Hallo ihr lieben. Ich habe mich gerade erst in diesem Forum registriert, da ich vor zwei Tagen meinen Kater einschläfern lassen musste und nicht weiß, wie ich die starke Trauer und die Schuldgefühle überwinden soll.
Unser Kater wäre in ein paar Wochen 20 Jahre alt geworden. Er hatte ein sehr schönes Leben in der Natur



Im letzten Jahr hat er ziemlich abgebaut…er hat weniger gefressen, war nicht mehr so viel aktiv, sondern hat viel geschlafen.
Vor 2 Wochen waren wir mit ihm beim Tierarzt. Dort wurde festgestellt, dass er Probleme mit den Nieren hat, Blutanämie und uns der Rat gegeben, sofort mit ihm zu kommen, wenn er einen Tag nichts fressen würde.
Dennoch hat er immer den Eindruck erweckt zufrieden und glücklich zu sein! Er hat noch am Abend bevor er einschlafen musste mit mir gekuschelt, geschnurrt und ist durch den Garten gelaufen. Auch gefressen hat er wieder. Zwar deutlich weniger als früher, aber man hatte das Gefühl, dass er sich wieder erholt hat.
Am besagten Tag habe ich ihn morgens auf dem Boden gefunden, krampfend, er hatte Kot verloren und sich übergeben. Er lag hechelnd mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden und hat weder auf meine Berührungen, noch Worte reagiert.
Ich habe ihn sofort in die Transportbox gepackt und bin mit ihm zum Tierarzt gefahren. Dort angekommen sagte mir die Tierärztin, dass es schlecht für ihn aussieht. Sie meinte, dass sich Katzen am Ende über eine lange Zeit nur quälen würden und sie ihn deswegen dieses Leid lieber ersparen würde. Ich selbst stand so unter Schock, dass ich diese Entscheidung nicht mehr lange hinterfragt habe, sondern ihr zugestimmt habe. Ich konnte es nicht ertragen meinen Kater so hechelnd vor mir liegen zu sehen. Ich hatte Angst, dass er jeden Moment ersticken würde. Die Ärztin war sehr einfühlsam, aber ich mache mir jetzt im Nachhinein so große Vorwürfe, da die Entscheidung gefallen ist, ohne ihn erneut zu untersuchen.
Was ist, wenn er „nur“ eine Vergiftung hatte, weil er im Garten irgendwas erwischt hat?
Rückblickend hätte ich mir vielleicht mehr Zeit nehmen sollen und zunächst probieren ihn zuhause zu beruhigen. Ich habe ihn noch nie zuvor so gesehen, deswegen dachte ich in diesem Moment, dass es das beste wäre so schnell wie möglich zum Tierarzt zu fahren…
Was wenn es Epillepsie oder Ähnliches war, das man heilen könnte?
Die Tierärztin hat mir erklärt, dass sie davon ausgeht, dass er eine schwere innere Krankheit hat. Zudem wurden auchbeim letzten Arzttermin Metastasen im Rücken bei ihm vermutet. Auch hier wollte die Ärztin nicht mehr untersuchen, da man ihm eine Narkose aufgrund des Alters ersparen wollte. Hätte ich hier widersprechen sollen und eine Untersuchung veranlassen sollen? Nicht nur der Verlust tut mir so weh, sondern auch die Tatsache, dass ich diese Entscheidung nicht verarbeiten kann, da ich nicht mal genau weiß, was in diesem Moment bei ihm ablief….
