Ehrlich gesagt habe ich mir auch ähnliche Gedanken gemacht, ob es wirklich passt bei euch.
Ich habe vor einiger Zeit einen älteren Kater, der schon im gesetzten Alter zu einem Bekannten in Wohnungshaltung kam (hatte vorher bei einem Messi gelebt und wurde vom Tierheim vermittelt) nach dem Tod unseres Bekannten vermitteln müssen. Ich hatte ihn während diverser Krankenhausaufenthalte und nach dem Tod des Bekannten versorgt, hatte gemerkt, dass er sehr viel Zuwendung braucht, aber auch, dass er sehr an seiner Umgebung interessiert war und sich immer freute, wenn er auf den gesicherten Balkon durfte bzw dass er das auch richtig eingefordert hat.
Als ich dann ein neues Zuhause für ihn gesucht habe, gab es zwei Interessenten. Die erste, die ihn angeschaut und dann auch mitgenommen hat, lebte allein in einer relativ kleinen Wohnung ohne die Möglichkeit eines gesicherten Balkons oder Gartens. Ich habe geahnt, dass ihm da etwas fehlen würde, aber die Dame arbeitete nur halbtags und die Zeit für die Vermittlung war knapp, weil die Wohnung des Bekannten aufgelöst wurde und der Kater nicht zu uns kommen konnte (er mochte meinen Hund nicht).
Die erste Zeit lief es gut bei der neuen Besitzerin, aber dann erhielt ich einen Anruf, dass ich ihn noch am gleichen Tag abholen sollte. Die Dame hatte plötzlich von einer Halbtagsstelle auf eine Ganztagsstelle gewechselt, war kaum noch zuhause, hatte selber viel Stress und der Kater, der nun den ganzen Tag alleine war ohne jegliche Abwechslung, wurde der Besitzerin gegenüber aggressiv. Er hat sie einmal heftig gekratzt, und sie hatte dann richtig Angst vor ihm.
Zum Glück war die zweite Interessentin nicht abgesprungen, sie wohnt mit ihrer Mutter auf zwei Etagen in einem eigenen Haus in ländlicher, ruhiger Umgebung. Der Kater konnte direkt in beiden Etagen und auf einem gesicherten Balkon herum laufen, schmuste gerne mit den beiden neuen Besitzerinnen und bekam nach einer Eingewöhnungszeit sogar Freigang. Ich habe ihn erst kürzlich besucht und konnte mich überzeugen, dass er ein richtig tolles Leben hat.
Wenn bei euch keine zweite Katze dazu kommen kann, nicht klar ist, ob die Fahrten zum Garten und auch der Aufenthalt dort klappen und ihr dann häufiger länger dort seid, weiß ich nicht, ob für euch überhaupt eine Katze passt. Einen Hund könntet ihr ohne Probleme mitnehmen, diese Katze scheint aus meiner Sicht aber eher andere Bedürfnisse zu haben.