Als wir uns vor elf Jahren für Katzen entschieden, nahmen wir bewusst zwei Kitten, damit sie miteinander spielen können. es gibt keinen Freigang, mein Mann und ich sind beide berufstätig, die Kinder waren damals in der Schule, inzwischen ist die älteste überhaupt ausgezogen.
Gestern mussten wir uns von unserem geliebten Kater verabschieden und in die Trauer mischt sich die Sorge, wie es mit seiner Schwester weitergehen wird?
Ich bin emotional noch nicht bereit für ein "Ersatztier". Das kann nach einem Tag natürlich auch nicht erwarten, das ist mir klar. Aber ich weiß nicht, ob sich das in den nächsten Monaten ändern wird. Im Moment denke ich nur: Keine Katze der Welt kann mir jemals meinen kleinen Tollpatsch ersetzen.
Seine Schwester ist zudem eine Krawallschachtel, die schon ihren Bruder nach dem ersten Klinikaufenthalt nur noch anfauchte (s.u.). Ob die überhaupt eine fremde Katze in ihrem Revier dulden würde?
So oder so, ich kann das auch nicht. Jetzt nicht, ich weiß nicht, ob jemals.
Aber ich liebe auch meine Katze, auch wenn das jetzt vielleicht klingt, als hätte ich nur am Kater gehangen. Ich liebe auch seine Schwester und will, dass sie glücklich ist.