Trauer

Diskutiere Trauer im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo liebe Community, ich habe meinen ersten und letzten Beitrag am02.03.2022 geschrieben.. es ging um den Tod meiner geliebten Katze Luna.. sie...
  • Trauer Beitrag #1
LunaZirah

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Hallo liebe Community,

ich habe meinen ersten und letzten Beitrag am02.03.2022 geschrieben.. es ging um den Tod meiner geliebten Katze Luna.. sie ist am 27.02.2022 für immer eingeschlafen😭
Ich habe eine Frage: wieso werden die Schuldgefühle schlimmer? Ich habe gedacht mit der Zeit wird der Schmerz zwar da sein aber erträglicher, aber es nimmt bei mir immer mehr zu.. ich habe Nachts das Gefühl zu ersticken, weil ich mir solche Vorwürfe mache, vielleicht ein Zeichen übersehen zu haben, ihr falsches Futter gegeben zu haben.. zu dem war ich teilweise gegen Ende ihres Lebens etwas grob zu ihr, hab es einfach übersehen das sie älter geworden ist oder wollte es nicht wahr haben.. wie auch immer. Aber gegen Ende hat sie jedesmal nicht in ihr Klo sondern überall anders im Haus gemacht und ich mit 2 kids und 2 Katzen sowieso total im Stress.. habe gedacht sie macht es mit Absicht, dann war ich manchmal laut zu ihr und habe sie auch mal grob auf die Seite geschubst oder so. Nie mit dem Gedanken ihr wirklich weh zu tun, sondern ihr einfach zu zeigen das sie doch in die Katzentoilette machen soll. Sie war meine erste Katze, ich hatte sie ganze 16 jahre bei mir, hab sie mit glässchen aufgezogen.. wir hatten eine andere Bindung, das Gefühl, etwas übersehen zu gaben macht mich verrückt.. war ich vielleicht nicht gerecht zu ihr, hat sie sich einsam gefühlt? Ach ich weiß auch nicht, wann es besser wird und wieso es mein Herz noch mehr zerreißt als an dem Tag… wer hatte diese Gefühle fast nach einem Jahr auch?
tut mir leid für den langen Text, bestimmt mit viel Schreibfehler verzeiht es mir aber während ich es schreibe, weine ich wie ein kleines Kind.Luna du fehlst mir so sehr…😭
Liebe Grüße
Berna mit Luna💔 und Zirah❤️
 
  • Trauer

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  • Trauer Beitrag #2
Hallo und Willkommen zurück.

Es tut mir sehr leid dass du den Tod von Luna so schlecht verkraftest.
Ich würde mal in Erwägung ziehen mir professionelle Hilfe zu Holen, damit meine ich ein Therapie oder so etwas in der Art.

Ich weiß dass es Trauerbegleiter gibt, die einen auch bei dem Tod eines geliebten Haustieres helfen.
Allerdings habe ich damit noch keine persönliche Erfahrung gemacht, deshalb kann ich dir leider keinen empfehlen, bzw. nicht einschätzen wie da gearbeitet wird.
Vielleicht magst du mal im Netz danach suchen und schaust ob dies etwas für dich sein könnte.

Ich wünsche dir gute Besserung und ganz viel Kraft.
 
  • Trauer Beitrag #3
habe gedacht sie macht es mit Absicht, dann war ich manchmal laut zu ihr und habe sie auch mal grob auf die Seite geschubst oder so. Nie mit dem Gedanken ihr wirklich weh zu tun, sondern ihr einfach zu zeigen das sie doch in die Katzentoilette machen soll. Sie war meine erste Katze, ich hatte sie ganze 16 jahre bei mir, hab sie mit glässchen aufgezogen.. wir hatten eine andere Bindung, das Gefühl, etwas übersehen zu gaben macht mich verrückt.. war ich vielleicht nicht gerecht zu ihr, hat sie sich einsam gefühlt? Ach ich weiß auch nicht, wann es besser wird und wieso es mein Herz noch mehr zerreißt als an dem Tag… wer hatte diese Gefühle fast nach einem Jahr auch?
Ich kann Dich gut verstehen. Solche Szenen, die Gedanken daran, schnüren einem das Herz ein. Man möchte es wieder gutmachen aber es geht nicht mehr. Man macht sich Vorwürfe, fragt sich wie man so hart und verständnislos sein konnte. Man zweifelt an sich selbst. Manchmal hasst man sich sogar dafür, weil man so doch garnicht sein möchte/ doch garnicht ist.

Liebe Berna, ich kenne das auch. Mit früheren Katzen/Tieren/Menschen habe auch ich Dinge gemacht (oder unterlassen), aus Unwissenheit, aus Überforderung; die ich mir bis heute schwer verzeihen kann und die ich noch mit mir herumtrage.
Manchmal wenn ich daran denke (und bei mir ist es wesentlich länger her, als ein Jahr) könnte ich jetzt noch heulen; frage mich, warum ich so scheisse war damals. Warum ich dem mir anvertrauten Lebewesen nicht stärker gerecht geworden bin, in einer Zeit der Bedürftigkeit.

Soviel zu diesen Emotionen, die zum Leben dazugehören, wie Schuldgefühle, Selbstzweifel und Trauer.

Wenn Du aber merkst, dass die Situation Dich auffrisst, Du an nichts anderes mehr denken kannst und Dich die Situation so runterzieht, dass Dein Leben über Gebühr beeinträchtigt wird, dann läuft bei dir etwas im Umgang mit diesen Emotionen aus dem Ruder.
Das hat hat dann nicht mehr nur mit dem geliebten Tier zutun, sondern mit Deiner Fähigkeit Traueremotionen zu bewältigen.

Du wirst im Leben noch des öfteren etwas/jemanden zu betrauern haben. Vielleicht hattest Du auch schon zu häufig damit zu tun und bist deshalb geprägt.
Wenn Du nun bemerkst, dass Deine Resilienz dafür nicht mehr ausreicht, hole Dir Hilfe.
Deine Katze erinnert Dich gerade aus dem Jenseits daran, dass Du eine Baustelle hast an der Du, für die Zukunft arbeiten solltest. Sei ihr dankbar dafür und nimm es in Angriff.

Viele liebe Grüße,

Nicola
 
  • Trauer Beitrag #4
Liebe Berna,
Nicola hat dir wirklich eine tolle Antwort geschrieben.
ich habe im letzten November meine erste Katze verloren. Sie ist krank geworden, es wurde eine CNI diagnostiziert und es ging plötzlich rapide abwärts, obwohl sich die Erkrankung im Anfangsstadium befand und der Nierenwert nur leicht verändert war. Ich dachte, wir hätten noch viel mehr Zeit und bin quasi davon überrascht worden, dass ich sie gehen lassen musste.
Ich frage mich auch immer, ob ich nicht das eine oder andere falsch gemacht habe und habe Schuldgefühle.
Wenn ich daran denke, fange ich auch an zu weinen.
Ich weiß aber, dass es irrationale Gedanken sind, die der Trauer entspringen.
Vor allem weiß ich, dass ich Depressionen habe und diese Gedanken der Depression Futter geben.
Ich kann nur eines ändern - nämlich mein Verhalten. Also bin ich viel aufmerksamer meinen anderen Katzen gegenüber. Es wird hoffentlich bald eine neue Katze einziehen, aber nicht für mich, sondern für einen meiner Kater. Diesem fehlt nun eine Katze zum Putzen, Stapeln und Kuscheln. Darauf freue Ich mich.

Ich lese aus deinen Zeilen eine Überforderung heraus. Stress und Überforderung können in eine Depression führen. Oder auch Burn Out, wenn dir das lieber ist. Vielleicht besteht das schon länger, so dass du deiner Katze gar nicht die Aufmerksamkeit geben konntest, dessen Fehlen du jetzt bedauerst.
Bei mir war auch ein Jahr im Keller der Traurigkeit der Grund, warum mich mein Hausarzt zu einer Psychotherapeutin geschickt hat. Das hat mir sehr geholfen.

Alles Liebe
Moni
 
  • Trauer Beitrag #5
Hallo ihr Lieben,

Komme endlich zum antworten.. das alles was ihr geschrieben habt, tut mich aufmuntern aber zeigt mir auch das ich wirklich eine professionelle Holfe benötige.. dieser Schmerz wird unerträglicher.. habe demnächst einen Termin beim Pyschologen und werde sehen ob es mir was bringt.. ich danke euch, für eure Mühe und Zeit mit zu antworten ihr lieben. Wünsche euch alles gute mit oder auch ohne euren vierbeinern..

An alle verstorbenen Miezen, ihr fehlt uns.. 💔spielt schön miteinander. Wir denken an euch und ihr seid immer in unseren Herzen❤️

Liebe Grüße
Berna mit Luna💔 und Zirah
 
  • Trauer Beitrag #6
Wie süß Berna.. bei deinem letzten Satz musste ich sehr schlucken.

Aber wie gut, dass du so schnell einen Psychologen gefunden hast. Ich hoffe, er passt zu dir und die Therapieform, die er anwendet, auch.
Es sollte jedenfalls nicht so sein, dass der Schmerz schlimmer wird.
 
  • Trauer Beitrag #7
Hallo LunaZirah,

mache dir mit Vorwürfen nicht das Leben so schwer, denn es ist nicht so, wie du es denkst.
Das Sterben gehört zu unserem Leben und daran hat niemand schuld.

Das würde dir Luna vielleicht jetzt dazu sagen.

Ich werde leben,
solange Euer Herz schlägt.
Ich werde leben,
solange ich bei Euch einen Platz
im Herzen habe.
Ich werde leben,
solange Ihr Euren Weg geht.
Ich werde leben,
solange in Eurem Leben
ein Lächeln erscheint.
Wenn Ihr mich sucht, dann sucht in
Eurem Herzen.
Wenn Ihr mich dort findet,
dann lebe ich in Euch weiter.


(Milead A.Yousef Shalin)

An dieser Stelle noch einen kleinen Trost:


In diesem Sinne, alles liebe, von uns.
 
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