Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht?

Diskutiere Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen. Wir sind neu hier im Forum und haben uns eigens für diese Frage angemeldet. Wir haben vorher schon in vielen Foren gelesen und...
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DieterB

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Hallo zusammen.

Wir sind neu hier im Forum und haben uns eigens für diese Frage angemeldet. Wir haben vorher schon in vielen Foren gelesen und uns dann für dieses hier entschieden, weil es uns von den Antworten und Usern her am sypathischsten ist. Es geht um folgendes:

Wir überlegen, die etwa 10-jährige Katze einer verstorbenen Dame bei uns aufzunehmen, um ihr ein schönes zu Hause und einen ruhigen angenehmen Lebensabend zu ermöglichen und sie vor allem vor dem Tierheim zu bewahren. Allerdings sind wir uns unsicher, ob das auch wirklich richtig und im Sinne der Katze wäre bzw. ob unsere Lebensumstände, -umgebungen und -gewohnheiten wirklich gut für die Katze wären und sie damit klarkommen würde. Deshalb wollten wir unsere Situation hier mal darlegen und uns Ratschläge und Meinungen von Katzenliebhabern und Auskennern einholen.

Zur Katze: Wir kennen sie bisher nicht bzw. nur von Fotos und sie kennt uns entsprechend auch nicht. Sie ist wie gesagt etwa 10-11 Jahre alt und gehörte einer älteren Dame, die nun leider verstorben ist. Die Frau wohnte mit der damals noch jungen Katze wohl in einem Haus wo die Katze auch (gelegentlich?) Freigang hatte. In den letzten Jahren wohnte die Frau aber in einer altersgerechten Wohnung an einer vielbefahrenen Straße und die Katze war eine reine Wohnungskatze. Bis vor ein paar Jahren hatte die Katze noch einen Kater als Mitbewohner, der dann aber irgendwann verstorben ist, sodass sie die letzten Jahre Einzelkatze war.

Zu uns: Wir sind ein kinderloses Paar, hatten bislang keine (gemeinsamen) Haustiere aber in unserer Kindheit, Jugend und als junge Erwachsene schon mal Katzen und Hunde, kennen uns also ein Bisschen aus im Umgang mit Haustieren und sind auch aus dem Alter raus, dass man sie auf den Arm nehmen und knuddeln und mit ihnen spielen will. Auch finden bei uns zu Haus keine wilden Partys mehr statt oder geht ständig Besuch ein und aus, aus dem Alter sind wir raus :) Wir wohnen in einer Wohnung (3 Zimmer, 60qm) mitten in der Stadt relativ weit oben mit Balkon (ca. 6qm). Die Wohnung sollte von der Größe her für die Katze passen und den Balkon würden wir natürlich mit Netz sichern. Und vom finanziellen her sollte es auch kein Problem sein und wir sind uns auch bewusst, dass eine ältere Katze auch teurer sein kann was Tierarztkosten etc. angeht. Soweit so gut. Nun geht es aber um unsere Lebensumstände und Gewohnheiten, die wir nicht bzw. nicht komplett ändern können und wollen: Wir sind beide berfufstätig und tagsüber etwa 8, 9, 10, manchmal auch 11 oder 12 Stunden unterwegs, verlassen also morgens die Wohnung und kommen nachmittags/abends wieder. Meist hat einer von uns 1-2 Tage Homeoffice, aber auch nicht immer. Am Wochenende sind wir meist zu Hause. Wir verreisen meist 2x im Jahr, im Frühjahr und im Herbst für je zwei Wochen, und müssten die Katze dann wohl in eine Katzenpension geben oder mit in den Urlaub nehmen, wenn es in Deutschland wäre und die Unterkunft das erlauben würde. Und - und das ist unser größter Unsicherheitsfaktor - wir haben einen Kleingarten (knapp 300qm, natürlich nicht katzenausbruchsicher umzäunt, Kleingarten halt), in dem wir gerade in den Sommermonaten viel Zeit verbringen, also nach Feierabend und vor allem an den Wochenenden, dann übernachten wir dort auch öfter. Er ist ca. 15 Minuten mit dem Auto entfernt.

Zu unseren Bedenken: Es heißt ja, dass Katzen, die viel alleine sind, einen Artgenossen brauchen. Das ist für uns unrealistisch, dass wir für sie noch eine zweite Katze/Kater anschaffen, das wäre uns einfach zu viel. Sie müsste also alleine bleiben. Wir haben jetzt nicht so sehr Sorge, dass wir sie nicht an eine Transportbox oder ein Geschirr gewöhnen können oder dass sie sich nicht in einer Katzenpension wohlfühlen würde. Die größten Sorgen haben wir, was den Kleingarten angeht. Vorab: Die Gartenordnung ist da etwas schwammig, was die Kleintierhaltung angeht und das ganze Thema Kleingartenordnung soll hier auch nicht das Thema sein. Es geht uns vor allem um die Sommerwochenenden, die wir gerne weiterhin im Garten verbringen wollen und die Katze entsprechend mitnehmen wollen/müssen. Wir wissen von Leuten, die das seit Jahren so handhaben mit Wohnungskatze und Wochenendgrundstück und von früher kennen wir auch Leute, die ihre (teure) Wohnungskatze fast überallhin mit dem Auto mitgenommen und dort dann draußen mit einer langen Leine laufen gelassen haben. Wie gesagt: Das Mitnehmen an sich stellen wir uns gar nicht sooo problematisch vor, das ist sicher nur eine Gewohnheitssache. Das könnte man ja auch das kommende halbe Jahr bis zur nächsten Gartensaison üben. Und anfangs würden wir sie auch nur mit Geschirr und Leine in den Garten lassen, aber auf die Dauer können wir uns das einfach nicht vorstellen, sie dort an die Leine zu legen, da soll sie sich dann schon frei bewegen und auch mal rumstreunen dürfen. Wir haben aber große Sorge, dass sie sich an das Freigängersein gewöhnen könnte und dann in den Wintermonaten nicht versteht, dass sie sich nur mit der Wohnung und dem Balkon zufrieden geben muss. Außerdem stellen wir uns auch die Frage, ob sie auch immer wieder regelmäßig und rechtzeitig zu uns zurückkommen würde in den Garten, wenn sie auf Pirsch ist, z.B. sonntagsabends, wenn wir nach Hause fahren müssen.

Soooo.... Wenn man die ganzen Dinge mal zusammenschreibt, kommt ja doch schon die eine oder andere A4 Seite zusammen, hoffentlich schreckt das nicht so viele Leute ab das alles lesen zu müssen ehe man seinen Senf dazugeben kann. :oops::LOL: Aber wir finden, dass es das Mindeste ist, sich vorher ausgiebig Gedanken zu machen und auch weitere Meinungen einzuholen, bevor man sich in so ein Abenteuer stürzt, sowohl im Sinne der Katze aber auch in unserem eigenen Interesse, denn es ist ja niemandem geholfen, wenn wir festtellen, dass das nicht passt und wir und erst aneinander gewöhnen und sie dann doch wieder abgegen oder sogar ins Tierheim bringen müssen. Und genau da sind wir wieder am Ausgangspunkt angekommen: Wir wollen unbedingt vermeiden, dass sie ins Tierheim muss und würden ihr gerne ein schönes neues zu Hause für ihren Lebensabend bieten. Aber nur, wenn es die Umstände zulassen...

Wir sind auf eure Gedanken, Meinungen und Ratschläge gespannt. Sollten wir noch etwas vergessen haben oder ihr noch Fragen haben, immer gerne! Vielen lieben Dank schon mal an alle!
 
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  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #2
Hallo Dieter und Herzlich Willkommen im Forum.

Ich finde es total toll dass ihr überlegt die Katze zu übernehmen, damit sie nicht ins Tierheim kommt.
Wo ist die Katze denn im Moment?
Außerdem begrüße ich es sehr dass ihr euch im Vorfelde erkundigt und euch Gedanken macht.

In meinen Augen spricht nichts dagegen die Katze zu übernehmen.
Sie ist ja schon ein älteres Tier und hat (wenn ich alles richtig verstanden habe) bisher bei der älteren Dame auch alleine gelebt. Da wäre eine Vergesellschaftung mit einer anderen Katze wahrscheinlich eh nicht einfach geworden.
Da die alte Dame ja verstorben ist wird die arme Katze im Moment eh durch den Wind sein und ist vermutlich froh dass sie bei euch ein neues Zuhause bekommt. Außerdem weiß ja niemand wo sie anschließend landet. Außerdem sind meines Wissens nach die Tierheime im Moment sowieso überfüllt und gerade ältere Katzen werden nur schwer vermittelt. Ein kleiner Balkon ist doch das Schönste was der Mieze passieren kann.
Was ich damit sagen will: Stürzt euch in dieses Abenteuer und nehmt die Katze bei euch auf. Alles andere wird sich finden.
Ob sie mit in den Urlaub fahren kann, von Katzensittern betreut wird oder in eine Pension geht wird die Zeit zeigen.
Gibt es die Möglichkeit die Katze zu besuchen?

Vielleicht magst du hier noch ein wenig lesen:
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #3
Hallo und herzlich wilkommen.
Ich schreib einfach mal meine Gedanken dazu.
Sicher ist es eine Typfrage, an was man die Katze im fortgeschrittenen Alter noch gewöhnen kann. Ihr kennt sie noch nicht, wisst also nicht, wie sie so drauf ist.

Ein Kitten könnte man an so wechselhafte Bedingungen noch gewöhnen. Aber eine alte Stubenkatze, die keine Action gewöhnt ist? Auf so ein Tier kann es zutiefst verstörend wirken. Ein Umzug, lange Verweildauer ohne Mensch in der Wohnung, Gewöhnung an ein Geschirr und Teilzeitaufenthalt in einer Parzelle....
Klar kann das auch klappen aber die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier davon extrem gestresst wird und die Rechnung nicht aufgeht ist um einiges größer.
Von meinen Katzen würde keine das tolerieren und ich würde es somit nicht machen.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #4
Hallo Dieter,
ich finde es toll, dass ihr euch Gedanken um das Schicksal dieser Katze macht. Wo ist die Katze denn aktuell?
Wir sind beide berfufstätig und tagsüber etwa 8, 9, 10, manchmal auch 11 oder 12 Stunden unterwegs, verlassen also morgens die Wohnung und kommen nachmittags/abends wieder.
Der Zeitraum des Alleinseins klingt leider arg lange für eine Katze, die die letzten Jahre wohl eher wenig allein gewesen sein dürfte.

Warum ist für euch das Tierheim so schlimm, dass man ein Tier davor "bewahren" müsste?
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #5
Ich habe zugegeben nicht alles durchgelesen.
Was mich zugegeben ein wenig Bauchschmerzen bereiten würde, wäre die tägliche Zeit die sie alleine sein müsste.
Bisher hatte sie durch die ältere Dame immer Gesellschaft und wäre durch eure Arbeit die ganze Zeit alleine.

Unsere erste Katze musste alleine bleiben, das werden wir nie wieder machen. Sie hat sich eindeutig zu einsam gefühlt.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #6
Warum ist für euch das Tierheim so schlimm, dass man ein Tier davor "bewahren" müsste?
Meine Gedanken dazu: Ich weiß ja nicht wo Dieter herkommt, aber hier ist das Tierheim im Moment die absolute Katastrophe.
Es ist so überfüllt (seit längerem herrscht ein totaler Aufnahmestopp), dass die Tiere im Augenblick in der Quarantänezone in kleinen Hasenkäfigen untergebracht sind.
Schon zwei Mal in den letzten Jahren grassierte dort eine Seuche (Parvo) und hat erhebliche Opfer gefordert.
Von daher kann ich diesen Ansatz gut verstehen.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #7
@Tinaho
Danke, das ist mir bewusst.
Ich wollte allerdings gerne vom TE wissen, was seine Gründe sind, dass er von "davor bewahren" spricht.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #8
Vielleicht sieht der TE einfach realistisch, dass eine ältere Katze bei den derzeit sowieso überfüllten Tierheimen schlechte Karten hätte, ein neues Zuhause zu finden.
Ob das überfüllte Tierheim, in dem sie mit vielen fremden Katzen zusammen leben müsste, für sie weniger Stress wäre, als das Leben bei dem TE?
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #9
Hi, wir sind voll berufstätig und auch oft 8-9 Stunden nicht zuhause. Nun haben wir zwei Kater, die aber auch wenn wir zuhause sind, fast den ganzen Tag schlummern und erst abends aktiv werden. Das ( und auch das Futter Management) sehe ich also weniger als Problematisch. Für die Urlaubszeit würde ich eher zu einem Sitter raten, da ich der Meinung bin das Katzen weniger Stress in der bekannten Umgebung haben.
Ich kann mir auch vorstellen, das mit viel Training die Miez auch an ein Geschirr gewöhnt und somit auch Spaziergänge machbar sind. Bedenkt bitte dabei , das sie durchaus auch bei schlechtem Wetter oder im Winter dann auch mal raus möchte. Für eure Laube würde ich dort anfragen, ob ihr ein kleines Gehege bauen dürft. Dann ist es ähnlich wie zuhause mit dem Balkon. Auch in dem Alter kann sie noch einiges lernen.
Mir würde nur Bauchschmerzen bereiten, wenn sie dort Freigang hat und nicht auf Abruf zur Heimfahrt kommt und auch das ihr was passieren kann.

Wenn sie sich dann ans Autofahren gewöhnt hat, wäre ein gesichertes Areal doch auch eine Lösung, oder?
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #10
Hallo zusammen und vielen herzlichen Dank für die vielen, schnellen und ausführlichen Reaktionen!!! :love:

Ich gehe gleich mal auf alle ein, aber zu erst noch eine Sache, die ich tatsächlich vergessen habe zu erwähnen, aber die mit ausschlaggebend dafür war, dass wir die Übernahme überhaupt ernsthaft in Erwägung ziehen: Die ältere Dame, bei der die Katze bislang gelebt hat, war unter der Woche tagsüber immer in der Tagespflege, wurde also morgens abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht, sodass die Katze auch dort bereits die letzte Zeit unter der Woche tagsüber allein war und dieses also gewohnt war.

Nun aber zu euren Rückfragen:

Wo ist die Katze denn im Moment?
Bislang war die Katze noch ganz allein in der Wohnung der verstorbenen Dame und wurde dort von Angehörigen versorgt. Seit gestern ist sie übergangsweise bei einer anderen älteren Dame untergebracht, die sie aber definitiv nicht behalten kann.

Gibt es die Möglichkeit die Katze zu besuchen?
Ja wir besuchen sie heute Abend und lernen uns das erste Mal kennen.

Warum ist für euch das Tierheim so schlimm, dass man ein Tier davor "bewahren" müsste?
Also das Hinterfragen der Wortkombination "Tierheim" und "davor bewharen" will mir nicht recht in den Sinn kommen, aber wir sind trotzdem dankbar für deine Beteiligung an der Diskussion und beantworten deine Frage natürlich sehr gerne: Weil wir in einer ziemlich großen Großstadt leben und vor ein paar Jahren mal beim Tag der offenen Tür im Katzenhaus des sehr großen und dennoch total überfüllten Tierheims waren und dort am liebsten schon alle Katzen gerettet hätten, es unsere damaligen Lebensumstände aber noch weniger erlaubt hätten als heute. Kleine enge Gitterboxen, übereinander gestapelt, laut, muffig, echt wie im Knast und absolut nicht tiergerecht. Es gab auch ein paar größere "Zwinger" wo mehrere Katzen drin waren aber das waren nicht viele. Das waren echt keine schönen Anblicke die man als Tierfreund leicht vergessen könnte. Und wir können uns kaum vorstellen, dass sich an dieser Situation in den letzten Jahren etwas verbessert hat, eher im Gegenteil, wenn man der allgemeinen Berichterstattung der (Lokal-)Medienen glauben schenkt, egal ob privat oder öffentlich-rechtlich... Also die Lebensumstände, die die Katze dort erwarten würde und auch die geringen Aussichten, jemals wieder dort wegzukommen, wollen wir ihr gerne Fall ersparen. Falls dort überhaupt noch Katzen aufgenommen würden.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #11
Wenn die Katze das allein sein gewöhnt ist, spricht aus meiner Sicht nichts gegen eine Übernahme.
Wenn ihr ggf. die Arbeitszeiten noch etwas versetzen könntet fände ich es ideal
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #12
Für eure Laube würde ich dort anfragen, ob ihr ein kleines Gehege bauen dürft. Dann ist es ähnlich wie zuhause mit dem Balkon. Auch in dem Alter kann sie noch einiges lernen.
Wir hatten auch schon kurz überlegt, die kleine Terrsse vor der Gartenlaube "zu vernetzen", also so wie dann der Balkon in der Wohnung, das wäre aber zugegebenermaßen für uns doch sehr umständlich und unschön, weil man dann ja in seinem Garten auf der Terrasse wie in einem Gefägnis sitzen würde. Auf dem Balkon zu Hause ist das nicht ganz so schlimm, weil wir da nicht so oft sitzen und raus/runter gucken, aber im Garten wäre das schon, naja, doof, da zu sitzen und sein Käffchen zu trinken und quasi durch ein Gitter in seinen Garten zu schauen..... Eine Art Voliere zu bauen ist auch schwierig, zum einen, was die Genehmigung angehen würde und zum anderen was den Platz angeht. Aber trotzdem eine spannende Idee, die wir nochmal genauer durchdenken müssen, danke dafür (y)

Mir würde nur Bauchschmerzen bereiten, wenn sie dort Freigang hat und nicht auf Abruf zur Heimfahrt kommt und auch das ihr was passieren kann.
Genau DAS sind ja auch die größten Bauchschmerzen, die wir haben. Also es gibt ja heutzutage auch GPS Halsbänder, wo man zur Not die Katze holen kann, wenn sie einfach nicht wieder kommt. Uns geht es wirklich in erster Linie darum, wie das für die Katze wäre... Vielleicht will so eine alte Wohnungskatze ja auch gar nicht (mehr) im Garten rumlaufen und Mäuse fangen oder Vögeln hinterherjagen und bliebe eh viel lieber auf der Terrasse oder in ihrem Körbchen? Oder sind das Wunschgedanken, Stichwort Katze = Raubtier, egal wie alt?
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #13
Wir hatten auch schon kurz überlegt, die kleine Terrsse vor der Gartenlaube "zu vernetzen", also so wie dann der Balkon in der Wohnung, das wäre aber zugegebenermaßen für uns doch sehr umständlich und unschön, weil man dann ja in seinem Garten auf der Terrasse wie in einem Gefägnis sitzen würde. Auf dem Balkon zu Hause ist das nicht ganz so schlimm, weil wir da nicht so oft sitzen und raus/runter gucken, aber im Garten wäre das schon, naja, doof, da zu sitzen und sein Käffchen zu trinken und quasi durch ein Gitter in seinen Garten zu schauen..... Eine Art Voliere zu bauen ist auch schwierig, zum einen, was die Genehmigung angehen würde und zum anderen was den Platz angeht. Aber trotzdem eine spannende Idee, die wir nochmal genauer durchdenken müssen, danke dafür (y)


Genau DAS sind ja auch die größten Bauchschmerzen, die wir haben. Also es gibt ja heutzutage auch GPS Halsbänder, wo man zur Not die Katze holen kann, wenn sie einfach nicht wieder kommt. Uns geht es wirklich in erster Linie darum, wie das für die Katze wäre... Vielleicht will so eine alte Wohnungskatze ja auch gar nicht (mehr) im Garten rumlaufen und Mäuse fangen oder Vögeln hinterherjagen und bliebe eh viel lieber auf der Terrasse oder in ihrem Körbchen? Oder sind das Wunschgedanken, Stichwort Katze = Raubtier, egal wie alt?
Nein, das gibt es bei älteren Katzen durchaus, dass sie es sich lieber drinnen gemütlich machen.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #14
Es gibt Zäune mit überkletterschutz. Vielleicht ginge sowas ja?
Ich finde es halt auch schwierig, einer miez mal ja und mal nein Freigang zu gewähren. Besonders wenn sie es den Großteil nicht darf und wahrscheinlich auch nicht mehr einfordert oder braucht. Auch wäre mir ein GPS Sender zu ungewiss, da dieser verloren gehen kann. Und was passiert, wenn ihr es mal eilig habt? Dann fehlt die Zeit die Katz zu suchen…
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #15
Ich denke auch, dass nichts dagegen spricht, die Katze aufzunehmen. Allerdings solltet ihr, wenn sie bei euch ist, noch mal prüfen ob nicht doch noch eine zweite Katze im ähnlichen Alter als Gesellschaft möglich ist.
Zu dem Garten würde ich sie ruhig mitnehmen aber auf keinen Fall unbeaufsichtigt stromern lassen. Auch ein Gartenaufenthalt an der langen Leine stellt eine Bereicherung für Katzen dar, die sonst hauptsächlich in der Wohnung sind. Einen erneuten Freigang wie in ihrer Jugend halte ich für erstens zu verführerisch (sie will eventuell wieder Freigang) und zweitens für zu gefährlich weil sie ja nicht immer dort wohnt und außerdem jetzt die Gefahren nicht mehr gewohnt ist. Also entweder Geschirr und Leine oder den Vorschlag mit den Gehege umsetzen, der vorher kam.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #16
Ich hab nicht alles gelesen, hoffe ich verzapfe jetzt keinen Mist.

Zwei Dinge, die mir aufgefallen sind: eine 10-jährige Katze ist nicht "alt". Ich konnte bei meinen Katern in dem Alter nicht den mindestens Unterschied im Freigang-Verhalten erkennen. Eher waren sie noch länger unterwegs.

eine Katze, die einmal Freigang hatte (egal ob an der Leine oder sonstwie) KANN sich wieder mit dem Eingesperrtsein arrangieren. Oder eben massive Verhaltensstörungen entwickeln.
Es wäre für die Katze bestimmt ein Segen, wenn Ihr sie nehmen würdet. Vorausgesetzt Ihr findet eine Lösung, wie sie entweder immer Freigang hat oder nie.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #17
Ich stimme zu. Eine Katze ist mit 10 Jahren meiner Meinung nach noch nicht alt, obwohl das Seniorenalter ja mit ca. 8-9 Jahren angegeben wird. Die Freigänger unserer Nachbarn sind ca. zwischen 5 und 16 Jahre alt. ( drei davon definitiv ü. 14 ) und draußen ist kein Unterschied festzustellen. Der 13-jährige Milo und der ungefähr gleichaltrige Mikesch waren begeisterte Freigänger und aktiv im Mäuse fangen. Mikesch war leider krank und musste erlöst werden und Milo wurde gerade erst vor ein paar Wochen vermutlich angefahren und tot im Nebengarten aufgefunden:cry: . Seit seinem Tod versucht unsere Nachbarin den Rest der Bande im Haus zu lassen.
Aufgrund Eurer längeren Abwesenheitszeiten würde ich allerdings eventuell doch zu einer im Alter passenden Freundin für die Katze raten und gar nicht erst an Freigang gewöhnen.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #18
Hallo und herzlich willkommen im Forum
Ich fände es toll wenn ihr der 10 jährigen Katzendame ein Zuhause geben würdet.
Ich sehe kein Problem dass sie bei Euch alleine wäre. In dem Alter sind Katzen oft sehr eigen und ein Zusammenführen kann rasch daneben gehen.
Ich würde es nicht tun, wenn ich die Katze aufnehmen würde und sonst keine Katzen hätte. Tierheim wäre sicher schrecklich für die Katze. Aber wenn die Katze mal bei Euch ist und ihr der Meinung seit dass sie einsam ist, könntet ihr immer noch überlegen ob ihr eine zweite Katze dazuholen möchtet.
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #19
Hallo zusammen und immer noch (oder schon wieder :)) lieben Dank für die rege Anteilnahme an unserer kleinen Diskussionsrunde euch allen!!

Also da es immer mal wieder von einigen genannt wurde: Eventuell doch eine zweite Katze anzuschaffen, egal in welchem Alter, ist für uns tatsächlich ausgeschlossen. Wir haben uns damit selbstverständlich schon näher beschäftigt, so ist es nicht, auch im Bekanntenkreis. Da kamen dann z.B. so Sachen hoch wie ein zweites Katzenklo anzuschaffen, jede Katze möchte ihren eigenen Kratzbaum und ihr eigenes Schlafkörbchen und es würden auch weitere Futterschüsseln benötigt, und das gibt unsere Wohnung einfach nicht her. Deshalb haben wir das ja auch so klar formuliert, dass sie definitv eine EInzelkatze wäre und bleiben würde, sowohl hier im Forum als auch und vor allem bei den jetzigen Besitzern (=Erben der Verstorbenen), weil uns das ein sehr wichtiger Punkt ist.

Na wie auch immer: Wir waren sie heute für etwa eine halbe Stunde besuchen und sie war überhaupt nicht scheu, sondern hat sich gleich bei uns angeschmiegt und ihre Streicheleinheiten eingefordert und die Chemie hat sofort gestimmt, worauf wir uns aber nicht so sehr etwas eingebildet haben (von wegen Schicksal und Katzen suchen sich ihre Besitzer aus usw.), weil wir schon von den Erzählungen wussten, dass sie sehr kontaktfreudig ist. Das hat also alles gepasst, allerdings haben wir auch schon in der halben Stunde festgestellt, dass sie noch keineswegs eine alte Dame ist: Bei kleinen Geräuschen von draußen ist sie aufmerksam geworden und hat gelauert und als wir gekommen und wieder gegangen sind, mussten wir aufpassen, dass sie nicht mit raus huscht. Der Drang nach draußen ist also da denken wir, was wir wiederum so interpretieren, dass eine reine Leinenhaltung im Garten nicht realistisch wäre.... Wir waren zwar heute vor dem Besuchen auch nochmal im Garten und haben geschaut, wie das mit einer Leine quer durch den Garten gehen würde und haben hin und her überlegt, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass das keine Option ist. Ist uns auch zu gefährlich - mal paar Minuten nicht geschaut, weil man irgendwo buddelt oder Kaffee aufsetzt und sie verhekelt sich mit der Leine im Baum oder Strauch und verletzt sich - das können und wollen wir nicht riskieren und nicht verantworten. Also bliebe nur die Option der Gelegenheitsfreigängerin und das auch nur in den Sommermonaten, was wir uns zwar schön vorstellen, wenn wir die Katze wäre, aber wir sind nunmal keine Katzen und Katzen kann man sowas nicht erklären oder verständlich machen.

@Patentante du hast es ganz gut auf den Punkt gebracht:
Vorausgesetzt Ihr findet eine Lösung, wie sie entweder immer Freigang hat oder nie.
Und ein paar andere von euch haben das ja auch so oder so ähnlich geschrieben: Ganz oder gar nicht.

Wir können ihr leider beides nicht bieten: Immer Freigang geht nun mal nicht, weil wir kein Haus mit Garten haben und den Balkon zählen wir nicht als Freigang. Und nie Freigang ginge zwar, kommt für uns aber nicht infrage - wir wollten sie auf keinen Fall im warmen Sommer das Wochenende allein in der aufgeheziten Wohnung lassen, während wir uns im Garten erholen, zumal das dann auch keine Erholung wäre, wenn man wüsste, dass Katzilein ganz allein und traurig ein paar Kilometer weiter sitzt und auf uns wartet. :(

Der Vollständigkeit halber möchte ich deine Idee noch kurz aufgreifen @claudiskatzis:
Es gibt Zäune mit überkletterschutz. Vielleicht ginge sowas ja?
Das ist aus verschiedenen Gesichtspunkten leider keine Option, da u.a. bei uns die Hecken und Zäune nicht höher als 1,20m sein dürfen und rein baulich ginge es bei uns nicht, die ganze Parzelle zu umzäunen.


Also so ganz haben wir uns noch nicht entschieden, aber je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr finden wir, dass wir bzw. unsere Lebensumstände einfach nicht 100%ig zu ihr passen und es am Ende eine suboptimale Kompromisslösung für beide Seiten wäre. Und das muss eigentlich nicht sein, wenn es für sie noch Alternativen gibt. Die gibt es aktuell zwar nicht, aber zumindest wurde uns heute die Angst genommen, dass sie ins Tierheim muss - das steht außer Frage und solange sie kein neues zu Hause hat, darf sie auch in ihrer Übergangsunterkunft wohnen bleiben, was uns wiederum ehrlich gesagt auch etwas den Druck und die Sorge nimmt...

Also wir überlegen noch und sollen und wollen nichts überstürzen und halten euch hier auch gerne auf dem Laufenden, falls es jemanden interessiert. Wir freuen uns natürlich auch weiterhin auf eure Rückmeldungen - vielleicht ist ja doch noch die ultimative Lösung dabei, an die bisher niemand gedacht hat :love:
 
  • Ältere Katze unter diesen Umständen übernehmen oder lieber nicht? Beitrag #20
Der Vollständigkeit halber möchte ich deine Idee noch kurz aufgreifen @claudiskatzis:

Das ist aus verschiedenen Gesichtspunkten leider keine Option, da u.a. bei uns die Hecken und Zäune nicht höher als 1,20m sein dürfen
Es gibt Elektro-Katzennetze, die man schnell und flexibel aufstellen kann, die nur ca. 1,10 m oder 1,15 m hoch sind.

Ich fände es schade, wenn ihr die Katze jetzt doch nicht nehmt, weil vermeintlich nicht alles zu 100% passt. Wo tut es das schon im wahren Leben? Ihr macht euch so viele Gedanken um ihr Wohlergehen, dass ich denke, sie wird woanders keinen besseren Platz finden! Ob jetzt alleine, nur in der Wohnung oder mit Ausflügen, sie wird glücklich werden bei euch, da bin ich mir sicher. Katzen sind flexibler als viele ihnen zutrauen.
 
Thema:

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