Die Studien sind alle benannt, wenn man danach googeln möchte findet man sie dann auch.
Es stehen wie gesagt für mich kleinere Notizen dabei, dass ich sie im besten Fall recht schnell zuordnen kann.
1. Studie "Renal disease", Dr. D. Polzin, 2006. Diese befasst sich mit den tatsächlichen Ursachen der CNI ... diese sind zu 99,95% NICHT im Futter bedingt.
2. Apparent total tract energy and macronutrient digestibility and fecal fermentative end-product concentrations of domestic cats fed extruded, raw beef-based, and cooked beef-based diets von 2012 durch Kerr K. R., Vester Boler B. M., Morris C. L., Liu K. J., Swanson K. S. Journal of Animal Science 90(2) pp515-22,
kommt zu dem Ergebnis, dass es keinen Unterschied in der Urinkonzentration von Katzen gibt, die in dieser Studie drei unterschiedliche Arten von Ernährung bekamen (Trockenfutter, rohes Fleisch und selbstgemachtes Futter).
3. Dry foods and risk of disease in cats (von 2008) Buffington C. A. B stellt fest,
dass es keine Beweise dafür gibt, dass Trockenfutter zu einer Diabetes oder generell gesprochen zu Krankheiten führt.
4. Gemeinsame Studie der American Academy of Family Physicians und der American Animal Hospital Association AAFP-AAHA Feline Life Stage Guidelines von 2010 stellt fest:
"Alleinfuttermittel für Katzen sollten alle erforderlichen Nährstoffe im richtigen Verhältnis enthalten, sie sollten schmackhaft und bekömmlich, und sind frei von verdorbenen Bestandteilen und Verunreinigungen sein.
Die spezifische Nährstoffquelle in Katzenfutter ist irrelevant, wenn diese Kriterien erfüllt werden. Beides, Dosen- und Trockenfutter, unterstützt die Gesundheit während aller Lebensabschnitte.
Das Vorhandensein einer Deklaration garantiert, dass das Lebensmittel unter Verwendung der derzeit gültigen Standards produziert wurde und bietet Informationen darüber, ob ein Futter den Anforderungen gerecht wird.
Das Gremium prüfte veröffentlichte, evidenzbasierteStudien an gesunden Katzen auf die wesentlichen Auswirkungen von Futter auf die Gesundheit:
im Vergleich standen Trockenfutter zu Dosenfutter (einschliaeßlich deren Beitrag zur Zahngesundheit);
das Bereitstellen einer Vielzahl von verschiedenen Futtern im Vergleich zu einer konsequenten Fütterung nur eines Futter;
Futter mit hohen Proteingehalt und wenig Kohlenhydrate im Vergleich zu kalorienreduzierten und ballaststoffreicher Nahrung;
Fütterung von Rohfutter;
Hinzufügen von Nahrungsergänzungsmitteln (Supplementen) oder das zur Verfügung stellen von Gräsern oder Pflanzen.
Auf der Grundlage der verfügbaren Daten können keine spezifischen Empfehlungen zugunsten irgendeiner dieser Methoden gemacht werden.
Trotz der Sorge um die Auswirkungen von Kohlenhydraten in Trockenfutter deuten aktuelle Studien darauf, dass Freigang und Aktivität (was ein Marker für das Wohlbefinden sein kann) signifikantere Auswirkungen auf die Katzengesundheit haben.
Augenscheinlich ist nicht der Kohlenhydratgehalt im Futter schädlich oder als ein unabhängiger Risikofaktor für Erkrankungen wie Fettleibigkeit oder Diabetes anzusehen.
Im Hinblick auf hausgemachtes Futter (Barf), sollte der Tierarzt hinzugezogen werden um Informationen über eine ausgewogene Ernährung zu erhalten, Risiken im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Fütterung von Rohfutter zu besprechen (Hygiene), und sich über Vorteile und Nachteile der Rohfütterung für Katzen auszutauschen, insbesondere unter Bezugnahme auf den
Nährstoffbedarf der Katze.“
5. Untersuchung zum Einfluss der Proteinqualität
und –quantität im Futter
auf die Harnzusammensetzung bei der Katze
Bei der Herstellung der Futtermischungen wurden 3 unterschiedliche Proteinträger (Griebenmehl *=TF (GR), Sojaproteinisolat (SR), Pferdefleisch *=Barf (PR)) in jeweils 2 Dosierungen (proteinreich und proteinarm) verwendet.
"Es wurden nur einmalig am 6. Tag des 5. Versuchsabschnittes (Ration PR I) im Harnsediment der Katze K4 fünf kleine Oxalatkristalle (Wheddelit) entdeckt."
"Bei Verabreichung der Griebenmehlmischungen waren deutlich geringere Mengen an Struvitkristallen im Harnsediment festzustellen als nach Gabe der Pferdefleisch und Sojarationen."
"Der niedrigste mittlere pH-Wert (6,7) wurde bei der Verabreichung der Mischung GR II festgestellt, der höchste (8,3) bei der Fütterung der Ration SR I."
6. Epidemiologische und laborexperimentelle Untersuchungen zur Urolithiasis bei Katzen, M. Frenk, 2006
„Nach von Besitzern stammenden Informationen wurden 50,7 % (n = 910) der Steinpatienten ausschließlich mit Alleinfuttermitteln (30,1 %, n = 540 Trocken- und 20,6 %, n = 370 Dosenfutter) ernährt. Eine Mischernährung, die Kombination von Dosen- und Trockenfutter, wurde 37,3 % (n = 670) der Katzen verabreicht. Bei 17,9 % (n = 322) der Tiere wurden Tischreste, Frischfleisch sowie alle möglichen Variationen der verschiedenen Futterarten angeboten. In 3,1 % (n = 56) der Fälle wurden keine Auskünfte über die Fütterungsart mitgeteilt.“
Wer nun den Taschenrechner bemüht stellt fest, dass 75,8% NICHT oder nur zusätzlich mit TF gefüttert wurde: 20,6% Dose + 37,3% NF+TF + 17,9% Barf, etc.
7. „Effect of dietary water intake on urinary output, specific gravity and relative supersaturation for calcium oxalate and struvite in the cat“ (2011)
Hier wurde die tägliche Flüssigkeitszufuhr anhand von Nahrung bei Katzen untersucht. Die Katzen wurden mit Nahrung gefüttert, welche einen unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalt besitzt. Es stellte sich heraus, dass der Urin der Katzen, die mit einem Futter mit sehr hohem Feuchtigkeitsgehalt gefüttert wurden, in Bezug auf Kalziumoxalat-Steine eine Annäherung an die untersättigte Zone aufwies. Auf Struviten bezogen, waren die Ergebnisse hingegen weniger klar. Hierbei gab es keine signifikanten Unterschiede beim Grad der Sättigung des Urins zwischen den Futtersorten und deren Feuchtigkeitsgehalt.
8. In „Canine and Feline Diabetes Mellitus: Nature or Nurture?“ aus dem Jahr 2004 wird ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung an Diabetes und kohlenhydratreichen Futter, wie z. B. minderwertiges Trocken- und Nassfutter mit Getreide, Zucker, etc. aufgezeigt. Mit einem höheren Kohlenhydratanteil des Futters steigt auch die Insulin- und Glukosekonzentration im Blut, was wiederum zu einem erhöhten Risiko für Diabetes führt.
9. „Risk and protective factors for cats with naturally occurring chronic kidney disease.“ aus dem Jahr 2016 hat Daten zwischen Juni 2004 und November 2014 gesammelt. Die Studie kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass es kein erhöhtes Risiko für eine CNI-Erkrankung (Chronische Niereninsuffizienz) durch Trockenfutter gibt. Ein erhöhtes Risiko an CNI zu erkranken hängt hingegen viel mehr von dem Geschlecht, den Lebensumständen und einem gefilterten oder ungefilterten Trinkwasser ab.