Hallo zusammen,
ich hoffe, ich kann hier einen kompetenten Austausch starten zu einem Thema, das ich alleine wohl eher nicht gelöst bekomme.
Die Geschichte:
Im Mai habe ich einen jungen Kater aufgenommen, der mit in einer sehr kleinen Stadtwohnung mit unzähligen anderen Katzen und Hunden lebte. Er ist nicht kastriert, was mir große Sorgen machte, sich aber als eher problemlos herausgestellt hat. Er ist, meiner Meinung nach, eine Sibirische Waldkatze oder ein Mix, aber eher klein und leicht, er wiegt nur viereinhalb Kilo und ist für meinen Geschmack etwas zu dünn hintenrum.
Nach anfänglicher Schüchternheit hat er sich gut eingelebt, zwischenzeitlich auch größere Anfälle von Mut gezeigt, der Wäscheständer ist hin, sämtliche Schranktüren sind aufgekratzt und der Ledersessel im Büro ist kaum mehr als solcher zu erkennen.
Mittlerweile schmeißt er sich extrem an mich ran, schiebt seinen Kopf in meine Achsel, hält meine Hand. Wir sind zusammengewachsen und ich mag ihn sehr.
Was leider nicht ganz so schön ist: er läuft mehrmals täglich durch die Wohnung (140qm) und miaut ganz durchdringend, ein bisschen so, wie es Katzen tun, wenn sie im Auto fahren müssen. Dieser unsägliche Ton von ganz unten, bei dem man als Mensch so gar nicht verstehen kann, wie ein so kleines Weser derartige Geräusche produzieren kann. Und es gilt nicht mir, er spricht mich nicht an, er läuft sogar in das entgegen gelegene Ende der Wohnung, wo er alleine ist. Ich kann das schlecht einordnen, ich kenne das von keiner meiner vorigen Katzen. Hat das eine sexuelle Komponente? Ruft er nach einer Geliebten? Geruchskontakt ist hier völlig ausgeschlossen, er riecht, sieht oder hört niemals eine andere Katze, schon gar nicht eine rollige Kätzin. Oder ist er einsam? Sucht er nach den Kollegen, mit denen er einst zusammenlebte?
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand weiterhelfen kann, in seinem Sinne.
Alexandra