Für mich kam vor 20 Jahren auch "erst einmal" keine zweite Katze in Frage. Ich hab den Fehler begangen und mir damals recht uninformiert einen Kater zugelegt,nachdem ich 12 Jahre einen Hund hatte.
Zugegeben,damals war wohl auch das Netz noch nicht soooo ergiebig. Bzw. ich kannte keine Katzenforen o.ä Hatte Internet erst recht frisch damals.
Der kleine Kater zeigte recht schnell Verhaltensauffälligkeiten. Er war aus dem Tierheim ... keine 12 Wochen,bekam Whiskas und eben alleine. Ich schloss zwar eine zweite nicht aus,aber erst einmal reichte mir eine Katze.
Er war aggressiv,hyperaktiv. Ich sah aus wie ein Kratzbaum. Dann fing er an wild zu pinkeln. Plus zunehmende Aggressivität mit dem Alter. Als er ein halbes Jahr alt war,war er kaum noch zu händeln für mich. Ich war mehr als einmal kurz davor das Kerlchen abzugeben,glaub es mir.
Nur dann hätte ER den Fehler ausbaden müssen den ICH gemacht habe.
Ein weiterer Fehler von mir,ich hörte auf meinen damaligen Tierarzt und lies ihn erst mit 1 Jahr kastrieren. Und er wollte raus. Nur unkastriert kam er mir nicht ungesichert raus. Wenigstens etwas richtiges
Als er gut ein Jahr alt und kastriert war,holte ich eine Kätzin dabei. Eher "kleiner" Fehler in dem Zusammenhang. Kater,gleichaltrig wäre besser gewesen und nicht Kittendame. Er konnte nicht so wirklich was mit ihr anfangen,aber wenigstens war er nicht mehr alleine wenn er zu Hause war. Er kam immer am Abend rein von draußen bzw. im Winter war er mehr drinnen als im Sommer.
Sein Verhalten änderte sich aber da schon mehr und mehr zum positiven. Aggressionen schwanden,Frust auf beiden Seiten auch,er pinkelte nicht mehr wild etc.pp
Mit der Zeit lernt man. Als ich dann mit meinem Mann zusammenzog war der Kater 5 und das Mädel 4. Und wir holten einen zweiten Kater dazu. 3 Katzen wären in meiner alten Wohnung platztechnisch nicht zu machen gewesen. Auch wenn es wieder ein Kittenkater war,die Chemie stimmte zwischen den beiden Jungs und sie waren wie Ar... auf Eimer,unzertrennlich. Und auch das recht angespannte Verhältnis zwischen meinem großen Kater und dem Mädel entspannte sich sofort. Zu dem damals kleinen Kater hatte sie ein gutes/entspanntes Verhältnis.
Ernährung stellte ich in der Zeit bei den Nasen um.
Also ganz ehrlich,ich hätte mir nie verziehen wenn ich damals meinen großen Muck abgegeben hätte nur weil ich eben Fehler gemacht habe. Der Kerl wurde ein ganz wunderbarer ausgeglichener Kater,trotzdem er dann keinen Freigang mehr haben konnte,nachdem ich mit meinem Mann zusammengezogen war. Er hatte Momo und das reichte ihm zum Glück offenbar. Auch die zusammengewürfelte Bande war sehr entspannt zueinander. Leider sind die beiden Großen bereits seit 8 bzw. 7 Jahren nicht mehr. Nur noch Momo,der heute 14 ist. Alleine ist er trotzdem nicht. Wir haben 4 Katzen.
In den alltäglichen Kosten fällt eine zweite Katze nicht wirklich ins Gewicht. Also was Futter,Streu und sowas angeht. Einzig bei Tierarztkosten kann es böse werden. Aber das kann es auch bei einer werden bzw. bei jedem Tier was man hat und man sollte da ggf. sich über eine Versicherung Gedanken machen um das etwas abzufangen.
Ansonsten hast du am Ende mit 1 Katze mehr Arbeit als mit 2. Erst recht wenn eine jetzt schon Auffälligkeiten im Verhalten zeigt. Glaub mir.