• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Tumor am Bauch - schwere Entscheidung

Diskutiere Tumor am Bauch - schwere Entscheidung im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, ich habe mich gerade hier angemeldet, um mich mit erfahrenen Mitgliedern auszutauschen. Ich habe viele Tage im Internet gestöbert, aber...
  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung Beitrag #1
F

Foxi

Beiträge
2
Reaktionspunkte
0
Hallo,

ich habe mich gerade hier angemeldet, um mich mit erfahrenen Mitgliedern auszutauschen. Ich habe viele Tage im Internet gestöbert, aber nichts Passendes gefunden.

Meine Foxi hat einen Tumor im Bauch. Dieser wächst stetig und frisst sie immer mehr auf. Sie hat abgenommen und letzte Woche hatte sie plötzlich ein Loch am Tumor in der Haut . Ich weiß nicht, ob es durch die Spannungen entstanden ist oder ob sie gebissen hat (was ich mir aber nicht vorstellen kann, sie lässt ihre Wunden immer gut in Ruhe). Unsere Tierärztin machte mir wenig Hoffnung, dass es wieder zu wachsen würde und dachte nach unserem Telefonat, dass vor der Untersuchung dieses Lochs statt fand, dass sie sie sogar gleich einschläfern müsse. Aber das war noch lange nicht der Fall.
Jetzt nach anderthalb Wochen ist das Loch mit Hilfe von Antibiotika wieder zugewachsen und ich dachte, es geht noch ein paar Wochen gut mit ihr. Leider wollte sie Donnerstag Morgen nix fressen, viele Animationsversuche schlugen fehl. Auch 3 Tage davor war die Tablettengabe eine Qual. Unter Tränen habe ich dann die Tierärztin angerufen und für Samstag 11 Uhr einen Termin zum Einschläfern gemacht. Mit diesem Thema setze ich mich nun schon einige Monate auseinander und ich war einfach fertig und dachte, dass meine Foxi nun nicht mehr will.

Jetzt komme ich zu dem Punkt, bei dem ich eure Hilfe, eure Erfahrungen brauche. Ich denke, ich habe zu vorschnell gehandelt. Mein Mann kam gestern extra gleich von der Arbeit und wir haben zusammen eine Urne ausgesucht. Er stand dann auf, holte ein Wurstpäckchen aus dem Kühlschrank und fing an, ihr die Wurst in Stücken zu geben und sie hat sich voller Lust drauf gestürzt! Kein Krümelchen blieb von den 3 Schreiben Wurst übrig. Er ging dann später los und holte noch verschiedene Futter. Am Abend ging sie auch wieder ans Futter und fraß. Als wir ihr dann versuchten ihre Tablette zu geben, ließ sie ihr Futter wieder links liegen. Jetzt habe ich Angst, dass sie einfach nur die Tablette gerochen hat und darauf keine Lust mehr hat. Besonders viel isst sie nicht mehr auf einmal, was aber auch daran liegen könnte, dass sie seit einiger Zeit öfter an Tag Essen bekommt, weil sie so abnimmt.

Auf der anderen Seite habe ich aber Angst zu lange zu warten. Ich möchte nicht, dass sie sich irgendwann quält oder ich früh aufstehe und sie ist gestorben. Dann hätte ich Angst, dass sie vllt nicht mehr richtig koten kann, weil vllt der Tumor sie hindert. Aus Angst vor diesen Szenarien hatte ich nun so entschieden.
Heute konnte ich sie aber den ganzen Tag beobachten und sie war ganz normal auf der Toilette. Ihr Verhalten ist auch sonst wie immer. Sie putzt sich zwar nicht mehr so intensiv (sie war immer seeeehr reinlich), aber sie tut es dennoch. Wir kuscheln ganz viel, sie sucht unsere Nähe, geht aber auch mal auf ihre Plattform, um Ruhe zu haben, so, wie immer. Lediglich beim Springen merke ich ein kleines Handicap, da der Tumor mit den Muskeln verwachsen ist.
Sie bekam heute auch keine Schmerztablette und ihr Verhalten ist dennoch wie die letzten Tage mit Schmerztablette.

Ich bin einfach so ratlos. Bitte helft mir.

Foxi ist erst 13 Jahre alt und ansonsten schon immer gesund. Keine Probleme mit den Zähnen oder sonstigem.
Ich habe bestimmt auch Einiges vergessen zu erzählen, auch wenn es jetzt schon so ein langer Text ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung

Anzeige

  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung Beitrag #2
Solange ein Tier noch gut frisst und Lebensqualität zeigt, lasse ich nicht einschläfern.
So wie Du es schilderst, würde ich wohl noch warten.

Es ist immer eine schwere Entscheidung und ganz den perfekten Zeitpunkt habe ich nie erwischt. Meistens habe ich nachher gedacht, ich habe zu lange gewartet, selten aber auch, dass ich noch was hätte versuchen sollen. Dieses Zweifeln gehört (für mich) einfach zu dem ganzen Prozess des Trauerns dazu.

Ihr beobachtet eure Katze gut und ihr werdet einen passenden, wenn auch vielleicht nicht perfekten Moment finden. Ich tröste mich damit, dass die Tiere ein gutes und umsorgtes Leben hatten. Es kommt dann nicht mehr so sehr auf wenige Tage mehr oder weniger an, wenn das Gesamtbild stimmt.

Gibt es die Möglichkeit, den Tumor zu entfernen? Wir haben das bei unserer Hündin gemacht, die Milz kam komplett raus. Natürlich hat der Tumor gestreut, aber sie hat durch die Operation 2 Jahre gewonnen.

Wenn sie ihr Schmerzmittel als Tablette nicht will, geht alternativ auch Metacam als Saft. Schmeckt süßlich, wird gut akzeptiert.
 
  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung Beitrag #3
Wenn Du Zweifel an Deiner Entscheidung hast würde ich den Termin auf alle Fälle absagen. Denn so wie Du die Katze beschreibst tut es noch nicht Not, die Entscheidung zu treffen bzw. umzusetzen.
Ja, es ist wohl mit das Schwerste überhaupt den richtigen Zeitpunkt herauszufinden.
Aber wie Anjuli schon schrieb: eine Katze die noch frißt, schnurrt, sich einigermaßen normal verhält/bewegt hat sich vermutlich noch nicht aufgegeben. Mit ein wenig Glück wird sie Dir deutlich zeigen, wenn es soweit ist.

Was findest Du denn an dem Gedanken, sie könnte den Weg alleine antreten so erschreckend? Das war damals meine allergrößte Hoffnung, meine Süße würde sich und mir den Weg zum Tierarzt ersparen.
 
  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung Beitrag #4
Ich kann mich anjuli nur anschließen.

Ich würde in diesem Fall auch noch warten.

Diese ultimative Entscheidung zu treffen ist furchtbar schwer!
Ich habe das vor 2 Jahren mit meiner damals 17 Jahre alten Katze "Emily" erlebt. Die war ihr leben lang kerngesund (bis auf eine schlimme Blasenentzündung mit 15) und das letzte 3/4Jahr bevor sie starb konnte man zuschauen, wie sie langsam aber sicher immer weniger wurde.

Irgendwann wollte sie nicht mehr nach draußen, dann hielt sie sich nur noch im Wohnzimmer auf, frass kaum noch, putzte sich nicht mehr richtig und lag nur noch apathisch da.

Tierarzt hat dann nochmal mit Globuli versucht, und sie hat sich noch mal ein paar Tage verbessert, aber nicht lang.

Eines Tages kam ich von der Arbeit und sah sie da so unter dem Esstisch liegen, und mir war plötzlich klar "Heute ist DER Tag!"

Bin erstmal ohne Emily zum Tierarzt und habe eine Spritze mit Beruhigungsmittel geholt, die ich ihr dann zu hause gegeben habe, damit sie der Transport nicht so stresst ... und was macht das Tier: torkelt halb benebelt über die Terasse in den Garten, wo sie seit Wochen nicht mehr raus wollte!

So als wollte sie sich "das da draußen" noch ein letztes mal ansehen ... mein Mann und ich haben ihr zugesehen und nur geheult !!!

Als sie dann halb eingeschlafen war hab ich sie zum Tierarzt gebracht. Mein Mann musste arbeiten und konnte nicht mit. Die Fahrt war furchtbar.

Tierarzt hat sie angeschaut und gleich gemeint, es sei die richtige Entscheidung. Sie ist binnen Sekunden nach der Spritze gestorben. So schnell, das Tierarzt meinte, das Mittel habe noch garnicht gewirkt, ihr Herz sei wohl schon so schwach gewesen, dass der Schreck über den Pieks gereicht hätte.

... ich durfte im Behandlungsraum noch so lange alleine Abschied von ihr nehmen wie ich wollte ... hab Rotz und Wasser geheult.

Hab dann alles da gelassen, Transporter, Decke ... ich konnte einfach nicht den leeren Transporter mitnehmen ...

Ein schrecklicher Tag! Aber das gehört eben Leider dazu wenn man Haustiere hat. Das ist ein Liebesvertrag "bis das der Tod uns scheidet"

aaczizs4.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung Beitrag #5
Ich bedanke mich für eure schnellen und hilfreichen Antworten! Ich habe den Termin heute abgesagt, nach dem ich mich gestern gegen das Einschläfern entschieden habe. Sie ist noch nicht so weit, dass habe ich gemerkt.

Foxi hatte 2 OPs wegen des Tumors. Jedoch habe ich mich gegen eine weitere Entschieden, da ihr sonst die Bauchdecke entfernt werden müsste, damit der Rest (wenn es überhaupt möglich gewesen wäre) entfernt werden könnte. Sie hätte dann ein Netz eingesetzt bekommen und müsste eingesperrt werden und das könnte ich ihr nicht antun. Zumal es hätte sein können, dass sie die OP nicht überlebt. Dann hätte ich sie schon im Juli verloren, obwohl es ihr noch sehr gut ging.

Das sie den Weg alleine antreten könnte, finde ich nicht erschreckend, aber ich weiß, dass sie jetzt nicht einfach einschläft. Sie wird irgendwann Schmerzen bekommen und ich habe nur Angst, dass sie alleine und mit Schmerzen stirbt. So meinte ich das.

Das mit den Schmerzmitteln ist eine gute Info, danke :)
 
  • Tumor am Bauch - schwere Entscheidung Beitrag #6
Es ist wirklich nicht leicht, den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen-ich kann Dich und viele andere da sehr gut verstehen.
Ich hatte den Fall vorletztes Jahr an Silvester mit meiner Schäferhündin-es ging allerdings alles so schnell, das ich nicht gezögert habe .
Es war ein großer Milztumor-die Gefahr, das dieser platzt und sie elendig stirbt war gegeben.
Meine TÄ sagte zwar noch, man könne sie operieren, aber sie war 11 Jahre alt und hatte schon mit dem Herzen-für größere Rassen, ist da oft Schluss und ich sagte zu meiner TÄ-da sie schon 11 ist und mit dem Herzen was hat, möchte ich sie nicht mehr operieren lassen.
Meine TÄ sagte dann aber auch, das sie so entscheiden würde, wenn es ihr Hund wäre.
Es ging alles so schnell und es war grausam, es blieben uns nur wenige Stunden um Abschied zu nehmen-meine TÄ kam dann, nachdem sie sie geröngt hatte, nachmittags zu uns, um sie zu erlösen.
Sie hatte auch ganz plötzlich 2 Tage zuvor nicht mehr gefressen, auch nur genau wie ei Dir etwas Fleischwurst.

Bedenke bitte auch, das der Tumor evtl. platzen könnte-das wäre ein grausamer Tod-wenn die Gefahr gegeben ist, würde ich nicht zögern, das Tier zu erlösen.
Es sei denn, der Tumor hat noch nicht gestreut und könnte evtl. noch entfernt werden, wenn Deine Katze noch eine OP durchstehen würde-sie ist ja nicht mehr die jüngste-das sollte man bedenken-unschönes Wort, aber es gibt nun mal leider ein Nutzen Risiko.

LG
 
Thema:

Tumor am Bauch - schwere Entscheidung

Tumor am Bauch - schwere Entscheidung - Ähnliche Themen

Von Gastritis zu plötzlich Abschied nehmen :(: Hallo zusammen, ich möchte meine Erfahrung teilen, weil ich gerade sehr damit kämpfe und vielleicht von euren Erfahrungen lernen kann. Seit Mai...
Probleme beim Abschied: Hallo ihr Lieben, ich habe mich hier angemeldet, weil ich irgendwie Trost/Hilfe suche. Ich habe am 31.12 meine geliebte Nala gehen lassen...
Meine Luna / Abschied: Hallo, Ich bin ganz fürchterlich einen schönen Beitrag zu schreiben, aber ich suche Trost in meinen Worten und den Drang diese euch mitzuteilen...
Schluckbeschwerden und weitere Baustellen: Ich mach mal ein neues Thema, weil die Analdrüsenthematik ja mittlerweile ganz gut überstanden ist. Folgende offene Baustellen hat Mücke leider...
Moby: Nach sehr vielen Jahren melde ich mich wieder. Und wieder, um von einem schweren Verlust zu berichten. Gestern nachmittag habe ich meinen...
Oben Unten