Guten Morgen RedOne,
Ich bin neu hier in diesem Forum und habe heute vor einer Woche meine kleine Shanti ganz plötzlich einschläfern lassen müssen. Deine Zeilen über deinen Rocky haben mich sehr bewegt. Mir geht es ganz genauso. Das morgendliche Herumwuseln, das " nicht-abwarten-können" bis es Futter gibt, das Kuscheln und Schmusen, das sich-blind-verstehen, das am-miauen-erkennen-was-sie-möchte, die Schatzkiste der Erinnerungen ist auch bei mir so voll.
Ich wollte damals nach dem Verlust unseres Hundes eigentlich kein Tier mehr und dann kam da immer diese kleine Katze aus der Nachbarschaft zu mir. Die. Besitzer waren den ganzen Tag arbeiten und ja, ich gebe es zu, ich habe es genossen, mich um sie zu kümmern. Für den Winter haben wir eine warme Hütte gebaut, weil es uns leid tat, dass sie den ganzen Tag draußen in der Kälte sein musste. Die Besitzer wussten Bescheid und es kam, wie es kommen musste. Sie haben sich dann eine neue Katze geholt und die Zusammenführung der beiden, auf die ich gedrängt habe, hat nicht geklappt. Das ist jetzt über 10 Jahre her. Nach unserem Umzug wurde vor 4 Jahren bei Shanti
HCM festgestellt. Sie bekam Medikamente und ich habe mich noch mehr um sie gekümmert. Sie war ne kleine Schissbuxe. Die Bindung, sprich Abhängigkeit, wurde zwischen uns noch größer. Ich habe sie regelmäßig untersuchen lassen, alles war perfekt, sie war verspielt, entspannt, gefräßig, neugierig, es war alles wie immer. Und dann hat sie in der Nacht auf der Terrasse (gesicherter Freigang), wo sie bei warme. Wetter gerne in ihrer Kiste geschlafen hat, aus heiterem Himmel eine aortenthrombose bekommen. Ich habe sie erst am Morgen gefunden, da waren die Hinterläufe bereits gelähmt. Ich bin sofort mit ihr zur Tierärztin, die habe ich rausgeklingelt, aber sie konnte nichts mehr machen, ich musste sie einschläfern lassen. Ich habe sie dann über die Regenbogenbrücke begleitet und sie ist ganz friedlich in meine. Atmen eingeschlafen.
Und nun bekomme ich die Gedanken nicht mehr aus dem Kopf, wie lange sie wohl auf der Terrasse liegen musste und ob sie große Schmerzen hatte. Nun ist es gleich eine Woche her, in der es mir genauso ging, wie du es beschrieben hast. Ich wäre am liebsten sofort zur Tierärztin gefahren und hätte mir ein Pflegekätzchen geholt, dann wieder diese Schuldgefühle und unkontrollierte Heulattaken. Immer, wenn ich denke, dass es jetz ein bisschen besser wird, wirft es mich zurück.
Nächste Woche bekomme ich die Urne, dann ist sie wieder bei uns und ich hoffe, dass ich dann ruhiger werde.
Du schreibst, dass du viel im Internet über Trauer gelesen hast, was dir geholfen hat, besser mit dem Verlust umzugehen. Das freut mich für dich und wenn du. Ich ein paar Hilfestellungen für mich hast, wäre ich dir sehr dankbar.
Wir haben heute eine Termin bei der Tierärztin bzgl. Informationen zu Pflegekatzen (eine eigene möchte mein Mann nicht mehr), aber auch bei mir hat der dringende Wunsch nach einer neuen Katze nachgelassen. Im Moment sehe ich sie noch überall im Haus herumlaufen und liege, ich spüre das Gewicht, wenn sie mir auf den Schoß gesprungen ist. Ich würde die Zeit jetzt gerne verdrehen,aber ich weiß ja, dass Trauer Zeit braucht. Sie fehlt mir nur so unendlich.
Vielen Dank, dass ich hier mein Herz ausschütten durfte und liebe Grüße an alle Kaztenliebhaber.
Ergänzung ()
Sorry für die ganzen Schreibfehler, ich komme mit dem Schreibprogramm auf dem Tablet nicht so ganz klar.