Hallo ihr Lieben,
ich hoffe mir kann hier jemand helfen und ihr nehm euch Zeit diesen etwas längeren Text zu lesen.
Unser 12 jähriger Kater frisst seit einigen Wochen immer schlechter und hat vor circa 2 Wochen aufgehört zu Fressen und scheint unserer Meinung nach dabei Schmerzen zu haben.
Vorgeschichte:
Er hat eine lange Vorgeschichte mit FORL und schon einige OPs hinter sich. Bei der letzten OP (vor ca 7 Monaten) wurden ihm dann alle verbleibenden Zähne entfernt (mit Dentalröntgen). Generell waren die Röntgenbilder laut der Ärzte immer extrem uneindeutig und sie haben auf Verdacht die Zähne entnommen bei denen sie nur minimale Veränderungen gesehen haben, aber die eigentlich kaum nach FORL aussahen.
Nach den OPs war dann immer für einige Monate oder mal ein Jahr alles gut, bis es wieder von vorne anfing.
Da mittlerweile alle Zähne draußen sind und er bis jetzt auch gut gefressen hat, hatten wir gehofft, dass das ganze jetzt vorbei ist. Von außen hat man übrigens nie etwas sehen können, was darauf hingedeutet hat.
Sonst hat der keine Vorerkrankungen außer Arthrose, die mit Solencia "behandelt" wird. Die letzte Spritze war Anfang April und scheint auch zu helfen.
Da er vor etwas mehr als 2 Wochen aufgehört hat zu fressen waren wir am 2. Tag mit ihm beim Arzt. Durchfall kam dann auch noch dazu -> er hat was gegen die Schmerzen und Übelkeit und Appetitanregung gespritzt bekommen, was aber nicht half. Wir haben angefangen ihn mit Reconvales und einer Spritze zu Füttern und sind als der Durchfall nicht weg ging nochmal zu einem anderen Arzt gegangen.
Dieser hat dann Ultraschall der Organe gemacht und ein Blutbild, beides sah gut aus.
2 Tage später hat er dann eine Kortsionspritze gegeben um ihn wieder zum Fressen zu bekommen und auch einen Giardientest gemacht.
Der war positiv und seitdem behandeln wir wir ihn mit Panacur (5 Tage -5 Tage Pause - 5 Tage).
Der Durchfall hat sich nach ein paar Tagen gelegt, allerdings in der Pause wieder angefangen und es war ihm wieder sichtlich schlecht.
3 Tage nach der Kortisonspritze fing er wieder an kleine Portionen zu fressen, allerdings weiterhin mit Anzeichen von Schmerzen.
Das heißt er fraß meistens nur ein bisschen und tut sich mit Brocken schwer, da er sie fallen lässt und machte Geräusche beim essen. Manchmal hat er auch geschnaupt und generell ist er dann schnell wieder weggegangen. Er hatte aber Hunger und kam auch wieder in die Küche um nach Futter zu betteln.
Seit Freitag ist es jetzt wieder schlechter und dachte er eine ganze Dose Gourmet Gold Pastete aus meiner Hand gegessen hatte hat er wieder komplett aufgehört zu fressen. Zusätzlich kam dann am Ende der Panacur Pause der Durchfall und Übelkeit zurück.
Das einzige sind seine Lieblingsleckerlis die er wegen dem Getreide in Kombination mit den Giardien eigentlich nicht haben dürfte.
Wir haben alle Futtersorten und Konsistenzen durchprobiert.
Am Samstag waren wir nochmal im Notdienst bei einer anderen Ärztin, die ihn sehr genau abgetastet hat und auch das Mäulchen angeschaut hat.
Sie fand alles unauffällig, außer dass sie hinter dem einen Kiefergelenk eine winzige Verhärtung gespürt hat. Sie meinte dass es ein Lymphknoten, oder Gewächs oder sonstiges sein kann. Sie hat ihm eine Mischung aus Metacam und einem anderen Schmerzmittel gespritzt und was gegen Übelkeit (aufgrund der Giadien) und was Homöopathisches für den Darm mitgegeben.
Daraufhin ging es ihm den ganzen Tag nicht gut, da er die Schmerzmittel wohl nicht vertragen hat, was sich aber über Nacht wieder gegeben hat.
Er zeigt seit Sonntag dann wieder "mehr" Interesse am Futter aber frisst wenn dann nur ein paar kleine Brocken am Tag.
Uns ist auch aufgefallen, dass er öfter mal zittert. Ich habe gelesen, dass sowas von Giardien kommen kann oder aber auch von Schmerzen und ich mache mir Sorgen. Momentan kriegt er kein Schmerzmittel, da er es nicht so gut verträgt und da es ihm in unseren Augen nicht geholfen hat.
Wir haben diesen Donnerstag einen Termin in der Tierklinik Hofheim mit Möglichkeit zum CT oder MTR falls notwendig. Früher ging es leider nicht.
Allgemein schläft er viel und man sieht ihm an dass es ihm nicht so gut geht, will aber auch raus. Und er ist uns gegenüber misstrauisch, weil wir ihn mehrmals am Tag mit der Spritze füttern müssen und er mag das natürlich nicht.
Meine Fragen wären:
Hat jemand schonmal Erfahrung mit FORL gemacht und es gab immer noch Probleme nachdem alle Zähne mit Dentalröntgen entfernt wurden?
Ich habe Angst, dass er deshalb weiterhin Schmerzen hat weil es ja auf den Röntgenbildern schlecht zu unterscheiden ist was Wurzel war und was Knochen. Die Atze haben es so erklärt, dass die Wurzel mit der Zeit zu Knochen wird und man geht davon aus ab dem Zeitpunkt davon keine Schmerzen mehr ausgehen. Aber woher soll man das sicher wissen.
Zum Zittern: ist das bei euch im Zusammenhang mit Gardine aufgetreten?
Und sonst habt ihr irgendwelche Ideen, was man noch untersuchen könnte? Ich will ungern ohne Diagnose aus der Tierklinik, da sich das jetzt schon lange zieht.
Liebe Grüße Alissa