Anschaffung neuer Katze

Diskutiere Anschaffung neuer Katze im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Meine Wohnung ist seit einiger Zeit ganz traurig katzenleer (chronische Pankreatitis + akutes Nierenversagen -> die Tierklinik sah auch keine...
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #1
Kera

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Meine Wohnung ist seit einiger Zeit ganz traurig katzenleer (chronische Pankreatitis + akutes Nierenversagen -> die Tierklinik sah auch keine Hoffnung mehr). :cry:

Jetzt hat die Tochter meiner Vermieterin auf einem verlassenen Werkgelände ein Nest unterernährter Katzenjunge gefunden, ca. 1 Monat alt. Die Kitten + Mutter wurden in einer Lebendfalle gefangen. Sie werden jetzt bei einer Bekannten der Vermieterin großgezogen, die mehrere Katzen hat. Die ersten Schutzimpfungen wurden durchgeführt.

Die Tochter wird ein Kitten übernehmen, ich wurde gefragt ob ich ein Geschwister nehmen kann. Ich hätte sonst noch eine längere "Trauerzeit" eingehalten. Aber 2 Geschwister, die draußen zusammen spielen können, erscheinen ideal.

Die Mutter hat zu wenig Milch, die Kitten werden daher jetzt mit 4 Wochen auf zusätzliches Festfutter umgestellt. Soweit sind alle sehr scheu und laufen weg, wenn ein Mensch kommt, wurde mir berichtet.

Frage: Wie stehen die Chancen, dass die Kitten zu der schoßsitzenden Schmusekatze, die ich mir wünsche, aufwachsen? Sind langzeitige gesundheitliche Probleme durch zu frühe Entwöhnung zu befürchten? Gibt es irgendwas, was ich als eventueller zukünftiger Besitzer tun sollte in der Zeit, bis die Kitten bereit sind zur Abgabe?

Hätte ich diese Anfrage nicht gehabt, hätte ich mal irgendwann beim örtlichen Katzenschutzbund geguckt...

Vor dem ersten Besuch und bevor ich mich entgültig festlege, würde ich gerne alle Eventualitäten durch denken.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #2
ERstmal natürlich ganz toll dass die Kleinen und die Mama jetzt in Sicherheit sind.

Ich hoffe allerdings sehr dass die mit 4 Wochen und unterernährt nicht wirklich geimpft wurden!?? Falls doch wären die gesundheitlich Folgen leider tatsächlich unabsehbar.

Auch sonst wird es möglicherweise ein Jahr oder so dauern bis die stabil sind. Dann kann man aber wirklich tolle gesunde Kätzchen haben. Wenn die Bekannte wirklich Ahnung hat sind so kleine normalerweise ruckzuck gezähmt. Vorausgesetzt die Mama lässt es halbweg zu. Einen Rest "Scheugen" werden sie vielleicht behalten. Ich hab hier trotzdem totale Kuschelkatzen. Die halt bei (vermeintlicher) Gefahr heftiger reagieren als behütet aufgewachsene.

Allerdings seid bitte so lieb und zwingt die kleinen nicht in Einzelhaft. Denn DAS wäre absolut fatal. Für jede Katze, für solche die viel aufzuholen haben umso mehr. Und nein, sie werden draußen keine Freundschaft sondern Feindschaft pflegen. Und selbst wenn würde das niemals einen echten Katzenkumpel ersetzen.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #3
Um - sie waren beim Tierarzt... Bin nicht mehr ganz sicher, was mir alles über dortige Aktivitäten berichtet wurde.

Gut, dass die Zähmungsaussichten sich doch positiv anhören.

Bzgl. "Einzelhaft" - gehe ich eigentlich davon aus, dass eine Katze mit Zugang ins Freie so viel Kontakt pflegen kann, wie sie will - oder nicht will? Warum soll draußen eine Feindschaft gepflegt werden?
Ich habe gelesen, dass Katzen fakultativ sozial leben.
Meine persönlichen Erfahrungen:
1. Aus meiner Kindheit: Katzenmutter + Tochter: Die Tochter war immer scheu und zurückhaltend. Nach Tod der Mutter war sie plötzlich ganz anders: selbstbewusst und verschmust. Eindruck: Die Tochter war sehr negativ unter der Fuchtel der Mutter.
2. Aktuell bei meinen Verwandten 2 Katzenschwestern: Sie haben als Kitten und 2 Jahre danach zusammen gekuschelt. Danach war das Kuscheln passé und kam nie mehr vor. Aktuell darf nur die dominantere Katze z. B. den begehrten Platz im Bett oder auf dem Schoß belegen, die andere wird weggejagt.
3. Auch bei Verwandten: Katzenmutter + 3 Kinder MFF: Der Kater war der Dominante und hat nach den Weibchen geschlagen. Kuscheln nur in der Jugend, danach nicht mehr.

Aus meinen persönlichen Erfahrungen hätte ich gesagt eine Wohnung allein für eine Katze mit Gesellschaft draußen nach Wunsch der Katze ist perfekt. Sehr viel ruhiger und stressfreier, als immer von der Katzengesellschaft in der Wohnung von den besten Plätzen weggejagt zu werden.

James - mein vorheriger kastrierter Kater, zugelaufen mit 6 Jahren - hat alle fremden Katzen bekriegt und musste quartalsweise mit entzündeten Bissverletzungen zur Behandlung beim Tierarzt. Ein Versuch eine zweite Katze zu halten wäre da katastrophal gewesen.

Außerdem habe ich nur 1 Schoß und kann mich nur mit 1 Katze auf einmal beschäftigen.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #4
Du verkennst da den wesentlichen Punkt ;). Katzen sind Einzeljäger und bekriegen Eindringlinge (also jede andere Katze draußen die sich im ersten oder zweiten Revier aufhält) unter Umständen vehement. In der Wohnung sind es Kumpels und Mitbewohner. Das hat absolut nichts miteinander zu tun. Und ein Kitten alleine halten ist.....induskutabel. Das hat man vor Jahrzehnten noch nicht gewusst und es war normal. Inzwischen weiß man was man den Tieren damit antut und welche Verhaltensstörungen man damit heraufbeschwört. Zwei Katzen "stören" auch meist sehr viel weniger als eine.
Und ja, natürlich machen sich viele Leute nicht eine Sekunde Gedanken und fühlen sich dann bestätigt weil die Katzen ja nicht so funktionieren wie gewünscht. Wenn ich Mutter und Kitten oder Kater/Katze zusammen halte muss ich mich nicht wundern wenns schief geht :rolleyes:
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #5
Ich habe seit gestern 2 Katzenkinder bei mir. Gestern saßen sie noch zusammengedrängt unterm Sofa. Ich habe mir kurz vorgestellt, wie es wäre, nur eines geholt zu haben. Ich habe mir vorgestellt, wie sich das einsame Kleine verängstigt in eine Ecke kauert, weggerissen von Mutter und Geschwistern und die Welt nicht mehr versteht. Und dann habe ich mich gefragt, was man nur für ein Mensch sein muss, um einem kleinen Lebewesen so etwas antun zu können :(!
Heute: Seit in der Früh 7:00 Uhr toben und balgen die 2 durchs Wohnzimmer. Wir haben heute bestimmt über 1 Stunde mit ihnen gespielt, aber das ist ja nix für so ein Katzenkind! Und irgendwann muss Mensch mal arbeiten, kochen, Haushalt machen... das wird bei dir nicht anders sein ;). Wir Menschen können Katzenkinder einfach nicht auslasten! Wie gesagt, sie spielen jetzt seit bereits 5 Stunden! Und das durchaus rabiat! Sie attackieren sich, verkeilen sich ineinander, da werden Krallen und Zähne ausgefahren.... sie brauchen solche Raufspiele einfach! Und meine Hand will ich für so etwas definitiv NICHT zur Verfügung stellen ;).

In der Natur steht kein Katzenkind nach 12, 14 oder auch 16 Wochen alleine da. Weder bei den Wildkatzen, noch bei den verwilderten Hauskatzen. Es ist NICHT natürlich und daher wirklich absolut inakzeptabel und auf jeden Fall abzulehnen.

Wenn du unbedingt eine Einzelkatze haben willst, dann hole dir eine erwachsene Katze aus dem Tierschutz. Dort werden genug Katzen als Einzelkatzen vermittelt, die von ihren Vorbesitzern dazu gemacht wurden. Und die können als Freigänger natürlich durchaus ein glückliches Leben bei dir führen.

Aber bitte bitte tu das keinem Kitten an. Bei dem das Freigängerargument auch gar nicht funktioniert, weil man es ja doch lange Zeit erstmal im Haus hält.

Und denke ruhig auch an dich: 2 Katzen machen wesentlich mehr Spaß :)!! Man muss nie ein schlechtes Gewissen haben, wenn man keine Zeit hat, Urlaube sind ganz problemlos zu organisieren (reicht, wenn jemand füttert) und es ist sooooo toll, 2 Katzen zusammen im Spiel zu beobachten. Und natürlich lässt es sich wunderbar mit 2 kuscheln, eine auf dem Bauch/Schoß, eine daneben. Oder sie kommen nacheinander ;).

Wur hatten früher immer nur einzelne Katzen, bis uns mal eine zu unserem vorhandenen Kater zugelaufen ist. Seit ich weiß, wie toll es ist, 2 Katzen zu haben, würde ich nie wieder eine allein haben wollen! Schon aus ganz egoistischen Gründen :)!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #6
Huhu Kera,
zunächst einmal finde ich es großartig, dass die Tochter deiner Vermieterin sich um die Katzenmama und die Kitten gekümmert hat und du, nach deiner Trauerzeit, überlegst ein Kitten zu übernehmen.
Ich kenne jetzt deine Wohnsituation nicht, aber denke dass es besser ist gleich zwei Kitten zu nehmen.
Gerade Kitten brauchen einen Kumpel zum Spielen und Toben und wo ein Platz für eine Katze ist, da ist (normalerweise) auch noch ein zweiter Platz frei.
Es kommt tatsächlich vor, dass sich Freigänger einen Kumpel suchen und Freundschaften schließen. Dies ist aber eher der Ausnahmefall und wie du schon geschrieben hast sucht sie sich die Freunde selber aus und so ist nicht gesagt ob der Plan aufgeht, dass sich die beiden Katzen aus eurem Haus auch anfreunden.
Du hast sehr viele negativ Beispiele aus deinem näheren Umfeld aufgezählt. Aber dort ist, meiner Meinung nach, etwas bei der VG schief gegangen. Ich habe dir mal ein paar Beiträge verlinkt, die sich mit dem Thema beschäftigen und wo es ausreichend Argumente für den "Mehrkatzenhaushalt" gibt.
Schau es dir mal in Ruhe durch.





Ich selber habe zwei "Einzelprinzen" vergesellschaftet, die durch die jeweilige Einzelhaltung, verhaltensauffällig waren.
Es ist so, dass die zwei nicht miteinander kuscheln und dass müssen sie auch nicht. Aber Beide profitieren voneinander und spielen, toben und raufen zusammen.
Beide sind durch die Gesellschaft aufgeblüht.

Also überleg es dir in Ruhe.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #7
Mein Sternchen Joschi war auch erst Einzelkater und ich hatte gedacht, er wäre damit glücklich.
Dann kam als Joschi 4 Jahre alt war Rambo als ca. 16 Wochen altes Kitten dazu. Nach ca. 1 Woche mit Fauchen seitens Joschi habe ich meinen Schwarzen nicht wieder erkannt. Verspielt und lebhaft war er schon immer, aber dann mit Rambo zusammen wurde er tatsächlich wieder zum Kitten :ROFLMAO:
Er hat den Kleinen nicht mehr aus den Augen gelassen, ihm Spielzeug vor die Pfoten gekickt und zum Spielen animiert ( Rambo war taub, daher war das nicht so ganz einfach ) Außerdem wurde Rambo täglich von ihm mehrmals gründlich geputzt. Die Beiden waren bis zu ihrem Tod im Abstand von 10 Tagen die besten Kumpels.
Ich würde nie wieder eine Katze alleine halten und schon gar nicht als Kitten.

LG

Auf meinem Avatar sind die beiden Sternchen zu sehen. Im Hintergrund Rambo ( weiß )
und vorne Joschi mit Hündin Sherry ( leider auch schon ein Sternchen )
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #8
Ich möchte dir einfach unseren Thread im Foto Studio direkt oben angepinnt ans Herz legen. Thread gegen Einzelhaltung von Katzen (Überzeugende Fotos)


-Sorry ich bekomme die Überschrift am Handy nicht kleiner hin. -

Katzen sind soziale Wesen und benötigen Katzengesellschaft, das was sie alleine machen ist Jagen.
Eigentlich ein trauriges Beispiel, dort wo es viele Straßenkatzen gibt, leben sie zusammen in Kolonien. Befreundete Kätzinnen ziehen auch ihre Kitten gemeinsam groß, habe ich einmal in einer Film Dokumentation über Roms Straßenkatzen gesehen.
Die Kater werden später von den Müttern verjagt, um Inzucht zu vermeiden, eigentlich ganz logisch.
Währenddessen die Töchter oft bei den Müttern bleiben.

Während ich noch nach Nachweisen gesucht habe, kamen 2 ganz tolle Antworten rein.

Danke @Stefkat und @Tinaho

 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #9
Ich finde es klasse das deine Vermieterin und ihre Tochter bei dem Elend nicht weggeschaut haben (y)

Zu der Katzenhaltung- unsere Erstkatze war eine Streunerin, die mit ungefähr sechs Jahren zu uns kam. Nach dem sie Vertrauen gewonnen hatte, wurde sie die menschenbezogenste Katze die ich je kennengelernt habe. Wir hielten sie als Einzelkatze. Das ging ein Jahr lang gut, dann gewann die Einsamkeit. Wir holten eine Zweitkatze und es war für beide der absolute Gewinn.
Ich werde nie wieder eine Katze alleine halten.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #10
Moin und Hallo,
dein Verlust wird sicher leichter zu ertragen sein wenn der Platz wieder besetzt wird.


Wenn du eine Einzelkatze möchtest, die als Freigänger leben soll, bitte hole dir eine aus dem Tierheim, Pflegestelle oder Ausland ... die schon auf Einzelhaltung geprägt wurde . Aber gerade ein Kitten braucht kätzische Gesellschaft. Hier mal schön erklärt:

Die Kitten sind in einem Alter wo sie schnell vertrauen fassen können. Nun kommt es darauf an, wie die Kleinen in der häuslichen Umgebung der Pflegestelle eingebunden werden und sehr wichtig, wie das Muttertier sich dem Menschen gegenüber verhält und ob andere souveräne Katzen vor Ort sind. Kitten lernen wie wie alle Säugetiere von den erwachsenen Tieren und Geschwistern auch Vertrauen in riesige Zweibeiner.
Keines meiner Fundtiere wird als Kitten in Einzelhaltung gegeben.

jetzt bei einer Bekannten der Vermieterin großgezogen, die mehrere Katzen hat. Die ersten Schutzimpfungen wurden durchgeführt.

Daumen hoch und gut wenn man Freunde hat, die sich drum kümmern und auch beachten wie wichtig die medizinische Versorgung ist.

Bzgl. "Einzelhaft" - gehe ich eigentlich davon aus, dass eine Katze mit Zugang ins Freie so viel Kontakt pflegen kann, wie sie will - oder nicht will? Warum soll draußen eine Feindschaft gepflegt werden?

Bei einem erwachsenen Tier kann man es machen ....dennoch ist draußen immer Revierverteidigung.
Bei einem Kitten ist die Sozialisierung nicht mit 12 Wochen abgeschlossen. Wenn sie alleine bei dir ist woher soll sie es lernen. Denn vor 9 Monaten solltest du sie auch nicht rauslassen. Idealer weise auch später.

Meine persönlichen Erfahrungen:
1. Aus meiner Kindheit: Katzenmutter + Tochter: Die Tochter war immer scheu und zurückhaltend. Nach Tod der Mutter war sie plötzlich ganz anders: selbstbewusst und verschmust. Eindruck: Die Tochter war sehr negativ unter der Fuchtel der Mutter.

Wie war die Tochter nun scheu und zurückhaltend oder sehr negativ. Man sagt ja oft Muttertier und eigene Nachkommen harmoniert nicht so ideal, vielleicht war aber auch die Prägung auf euch Menschen nicht ideal gelaufen.
Wenn du schreibst Kindheit.... waren die Tiere denn damals kastriert?

2. Aktuell bei meinen Verwandten 2 Katzenschwestern: Sie haben als Kitten und 2 Jahre danach zusammen gekuschelt. Danach war das Kuscheln passé und kam nie mehr vor. Aktuell darf nur die dominantere Katze z. B. den begehrten Platz im Bett oder auf dem Schoß belegen, die andere wird weggejagt.

Das der Haussegen schief hängt kann viele Ursachen haben oft hat es eine gesundheitliche Ursache. Der Gruppenversicherung sozusagen stimmt nicht mehr. Oder ein Erlebnis : wo eine der Katzen, die andere negativ mit in Verbindung bringt. Ich z.B. habe keine Katze die untereinander kuscheln, Analkontrolle ja, zusammen fressen ja, Nasenküsschen ja.... Gegenseitiges Putzen nö.

Aus meinen persönlichen Erfahrungen hätte ich gesagt eine Wohnung allein für eine Katze mit Gesellschaft draußen nach Wunsch der Katze ist perfekt. Sehr viel ruhiger und stressfreier, als immer von der Katzengesellschaft in der Wohnung von den besten Plätzen weggejagt zu werden.

Es gibt ja nicht nur Rangordnung zwischen den Tieren, sondern auch erkennbare Eigenschaften, so wie bei uns Menschen, da gibt es Stillhalter, die Jasager, die Dominanten, die Schüchternen usw. usw. Oft wechselt diese Ordnung. Bei uns gibt es seit dem Tod von Wanda keine feste Rudelführung. Die anderen sind immer im Wechsel.

So bisschen viel zu, lesen für dich, aber ich wollte es einfach los werden. Entscheiden wirst letztendlich du es und ich bin mir sicher, dass dein Tier bei dir gut hat. Aber bitte kein Kitten in Isolation ohne kätzische Kontakte.

schönen Sonntag

lg
Verena
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #11
Denn vor 9 Monaten solltest du sie auch nicht rauslassen.
:oops:
Idealer weise auch später.
Das widerrum finde ich überhaupt nicht Artgerecht.

Mir ist bewusst, dass Straßen gefährlich sind. Deshalb wohne ich jetzt - James zuliebe - auf einem Restbauernhof, wo die wenig befahrene Straße vor der Haustür gerade zwei scharfe Kurven macht, durch die Autos nicht durchrasen können.
Wie war die Tochter nun scheu und zurückhaltend oder sehr negativ. Man sagt ja oft Muttertier und eigene Nachkommen harmoniert nicht so ideal, vielleicht war aber auch die Prägung auf euch Menschen nicht ideal gelaufen.
Wenn du schreibst Kindheit.... waren die Tiere denn damals kastriert?
Scheu. Bei meiner Schwester im Schlafzimmer geboren - aber eher seltener zu sehen. Bis nach Jahren die Katzenmutter starb. Dann war sie plötzlich immer da und ganz verschmust. Nach der "Überraschungsgeburt" waren dann alle kastriert.

Ihr habt mich jetzt dazu gebracht, dass ich den Plan mit dem Kitten noch mal überdenke. Es schien halt so ideal, weil die Vermieterin total dafür war.

Davor hatte ich angedacht - noch ein paar Monate warten. Und dann mal beim Tierschutz anfragen nach einer netten Schmusekatze mittleren Alters, vielleicht ex Streuner mit Erfahrung im Straßenverkehr. James hatte Erfahrung draußen - er war 1,5 Jahre alleine auf Tour und 20 km weit gewandert (laut Info von Tasso). Er hat dann 2012 mich ausgesucht. Und ist zu mir gekommen um gefüttert zu werden, auf meinem Schoß zu sitzen und mir 1-2 h am Tag Gesellschaft zu leisten. Bei schönem Wetter war er sonst draußen und nur bei Regen oder Kälte freiwillig eine Wohnungskatze. Und am Ende im Seniorenalter. Alles seine Entscheidung - er hatte eine Katzenklape.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #12
Ihr habt mich jetzt dazu gebracht, dass ich den Plan mit dem Kitten noch mal überdenke.

Naja, eigentlich wollte dir niemand das Kitten ausreden, sondern dir nur ans Herzen legen, dieses nicht alleine zu nehmen, sondern immer nur zu zweit. Das gleiche gilt natürlich auch für die Tochter deiner Vermieterin.

Ich musste vorhin schmunzeln, als ich den Satz gelesen habe, dass auf deinem Schoß nur Platz für eine Katze sei.
Wie heißt es so schön, was nicht passt, wird passend gemacht, auf meinen quetschen sich zur Not auch zwei übereinander und sind glücklich darüber.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #13
Vielleicht wäre es dann ja möglich dass die zwei gemeinsam zu der anderen Interessentin ziehen.
So wie Du es beschreibst wärst Du mit einer älteren Einzelkatze vermutlich tatsächlich glücklicher.

Ich hab leider keine einzige Schoßkatze. Dafür hab ich dann schon mal alle vier mit im Bett liegen :LOL:
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #14
Das widerrum finde ich überhaupt nicht Artgerecht.
Was findest du denn artgerecht?
Verena hat Recht in diesem Alter können die Katze(n) die Gefahr am besten einschätzen.
Außerdem sollten die Katze(n) kastriert sein, bevor sie in den Freigang gehen.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #15
Ihr habt mich jetzt dazu gebracht, dass ich den Plan mit dem Kitten noch mal überdenke. Es schien halt so ideal, weil die Vermieterin total dafür war.

Das du es überdenkst finde ich echt klasse. Wenn du dich nicht erwärmen kannst für ein Duo.... dann ist ein älterer Tierschutzkater sicher die bessere Wahl.

Das widerrum finde ich überhaupt nicht Artgerecht.

Artgerecht: ist es dann für dich , ein noch nicht mal 5 Monate alten Pups rauslassen, der sich nicht gegen aggressive erwachsene Katzen draußen wehren kann und vielleicht vor lauter Panik nicht nach Hause kommt oder wenn heftige Bissverletzungen davon trägt.

Ich finde eine gut Bindung zu seinen Kitten aufzubauen, sie gut vorzubereiten für die große, aber auch gefährliche Freiheit ist die Basis für einen guten Start. Das kannst du aber erst, wenn sie kastriert sind und gelernt haben wo sie es gut haben, so dass sie trotz Freiheit immer zu dir zurück kommen. Ja passieren kann immer was dieser Gefahr muss man sich immer vor Augen halten.

lg
Verena
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #16
Ich finde es total sinnvoll, die Katzen erst mit einem Jahr nach draußen zu lassen. Unter einem Jahr sind sie von der Entwicklung (geistig, nicht körperlich) wie Kleinkinder, mit einem Jahr dann langsam Teenager. Wir wussten nicht, dass Katzen so lange drin bleiben sollten und haben deswegen zwei wunderbare Tiere verloren, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten... Da finde ich die paar Monate drinnen keinen Weltuntergang.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #17
Wir haben sogar nur Wohnungskatzen und ich finde das absolut artgerecht. Die Wohnung ist auf die Bedürfnisse der Katzen ausgebaut, wir beschäftigen sich vielseitig und viel mit den beiden und sie machen mit keinen unglücklichen Eindruck. Auch unsere ehemalige Streunerin wollte nicht raus.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #18
Vorhin kam Besuch übers Dach zum Küchenfenster herein und hat mich daran erinnert, wie sehr feline Gesellschaft meine Laune hebt...
Die Vermieter sind schon in Urlaub, die Kinder noch da und füttern heute, ich soll erst ab morgen Catsitten. Ich habe mich heroisch vom Füttern zurückgehalten, obwohl sie mir eine halbe Stunde um die Beine geschmust ist. (Ich genieße gerade etwas Urlaub).

Was findest du denn artgerecht?
Die Würfe aus meiner Kindheit...
Wie gesagt im Schlafzimmer meiner Schwester - in einer Korb-Wäschetruhe.
Ich war 8 und habe in dem Jahr fast so gut Mäuse fangen gelernt, wie die Kitten. Piri hat Unmassen lebender Mäuse zur Übung ihres Nachwuchses ins Haus getragen. Die saßen dann immer verschreckt in den Ecken oder unter den Schränken und ich habe mich auf sie gestürzt und sie wieder in den Garten getragen.
Piri hat irgendwann entschieden, wann ihre Kitten raus gehen sollten.

Ein Jahr später hatte die Katze meiner Tante Nachwuchs - die sich von keinem der Kitten trennen konnte. (Auch im Schlafzimmer - das war wohl nach Ansicht der Katzenmamas der beste Geburts- und Aufzuchtsplatz.) Die sind wohl auch erst alle zusammen als Familie raus gegangen und natürlich passt die Katzenmama auf, dass nichts passiert. Ein Wurf war dann aber sowohl meiner Mutter als auch meiner Tante genug, danach waren alle kastriert.

Ein pures Wohnungskitten allein draußen ist wohl wirklich Grund zur Angst. Nachdem als letzte Polly mit 23 gestorben war, hatte meine Tante noch einen von den Besitzern nach Umzug unten in unserer Straße verlassenen Kater. Der ist mal beim Hecken Schneiden spielend in einen Haufen dorniger Zweige gesprungen und hatte eine Verletzung am Auge und musste zum Tierarzt. Hat auch nie eine Maus gefangen.
So unbeholfen stellt sich keine Katze an, der Mama die Welt draußen als Kitten richtig gezeigt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #19
Ich finde es auf jeden Fall auch gut, dass du die Ratschläge hier annimmst oder zumindest überdenkst.

Ich bin auch Freigänger-Dosine, würde heute aber Freigänger in der Regel auch nicht mehr alleine halten. Es sei denn, es handelt sich eben um ein schon älteres Tier, das von den Menschen zur Einzelkatze gemacht wurde.

Denn es ist keineswegs gesagt, dass Freigänger draußen Freundschaften schließen. Unsere 1. Katze, Thaleia, war (leider - wir wussten es damals nicht besser) Einzelkatze und wahrscheinlich auch zu früh von der Mutter weg. Sie war also schlecht sozialisiert und hat auf andere Katzen sehr (angst)aggressiv reagiert. Zudem war sie extrem auf uns fixiert und sehr anhänglich. Das klingt erst einmal süß. Macht man sich aber den Grund dahinter klar - sie hatte sonst niemanden (und ein Mensch kann einen Artgenossen einfach nicht ersetzen!) - ist es eher traurig, finde ich. Als sie älter wurde, konnten wir kaum aus dem Haus ohne dass es ein Drama gab. :(

Heute weiß ich, dass ich ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit viel Probleme hätte ersparen können, hätte ich von Anfang an 2 Kätzchen genommen. Ich kann nur hoffen, dass sie, sollte es das Land hinter der Regenbogenbrücke wirklich geben, mir irgendwie verzeihen kann.

Bei unseren beiden jetzt ist es genau so wie @Patentante weiter oben es beschreibt. Die beiden sind ein Herz und eine Seele und kleben im Haus nicht immer, aber doch sehr häufig aneinander, kuscheln, putzen sich gegenseitig, fressen aus einem Napf. Grundsätzlich sind sie - ehemalige Straßenkatzen aus Spanien - sehr sozial und ich bin relativ sicher, dass eine - sorgsam ausgewählte und langsam (!) ins Rudel integrierte Katze - von ihnen ebenfalls akzeptiert werden würde. ja, unser Kater sich über noch einen Kuschel- und Spielpartner sogar freuen würde.
Das heißt aber noch lange nicht, dass das für die Katzen draußen (und davon gibt es einige hier) im gleichen Maße gelten würde. Unsere Kätzin geht fremden Artgenossen draußen (aufgrund von Mobbingerfahrungen) lieber aus dem Weg, und der Kater macht Fremdkatzen freundlich aber bestimmt klar, dass sie in seinem Revier nichts zu suchen haben. Es ist hier zum Glück noch nicht zu ernsthaften Kämpfen gekommen, aber Freundschaften kann ich bisher auch keine beobachten. Eher geht man sich nach Möglichkeit aus dem Weg.

Generell zu sagen "Bei Freigängern ist Einzelhaltung schon nicht so schlimm" halte ich daher für zu kurz gedacht.

Und ich würde heutzutage ein junges Kitten auch nicht mehr in den Freigang lassen. Wäre mir zu gefährlich. Und dass Katzen vor dem Freigang kastriert werden, sollte meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit sein.
 
  • Anschaffung neuer Katze Beitrag #20
Hallo Kera!

Ich bin da ganz deiner Meinung, ich sehe das auch als Idealfall an: Kitten, die mit einer (geliebten und umsorgten) Freigängermama aufwachsen und draußen alles von ihr lernen, was man als Katze können muss (Stichwort Tötungsbiss). Dazu müssen die Katzenkinder aber halt auch richtig lange bei Mama bleiben dürfen.

Leider gibt es sowas nicht wirklich :(. Züchter lasen ihre Katzen nicht raus und vermitteln nur in Wohnungshaltung, Vermehrer, die vielleicht Freigängermamas hätten, lassen die Kitten auch nicht lange genug bei der Mutter, damit sie draußen alles von ihr lernen könnten (von den übrigen Vermehrerproblemen mal abgesehen) und auch Tierschutzkitten, die dort geboren sind, waren nie draußen. Die einzigen im Freiland aufgewachsenen Kitten sind die von Streunermamas. Und denen geht's halt leider anderweitig schlecht, mal davon abgesehen, dass sie scheu sind.

Ein Dilemma, über das ich viel nachdenke. In einer idealen Welt gäbe es für mich keine armen Streuner, um die sich niemand kümmert. Es gäbe aber Menschen irgendwo zwischen Züchter und Vermehrer, die ihre Freigängermamas und deren Kitten liebevoll und medizinisch bestens versorgen. Die die Kitten mit ihrer Mama raus lassen und sie erst dann vermitteln, wenn "natürlicherweise" die Trennung stattfindet. Das wären meine Traumkatzen.

Gibt's in dieser Konstellation aber halt leider nicht. Und in unserer nicht idealen Welt gibt es dafür ja auch gute Gründe.

Naja, träumen darf man :).
 
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