte, solang nichts entzündet ist, ist alles im grünen Bereich.

Nach 9 Tagen wurden die Drähte gezogen, es war alles prima verheilt.
Ohne Halskrause, ohne einsperren im Transportkorb, ohne Schonung (Loona pfiff schon am nächsten Tag drauf und sprang rum als sei nix gewesen- wenn sie nicht grade die Naht anknabberte.)

Wenn ich nochmal eine Katze kastrieren lassen muss, werd ich auf jeden Fall wieder auf Drahtfäden bestehen, man macht sich doch gleich viel weniger Stress damit.
Einen normalen Faden hätte Loona wohl binnen zwei Stunden zerbissen.
Halskrause hätte sie völlig hysterisch gemacht (sie hatte einmal versehentlich eine Tüte um den Hals hängen- sie ist vollkommen durchgedreht und nur noch fauchend durch die Wohnung gesprintet, ständig gegen Möbel geknallt und liess sich kaum einfangen um sie zu befreien. Eine Halskrause würde ich ihr im Leben nicht zumuten, nach ner halben Stunde wäre sie damit komplett wahnsinnig, wenn sie nicht vorher durch den Stress nen Herzinfark bekäme).
Im Transport einsperren würde ich mich bei ihr auch nicht trauen.
Im Tierheim saß sie 6 Monate lang in einem winzigen Käfig, sie sprang andauernd gegens Gitter.
Als wir sie da raus holten hatte sie ein Cut über dem Auge und im Auge selber auch eine Verletzung.
Also fiel diese Möglichkeit auch weg.

Mich wundert eigentlich, das nicht mehr Tierärzte Draht zum nähen verwenden.
Eine Katze kann man ja nun nicht 10 Tage lang dauernd beobachten und mit Halskrause würde ich sie noch weniger unbeaufsichtigt lassen wollen als ohne.
Selbst eine Katze die nicht hysterisch wird könnte irgendwo hängen bleiben oder so.
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #9
So, Fäden sind gezogen - alles sehr gut verheilt, die Verhärtungen sind wohl normal. Es hat super ohne Halskrause funktioniert, die hätte Mia nur wahnsinnig gemacht! Jetzt erholt sich gerade Wallace von seiner Kastration, macht aber schon einen sehr fitten Eindruck :D

LG,

Hemsi
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #10
Bei meinen beiden Knuffeln war das Verhalten genau andersrum. :D
Felis war frisch kastriert, da fing er pötzlich an, seine völlig irritiere "jungfräulich-reine" Freundin zu besteigen. Hat aber nix gebracht. :wink:
Seit Neko kastriert ist (wurde ca. 1 Monat später gemacht) hat sich dieses Verhalten komplett verflüchtigt - von einem Tag auf den anderen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die beiden seit Nekos Kastration nicht mehr ganz so dicke miteinander sind wie vorher. Für mich hat sie sich auch verändert, sie ist leider nicht mehr ganz so kuschlig und wirkt komischerweise etwas erwachsener (kann aber auch am Alter liegen, sie müsste ja grad mitten in der Pubertät sein *g*).

Mit einsperren und Schonzeit hat bei mir übrigens in beiden Fällen auch nix gebracht. Nach jeder Kastration waren beide sofort putzmunter und sind fröhlich miteinander rumgehopst. *grummel*
Klitzekleine Portionen Futter hab ich sie auch jeweils am Abend schon essen lassen, wenn sie wollten. Kam auch nix wieder raus und ich war froh, als meine Miezen wieder n bisschen Speck auf den Rippen hatten.
Auch Neko hatte zeitweise einen dicken Knubbel, der mir aber von meiner TÄ schon angekündigt worden war, am Bauch.

Was ich mich gefragt hab: Merkt eine Kätzin, wenn ihr plötzlich ihre Forpflanzungsorgane fehlen? Da werden doch dann auch die Hormone gestoppt, oder? Ich kann mir vorstellen, dass das psychisch schon irgendwie (wenn auch vielleicht unbewusst) anknacksend ist.

LG, Wibi
 
  • Nach der Kastration ist vor der Kastration? Beitrag #11
Also ich hab weder bei Loona noch bei Tizian Verhaltensänderungen gemerkt.
Es ist wohl viel belastender, wenn Katz dauernd rollig werden muss, ohne gedeckt zu wérden, als wenn die Gebärmutter ganz weg ist und Katze Frieden hat.

Loona war vor der Kastration rollig- also, da hat sie mir echt Leid getan, obwohl es eh sehr gemäßigt war (ungefähr 3 Stunden am Tag jaulen, maunzen, rumrollen..das gane Programm eben.)
Tizian war auch ganz durch den Wind, als Loona rollig war.
 
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