Zweitkatze für chronisch kranken Kater

Diskutiere Zweitkatze für chronisch kranken Kater im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, bevor ich zu meiner Frage komme, möchte ich ein wenig zu meinem süßen Kenai erzählen und muss dafür ein bisschen ausholen. Er ist ein...
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #1
Kenai

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Hallo,

bevor ich zu meiner Frage komme, möchte ich ein wenig zu meinem süßen Kenai erzählen und muss dafür ein bisschen ausholen.
Er ist ein Scottish-Fold Kater und laut Vorbesitzerin jetzt etwa 2,5 Jahre alt.
Wir haben ihn vor fast einem Jahr aus schlechter Haltung übernommen und er ist das liebste Katerchen, dass mein Freund und ich uns vorstellen können. Die Dame, die ihn uns verkauft hat, hatte ihn laut eigenen Angaben nur einen Monat, in dem er vermutlich die meiste Zeit mutterseelenallein weggesperrt in der Küche verbringen musste, da er sich angeblich nicht mehr mit seinem Sohn verstanden hat. Das war wohl passiert, nachdem beide Kater frisch zu ihr umgezogen waren und sie hatte gehofft, eine Kastration von Kenai würde Besserung verschaffen. Da sie aber den Sohnemann nicht ebenfalls hatte kastrieren lassen, hörten die Konflikte (die heftig gewesen sein sollen) nicht auf.
Ich muss zugeben, dass mein Freund und ich zum damaligen Zeitpunkt über die Qualzucht der Faltohren noch überhaupt nicht informiert waren und naja - als wir ihn besucht hatten, war es einfach Liebe auf den ersten Blick gewesen, ohne dass seine Ohren dabei eine große Rolle gespielt hätten.
Kenai hat eine Weile gebraucht, bis er uns vertrauen konnte und hatte wirklich große Angst vor Füßen, weshalb wir vermuten, dass er schon Gewalterfahrungen erleben musste. Nach etwa einem Monat war er dann aber soweit, dass er sich auch schon etwas länger streicheln ließ und keine großen Bogen mehr um unsere Füße machte. Beim Streicheln fiel uns dann aber auf, dass er ganz starke Zuckungen am Rücken hatte und wir sind deswegen zum Tierarzt.
Die Tierärztin bestätigte uns auch, dass bei ihm sehr starke Nervenreizungen vorliegen und der kleine Kerl musste sich dann leider ein Röntgenbild gefallen lassen, währenddessen er wohl sogar unter Narkose Schmerzen verspürt hat. Damit war klar, der Kleine hat ganz, ganz schlimme Rückenprobleme. Das Röntgenbild ergab dann, dass er unter Arthrose leidet und das fast die komplette Wirbelsäule entlang. Deswegen springt er nur sehr ungern, ist äußerst ruhig und zurückhaltend und benötigt auch mal die eine oder andere Hilfestellung in Form von Zwischenstufen. Behandelt wird er jetzt mit Metacam, was er sehr gut verträgt und die Schmerzen deutlich lindert. Grünlippmuschelpulver gebe ich jetzt auch dazu.
Er ist überaus anhänglich uns beiden gegenüber, auch ein totales Sensibelchen, Fremde mag er nicht so. Da wir beide uns jetzt nicht vorstellen konnten, dass er - wie die Vorbesitzerin gesagt hatte - ganz aggressiv auf andere Katzen zuspringt, wollten wir mal ausprobieren wie er auf andere Katzen reagiert, da wir ihm eigentlich wirklich gerne einen Katzenkumpel oder eine Katzenfreundin ermöglichen würden.
Meine Mama hat zwei Katzen, ein kastriertes Mädchen, die etwa ein Jahr alt ist und eine Maus die jetzt bald ein halbes Jahr wird. Wir haben Kenai einmal zu Besuch dorthin mitgenommen, da war die Kitte schon eingelebt. Wir hatten auch mit Gerüchen gearbeitet, also dass sich alle vorher in Form von Decken beschnuppern konnten und dann über drei Tage mit Gitter versucht alle miteinander vertraut zu machen.
Leider war es so, dass die Katzen meiner Mutter von vornherein mit Knurren und Fauchen reagiert haben, sogar die kleine Kitte. Kenai war jedes Mal total friedlich und freundlich und hat den beiden sogar mit ausgiebigem Blinzeln zu verstehen gegeben, dass er nichts gegen sie hat. Wenn er von ihnen feindselig behandelt worden war, kam er sogar hinterher zu uns und hat sich mit gejammertem Miau über die "ungerechte" Behandlung bei uns beschwert.
Einen zweiten Versuch haben wir dann nach einer gewissen Pause bei uns zu Hause gemacht, nachdem sich beide Katzen getrennt von ihm an die fremde Umgebung gewöhnen konnte. Wieder Gerüche getauscht und ein Trenngitter verwendet, doch leider wieder dasselbe Spiel.
Da unser Kenai dann so sehr unter dem Stress litt, dass er wieder schlimmere Rückenschmerzen bekam und anfing, weniger zu futtern, haben wir das abgebrochen und wollen es auch mit den beiden meiner Mutter nicht mehr probieren. Zumindest wissen wir jetzt, dass er auf andere Katzen immer gleich neugierig und freundlich zugeht und eigentlich kein Territorialverhalten zeigt. Als die Kitte bei meiner Mutter eingezogen war, hatte die vorhandene Katze sogar keinerlei Sress mit dieser gehabt und alles war unkompliziert abgelaufen.
Ich hatte dann bei der Tierärztin nachgefragt, weil ich im Internet etwas zu chronisch kranken Katzen und gesunden Katzen gelesen hatte und sie meinte, dass es tatsächlich möglich wäre, dass andere Katzen dieses Medikament riechen und seine Erkrankung bemerken, wodurch er - weil er als Bedrohung wahrgenommen wird - es wohl sehr schwer haben wird, Katzenfreunde zu finden.
Das tut mir für den Kleinen so Leid, dass ich jetzt einmal hier im Forum fragen wollte, ob ihr so etwas auch kennt? Bzw. ob es vielleicht doch eine Katze geben kann, die ihn mögen könnte und die Einschätzung der Tierärztin vielleicht etwas zu "pessimistisch" ist? Wobei ich natürlich sein Wohl auch nicht außer Acht lassen will, wenn eine Zusammenführung für ihn eventuell nur Verschlimmerung bringt und ihn leiden lässt?
Es würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen und vielleicht auch helfen könntet.

Schnurrige Grüße,
Anja
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater

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  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #2
Er ist ein Scottish-Fold Kater und laut Vorbesitzerin jetzt etwa 2,5 Jahre alt.
Die Tierärztin bestätigte uns auch, dass bei ihm sehr starke Nervenreizungen vorliegen und der kleine Kerl musste sich dann leider ein Röntgenbild gefallen lassen, währenddessen er wohl sogar unter Narkose Schmerzen verspürt hat. Damit war klar, der Kleine hat ganz, ganz schlimme Rückenprobleme. Das Röntgenbild ergab dann, dass er unter Arthrose leidet und das fast die komplette Wirbelsäule entlang. Deswegen springt er nur sehr ungern, ist äußerst ruhig und zurückhaltend und benötigt auch mal die eine oder andere Hilfestellung in Form von Zwischenstufen
Wenn ihr einen zweiten Kater oder eventuell eine Katze für euren Kenai möchtet, sollte es eventuell eine Katze/Kater sein der auch ruhig ist und nicht so extrem aktiv ist wegen den Problemen von Kenai.
Ich würde mich in so einer Situation an Pflegestellen wenden für eine zweite Katze / Kater, die kennen ihre Samtpfoten besser welche vermittelt werden.
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #3
Vielen Dank für die Antwort.
Daran haben wir auch schon gedacht, aber wir machen uns eben Sorgen, ob es häufiger vorkommt, bzw. ob es ein allgemeines Risiko ist, das chronisch kranke Katzen da bei gesunden Katzen schlechte Karten haben?
Wir möchten ja auch keine andere Katze in eine Gemeinschaft zwingen, der sie sich dann später eventuell mal ergibt, obwohl er in ihren Augen eine Bedrohung darstellt.
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #4
Daran haben wir auch schon gedacht, aber wir machen uns eben Sorgen, ob es häufiger vorkommt, bzw. ob es ein allgemeines Risiko ist, das chronisch kranke Katzen da bei gesunden Katzen schlechte Karten haben?
Wir möchten ja auch keine andere Katze in eine Gemeinschaft zwingen, der sie sich dann später eventuell mal ergibt, obwohl er in ihren Augen eine Bedrohung darstellt.
Wie wäre es mit einer Katze / Kater mit Händicap, für die wird auch immer ein schönes zu Hause gesucht.
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #5
Hi,
deinen armen Kenai hat es ja leider schon wirklich schwer mit der Wirbelsäule erwischt.
Ganz grundsätzlich: Eine Zusammenführung zu "probieren" mit Probebesuchen funktioniert zu 99,9% nicht und macht jeden weiteren Versuch nur schwieriger.

Für euren Kenai ist trotz seiner Jugend durch seinen Gesundheitszustand keine junge Katze geeignet.
Ich würde nach einer Oma/Opa Katze im Tierheim Ausschau halten, die sich nach einen friedlichen Platz für den Lebensabend sehnt und Artgenossen mag. Ob eine Katze chronisch krank ist spielt eigentlich nur eine Rolle bei gemeinsamen Spiel und Rumtoben, deshalb ältere Artgenossen, die keine Action mehr im Stundetakt einfordern.
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #6
Danke, das hilft uns glaube ich schonmal sehr weiter :)
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #7
Hallo, ich drücke euch die Daumen, dass euer lieber Kater noch möglichst lange mit so wenig Schmerzen wie möglich glücklich bei euch leben kann.
Ein Segen für den armen Kerl, dass er zu euch gekommen ist.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass ein ruhiger, freundlicher sozialer Kateropi ihm gut tun könnte- einfach dessen Anwesenheit ohne Bedrohung.
Alles Gute für euch und viel Erfolg bei der Suche; ich hoffe, du kannst dann hier Positives berichten.
Auch bei Fragen zur Zusammenführung jederzeit.
LG
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #8
Gut, dass Kenai bei euch gelandet ist und dass ihr sehr genau auf seine Bedürftnisse achtet.
Ich könnte mir nach eurer Beschreibung auch gut vorstellen, dass es bei der vorigen Konstellation mit seinem Sohn nicht mehr geklappt hat, weil dieser nicht kastriert war.

Setz dich doch mal mit @Taskali in Verbindung, sie vermittelt bundesweit und kennt ihre Vermittlungskatzen wirklich gut. Ich könnte mir vorstellen, dass der etwa 5 jährige Perron, den sie als sehr sozial und freundlich beschreibt und der keinen Streit mag, ein eventueller Partner für Kenai sein könnte. Fragen kostet nichts.
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #9
Perron scheint wirklich ein Traumkater zu sein!:love:
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #10
Der Kleine klingt genauso wie unser Süßi :love: und ist so ein Hübscher...
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich auf EKH-Katzen allergisch reagiere, bei Britisch Kurzhaar Katzen gar nicht. Da hätte ich jetzt ein bisschen Angst, dass ich dann nur wenige Stunden später wieder mit Kopfschmerzen, Übelkeit und brennender Lunge da sitze und es mir überhaupt nicht gut geht :(
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #11
Es gibt auch Tierschutzvereine, die BKHs anbieten.

@Ilvy hast du nicht Kontakt zu einer Gruppe die BKHs in Not vermitteln?

Ich habe selber meinen "Looks-alike" BKH (also ein Tier ohne Stammbaum) vom Tierschutz (obwohl ich eigentlich gar keine "Rassekatze" wollte).

Schau dich in Ruhe um. Im Moment werden sehr viele Katzen abgegeben, die in der Corona Zeit unüberlegt angeschafft wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #12
Das wäre toll :)
Ich persönlich hätte auch nicht den Anspruch einer Rassekatze, aber ich habe eben leider mit mehreren EKH bzw. Mischlingskatzen Symptome bemerkt, z.B. wenn ich bei Freunden oder Verwandten war.

Ich werde auch mal recherchieren ob ich vielleicht entsprechende Vereine finden kann (y)
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #13
Wo wohnst du denn, @Kenai ?
Die PS, von der 2 unser 3 BKHs ( " lookalikes")kommen ist in Bayern, Landshut.
Wenn das für dich infrage käme, schreib ich dir Details, ok?
(Bei uns ist es interessanterweise auch so, dass sowohl mein Mann als auch meine Freundin kaum allergisch auf die Drei reagieren- trotz Katzenhaarallergie bei anderen Miezen.)
 
  • Zweitkatze für chronisch kranken Kater Beitrag #14
Mein Freund und ich wohnen in Niedersachsen zwischen Bremen und Osnabrück. Von daher wäre das vielleicht ein bisschen zu weit :(
Aber vielen Dank :)
 
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