Ich habe nacheinander drei wunderbare friedfertige soziale und zärtliche Katerchen/Katze bei mir domestiziert und eine interessante Entdeckung gemacht, was die Erziehung (wer erzieht wen

) und das Verhalten aller Beteiligten, Katzen - Mensch, angeht:
Katzen, die nie etwas Negatives/Bedrohliches/Unfaires in ihrem Leben erlebt haben, sind unglaublich sensibel und feinsinnig, was ihr Verhalten im Umgang mit ihrem Menschen und ihren Mitkatzen angeht. Hier ein paar wichtige Mitteilungen;
- das Verhalten von Katzen sollte nicht wie das Verhalten von einem Menschen bewertet werden. Katzen sind nach meiner Beobachtung von Natur aus, arglos, zärtlich, neugierig, sozial, sehr verspielt, sehr verschmust und sehr sehr witzig! -
- der Mensch muss sich erziehen, die Dinge und Abläufe so zu gestalten, dass seine Katzen nicht in eine missliche Lage geraten/sprich ihren Menschen in diese bringen. -
- Katzen müssen nicht wie kleine Menschen erzogen werden, denn sie reagieren nicht mit Widerstand. Katzen lernen aus der wiederholten Reaktion des Menschen auf ihr Verhalten. Zieht eine junge Katze ihre Krallen nicht ein und verletzt ihren Menschen, dann hat sie nichts Böses/Machtgebährdendes an dir verübt (sie ist kein Mensch) sondern ihr war nicht bewusst, dich mit ihren Krallen zu verletzen. Reagier auf die Folge ihres Verhaltens und nicht auf ihr unbewusstes Verhalten: also ein "Au" und weggehen, und nicht wohlmöglich verärgert auf deine unwissende Katze reagieren. Sie lernt im Fluge.
- Gib deiner Miez gar nicht erst die Möglichkeit, etwas zu tun, was du nicht wünscht. Kratzt sie an Wänden trotz Kratzbäumen, bloß nicht die Wasserpistole mit diesem nassen Geisterstrahl aus dem unkalkulierbaren Nichts, was ihr das sichere Zuhause vergällt, häng einfach Teppiche und Bilder dort hin. - Nachts nicht stören bitte, dann einfach von Beginn an abends die Schlafzimmertür zu und den Schergen zusammen nachts die restliche Wohnung überlassen mit hunderten von heimeligen weichen sicheren Spiel- und Schlafplätzen, (Keine Miez sucht nachts Einlass bei mir).
- Eine Miez handelt nie argvoll, denn sie ist kein Mensch, und sie braucht keinen Dompteur! Soll sie nicht an den Mittagsteller gehen, dann lautlos die Stopphand vorhalten, sie versteht. - Es ist unglaublich, was die Miezchen alles lernen und verstehen, durch Zärtlichkeit, respektvollen Umgang und viel mit Ihnen reden.
- und- wer Katzen hat, sollte Laissez-faire mögen, Katzen einfach alles gewähren, lass sie auf den Esstisch, sie ist wahrscheinlich sauberer als du, halt kurz die Hand hin, wenn sie etwas nicht soll, z. B. dein Sahnehäubchen vom Kuchen nehmen, Übrigens eine liebevoll gehandhabte Katze hat so viel Respekt, dass sie es (zumindest in deiner Gegenwart

) nicht macht.
-Respektier deine wunderbaren Katzen als Lebensformen im selben Territorium und nicht als untertänige Schoßtiere, dann klappt alles gut und Mensch und Tier bereichern sich gegenseitig ungemein!
Ein wiederkehrendes verlässliches alltägliches Konzept, (gleiche Fütterungszeiten, verlässlich widerkehrende Tagesrituale wie Spielen, Kuscheln. Immer reinliche Katzentoiletten, zur Fütterung immer sauberes essbares und schmeckendes Futter)