Transport zum Arzt ummöglich

Diskutiere Transport zum Arzt ummöglich im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Nabend zusammen. Ich will mit unserem Kater (13 Jahre) zum Arzt, um ihn, neben der Zahnsteinentfernung, einfach mal checken zu lassen. Er ist...
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Mirfälltnixein

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Nabend zusammen.

Ich will mit unserem Kater (13 Jahre) zum Arzt, um ihn, neben der Zahnsteinentfernung, einfach mal checken zu lassen.
Er ist Freigänger und in der letzten Zeit sehr schreckhaft geworden.
Er zuckt sehr schnell zusammen, die Schwanzspitze "vibriert" permanent, die hinteren Beinchen sind auch nicht mehr ganz so frisch wie in jungen Jahren und manche Verhaltensweisen sind auch etwas merkwürdig geworden.

Leider war es aber schon immer ein riesiges Problem ihn zum Arzt zu bekommen.
Ihn in die Transportbox zu bekommen ist nahezu unmöglich. Das ist für ihn der reinste Überlebenskampf. Und meiner Meinung nach unnötiger Stress für ihn, weil er dann doch "gezeichnet" ist von dem diesem Überlebenskampf.
Wir haben da schon einiges probiert.
Das letzte Mal haben wir sogar im Vorfeld ein leichtes Beruhigungsmittel (kann mich nicht mehr erinnern welches es war) vom Doc bekommen. Aber selbst das hat nichts gebracht.
Im Auto hat er dann den Korb zerlegt (obwohl schon recht stabil), sich eingenässt und ist durch das Auto getobt. Der Doc sagte dann, dass es keinen Sinn machen würde und hat uns wieder nach Hause geschickt.
Ich habe sogar eine mobile Tierärztin, welche explizit damit wirbt Hausbesuche zu machen, in 70km Entfernung kontaktiert und ihr die doppelten Anfahrtskosten zugesagt. Aber auch sie hat abgelehnt.
Ich weiß langsam wirklich keinen Rat mehr. Ich will ihn einfach mal durchchecken lassen.
Hausbesuche werden aber nur dann gemacht wenn es um Euthanasie geht. Ansonsten erklärt sich niemand dazu bereit.
Man bekommt immer das Selbe zu hören: "Schauen Sie, dass sie ihn irgendwie in die Kiste bekommen. Wir können Ihnen da auch nicht helfen."

Hat jemand eine Idee?
Die Hoffnung, dass ein Arzt einen Hausbesuch macht habe ich aufgegeben.
Aber es muss doch ein Beruhigungsmittel geben, welches ein Arzt in entsprechender Dosierung verschreiben kann und das länger als eine halbe Stunde anhält.

Ich möchte wirklich niemandem zu nahe treten, besserwisserisch oder dreist erscheinen!! Das liegt mir fern!
Aber bitte keine Vorschläge wie beispielsweise andere Transportbox bzw. -tasche, den Transportkorb für ihn interessant machen, mit Decke auslegen etc. damit er sich an die Box gewöhnt, ins Spielen mit einbinden, Leckerchen, Katzenminze o.ä.
Alles schon probiert. Es bringt nichts.
Und das ist keine faule Ausrede!

Es kann doch nicht sein, dass unser Kater der einzige ist der da derartige Probleme mit hat. Oder?
Es ist nicht so, dass ich eine vermessene Erwartungshaltung habe!
Aber es muss doch eine Lösung geben.
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #2
Was würdest du denn von einem stabilen Käfig halten?
Oder eine Hundetransportbox für große Hunde?

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum es bei dir keine mobilen Tierärzte gibt. Wohnst du so abgelegen?
Hier werden auch Hausbesuche zum Impfen usw. gemacht.

Ansonsten würde mir nur einfallen den Tierschutz zu kontaktieren und dort um Rat zu fragen. Oder eine gute Tierklinik und dort mal nach einem Beruhigungsmittel zu fragen. Irgendjemand muss deinem Kater ja helfen können.
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #3
Es kann doch nicht sein, dass unser Kater der einzige ist der da derartige Probleme mit hat. Oder?
Nein, er ist bestimmt nicht der einzige Kater, der solche Probleme hat. Mein älterer Kater Peewee hat auch riesige Probleme, wenn er eingesperrt werden soll. In der Transportbox, in die ich ihn gesetzt hatte, weil unsere Tierärztin, die Hausbesuche macht, sich für die Impfung angesagt hatte, hat er sich die Krallen am Türgitter blutig aufgerissen.

Auch, wenn ich ihn nur in ein Zimmer einsperren will, bekommt er Panik und springt gegen die Tür oder versteckt sich in unerreichbaren Winkeln.

Ich habe mich beim letzten Tierarztbesuch mit ihm in unserem Wintergarten ganz entspannt hingesetzt, habe dort gefrühstückt und hatte die Haustür für die Tierärztin vorher schon so eingestellt, dass sie sie öffnen konnte. Sie hat nicht geklingelt, sondern ist einfach hochgekommen. Wenn der Kater dann auf dem Tisch ist, verfällt er in eine Schockstarre und lässt alles mit sich machen. Nach der Behandlung ist er dann ganz entspannt und lässt sich sogar von der Tierärztin streicheln.

Ich habe aber genau wie du ziemliche Sorge davor, dass er doch irgendwann zum Tierarzt gebracht werden muss, denn es können ja nicht alle Behandlungen zuhause gemacht werden. Unser Tierarzt ist ganz toll im Umgang mit Katzen, unser zweiter Kater (Momo) lässt sich ohne Probleme und sogar ohne großes Festhalten von ihm Blut abnehmen, Fieber messen, röntgen… Aber wie ich Peewee überhaupt zu dem Tierarzt bringen soll, weiß ich auch noch nicht.

Wenn du magst, kannst du ja deine Postleitzahl angeben, vielleicht können wir dir ja doch Tipps wegen einer Behandlung zuhause geben. Das wäre für deinen Kater sicherlich weniger stressig, als das Einsperren in die Transportbox und die Fahrt zum Tierarzt.
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #4
Danke für Eure Antworten!

Wir haben schon zwei Boxen und eine Tasche "verschlissen".
An der Qualität der Box soll es ja nicht scheitern.
Ich kann ihm gerne eine große, massive Box/Tasche kaufen oder bauen. Das ist absolut kein Problem.
Es geht aber eher um das Prozedere. Dass es für ihn wirklich ein Kampf um Leben und Tod ist. Und um ehrlich zu sein bring ich es auch nicht mehr übers Herz ihm das anzutun. So dumm das auch klingen mag.
Für ihn ist es Stress pur und mir tut es leid ihn dann in dieser Situation sehen zu müssen.

Wir wohnen nicht abgelegen, nein. Zwischen Aachen und Köln. PLZ 52349.
Aber wenn man bei einer Tierarztpraxis anruft, bekommt man immer wieder zu hören, dass Hausbesuche nur bei Euthansie gemacht würden.
Manchmal wurde damit argumentiert, dass es für das Tier nicht gut sei wenn es in der gewohnten Umgebung, in seinem Territorium, ärztlichen Besuch empfangen würde.
Ob das katzenpsychologisch generell so ist kann ich nicht beurteilen.
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #5
So weit bist du dann gar nicht von mir entfernt, meine Postleitzahl ist 53XXX. Meine Tierärztin hat sich nach der Übergabe ihrer Praxis statt in Rente zu gehen entschlossen, als ambulante Tierärztin weiter zu arbeiten. Du kannst dir ja mal ihre Homepage anschauen, sie bietet ganz unterschiedliche Leistungen zuhause an:


Ich habe aber auch in Köln einige Adressen gefunden, die auf ihrer Homepage ganz normale Behandlungen zuhause anbieten z.B.

(hier findet sich übrigens auch der Transport des Tieres zum Haustierarzt oder zur Tierklinik bei den angebotenen Leistungen)

(dieser ambulante Tierarztservice existiert auch in Aachen)





Ich habe übrigens mit meinen Katzen gute Erfahrungen mit dem Besuch der ambulanten Tierärztin gemacht, die aber zuvor schon viele Jahre meine Tierärztin für meine Hunde war (da war ich in ihrer Praxis). Das einzige, was schwierig ist, ist dass ich selber die Katzen festhalte, während sie untersucht werden oder eine Impfung bekommen. Aber die anderen Tierarztmobile kommen wohl eher mit Tierarzt und einer Tierarzthelferin, da musst du deinen Kater nicht selber festhalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #6
Hallo,

selbst festhalten muss man das Tier ja auch in der Praxis. Das spielt normal keine Rolle. Zu Hause würde ich auch nur im absoluten NOtfall machen. Meine Katzen würden sich zu Hause nie wieder sicher fühlen wenn ich hier einen Fremden ihnen "etwas antun ließe". Da ist aber jedes Tier sicherlich anders. Bei Freigängern wäre ich aber sehr vorsichtig.
Auf gar keinen Fall eine Transporttasche für so ein Tier. Die wird natürlich in Sekunden zerlegt. Das muss schon eine Gitterbox o.ä. sein mit mehrfach gesicherter Tür.

Leider gibt es wohl keine "Beruhigungsmittel" für Katzen. Ich hatte einmal eine richtige Sedierung von der TÄ bekommen für einen totkranken Streuner. Der konnte nach der Tablette zwar die Beine nicht mehr koordinieren, aber vor Panik rumrasen ging leider immer noch o_O

Ich fürchte der einzige Tipp ist: Augen zu und durch. Je öfter er zum Tierarzt musste (oder der nach Hause gekommen ist) umso einfacher wird es. Versuchen kannst Du sicherlich mal über längere Zeit Zylkene zu geben. Wunder wird es aber in dem Fall nicht bewirken.
Weißt Du, warum er sich so verhält? Also was er erlebt hat?
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #7
Danke Euch!!

Ich werde mir die verlinkten Ärzte genauer anschauen und dann nächste Woche mal kontaktieren.

Dass man insbesondere bei Freigängern sehr vorsichtig sein sollte was Hausbesuche betrifft, wurde mir auch schon mehrfach gesagt.
Aber wenn es keine entsprechende Sedierung respektive keine wirklich wirksame Sedierung gibt, sind die Möglichkeiten eben sehr gering.
Schwierig schwierig.

Was er konkret erlebt hat kann ich nich sagen. Es muss aber mit anderen Tieren, welchen auch immer, zu tun haben.
Ich erinnere mich, dass er beispielsweise vor einiger Zeit einmal wie von der Tarantel gestochen vom einen Grundstücksende zum anderen gesprintet ist und sich dann oben am Haus unter der Gartenbank verkrochen hat.
Als ich dann nachsehen wollte wer oder was ihn zu dem Sprint veranlasst hat, konnte ich nichts entdecken.
Wer weiß was da so in unserer Abwesenheit passiert.

Da fällt mir noch etwas ein. Was in den vergangenen Monaten sehr sehr schlimm geworden ist.
Unser Nachbar hat Hunde.
Wenn ich am Gartenzaun bei ihm stehe, dann kommt unser Kater immer hinterher. Er sich dann demonstrativ 1 bis 1,5 m vom Zaun entfernt hin und bringt so die Hunde zum toben.
Manchmal geht er aber sogar bis an den Zaun ran. Neulich hat er dem einen Hund durch den Maschendrahtzaun einen Hieb mit der Pfote verpasst.
Das macht er aber nur bei mir.
Bei anderen aus der Familie bleibt er immer sehr auf Distanz zu den Hunden.
Das hat er "früher" nie gemacht.
Was verbirgt sich hinter einem solch "übermütigen" Verhalten?
Nimmt er die zwei großen Hunde nicht als Gefahr wahr?
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #8
Vermutlich weiß er dass sie ihm nichts tun können :unsure:

Es ist leider zu lange her als dass ich den Thread wiederfände..... hab aber Dunkel in Erinnerung dass hier jemand mal vom Tierarzt ne Sedierungstablette bekommen hatte. Was nicht funktioniert hat. Aber nur weil der/die TE nicht wusste dass man das Tier dann einige Stunden im abgedunkelten Raum separieren muss. Das Problem bei Katzen ist dass sie mehr Adrenalin produzieren als die Tablette an Wirkung hat. Meine KAtzen brauchen teilweise sogar die doppelte Narkose beim Tierarzt..... sollte das mit dem HAusbesuch nicht klappen könntest Du natürlich schauen ob Du einen Tierarzt findest der Dir eine Tablette mitgibt. Dann müsstest Du aber ohne Termin hindürfen. Halt dann wenn die Tablette wirkt. Was wie gesagt Stunden dauern kann.
Aber ehrlich gesagt: meine Erfahrung ist: todesangst hin oder her. Sehr beherzt Katze schnappen, in die Box stopfen, versuchshalber ein Tuch drüber (meine rasten dann erst richtig aus, bei manchen soll es helfen) und los. Die allermeisten Katzen werden mit der Zeit ruhiger wenn sie merken, dass man ihnen null Chance gibt auszukommen und dass ihnen nicht wirklich was passiert.
 
  • Transport zum Arzt ummöglich Beitrag #9
Also zur Beruhigung kannst du ihm Gabapentin Liquid geben. Das ist ein Mittel was u.a. auch bei neuropathischen Schmerzen gegeben wird aber halt auch bei Katzen die extreme Angst haben vorm Transport. Frag Mal deinen Tierarzt. Die Dosierung weiß ich leider nicht auswendig. Die Wirkung setzt so ca knapp 2 Stunden nach Verabreichung ein und sediert ihn etwas. Ich hab das Mittel letzten August nach Milos FORL OP bekommen als Schmerzmittel und er war nach 2 Stunden immer komplett ausgeknockt vllt wäre das ne Alternative?
 
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