Zweitkatze mit Hürden

Diskutiere Zweitkatze mit Hürden im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Guten Morgen zusammen, nachdem der kleine Loki mittlerweile Zwei Jahre bei uns lebt, und mittlerweile ein Kuschelterrorist seinesgleichen...
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #1
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Xennik

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Guten Morgen zusammen,

nachdem der kleine Loki mittlerweile Zwei Jahre bei uns lebt, und mittlerweile ein Kuschelterrorist seinesgleichen geworden ist, gehen wir auch mal einen Schritt weiter in der Geschichte.

Wir haben gestern einen Neuling aufgenommen, der von seiner Vorbesitzerin abgegeben worden ist, da diese mit Kind Nummer 4 Schwanger ist. Die Katze hat sich schon bei 3 Kindern nur noch versteckt, und war scheinbar ziemlich eingeschüchtert. Also haben wir uns entschieden dem Alten Herrn (6 Jahre alt, kastriert) eine Chance bei uns zu geben, auch damit Loki (fast 2 Jahre alt, ebenfalls kastriert) auch nicht mehr so alleine ist, wenn Wir arbeiten sind.

Katze wurde gestern gebracht, und hat erstmal vor Angst die gesamte Transportbox vollgemacht (Häufchen :shock:), worin er dann auch lag. Der Kleine ist total eingeschüchtert und verunsichert gewesen, was man aber auch verstehen kann.


Erst hat er sich in einem Putzeimer versteckt, und ist dann Beizeiten zur Badewanne gewechselt. Gefressen hat er bislang kaum was. Katzenklo scheinbar auch noch nicht.

Loki hat bisher mit Fauchen und einem Kamm samt Puschelschwanz reagiert. Außerdem versucht er auf das Klo des Neulings zu gehen, und zu schnüffeln. Vielleicht denkt er, das Klo ist auch sein´s (Russisch Blau sind ja sehr einnehmende Charaktere).

Der Kleine will so gar nicht aus sich herauskommen. Und Loki geht wenn Nur vorbei um zu fauchen und zu motzen. Mich hat Loki dann übrigens auch schon angefaucht, weil Ich es gewagt habe Ihn (den Neuling) zu streicheln, ohne den Kleinen Herrn um Erlaubnis zu Fragen :roll:.

Wie würdet Ihr an ein vollkommen verschüchtertes oder Vernachlässigtes Tier herangehen ? Ich glaube, der Kleine hat durch sein Vorleben mit Drei Kindern und stämdigem Lärm und Stress, ordentlich einen Knacks weg bekommen.

Im Kratzbaum sitzt er gerne ohne Augenkontakt und starrt auf die Seitenwände. Er hat bisher nur ein Flüssigleckerli vom Zeigefinger meiner Frau geschleckt. That´s it. Sonst bleibt er derzeit für Sich, und starrt vor sich hin.
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #2
War der 6 Jahre alte Kater bisher in Einzelhaltung? Was weiß man über seine Sozialisierung? Falls er bisher allein gelebt hat, wäre eine langsame Vergesellschaftung vermutlich besser gewesen.

Euer Kater hat ja jetzt auch leider zwei Jahre allein gelebt, dass wird auch seine Zeit dauern, glaub nicht dass der begeistert ist, dass er sein Revier auf einmal teilen soll? Trotzdem freut es mich für ihn, dass er nicht länger auf einen Artgenossen verzichten muss.

Du musst den Tieren Zeit geben, der neue Kater muss erst mal in Ruhe ankommen und natürlich ist euer Kater neugierig auf ihn und will schon allein wegen der Gerüche an alles ran wo der ist und war, also auch Katzenklo usw.

So etwas geht nicht von heute auf morgen. Versucht so entspannt wie möglich mit der Situation umzugehen, verhaltet euch ganz normal, damit sich nicht eure Anspannung auf die Tiere überträgt.
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #3
Danke für die Antwort :)

Der Kater hat alleine gelebt, also keine Anderen Katzen. Und nachdem was Ich weiß, wurde er auch recht früh von der Mutter getrennt *6-8 Wochen*. Also was das angeht, die denkbar schlimmste Kombination.

Das Loki nicht begeistert ist, war klar. Aber Neugierde kann Ich bisher nur in Form von Fauchen ausmachen. Ob der Neuzugang darauf begeistert reagiert, halte Ich für ein Gerücht...

Jetzt liegt er wieder in der Badewanne :cry:
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #4
Könnt ihr die zwei erst mal trennen und den neuen für ein paar Tage aufs Bad beschränken?
Wenn er da mutiger ausschaut, kann er ja den Flur (oder den nächsten Raum) dazu bekommen.

Freigänger ist oder war keiner von beiden? Kastriert und geimpft sind auch beide?
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #5
Du hast also einen seit 2 Jahre allein lebenden Kater mit einem völlig unsozialisierten Kater, der seit 6 Jahren allein gelebt hat, womöglich noch in der vorherigen Haltung überforderten Kater, einfach zusammen gesetzt und fragst nach einem Tag nach ........ ob es richtig war und ob der womöglich einen Knacks hat?

Also dazu muss er keinen Knacks wegbekommen haben, das Verhalten der Tiere ist absolut normal, könnte noch viel extremer sein, was hast du erwartet?

Ich fürchte, es wird durchaus Wochen dauern bis der sich eingelebt hat und noch länger, bis die beiden Freunde werden, wenn überhaupt.

Du kannst natürlich Glück haben und es geht überraschend doch schneller, aber es kann auch passieren, dass es gar nicht klappt.

Die Kombination ist jedenfalls ungünstig und die Voraussetzungen nicht gerade die besten, da hätte ich auf jeden Fall zu einer langsamen Zusammenführung geraten. Also den neuen Kater erstmal einen eigenen Raum zugewiesen, wo er in Ruhe ankommen kann und mit euch schon mal langsam eine Beziehung aufbauen. Nach ein paar Tagen je nachdem eine Gittertür anbringen, damit die Tiere langsam und geschützt miteinander Kontakt aufnehmen können, in dieser Phase Spielzeug, Katzenklos, Decken usw. immer wieder tauschen, damit die sich geruchlich schon einmal näher kommen und erst wenn die beiden Kater auf beiden Seiten der Gittertür auch in Anwesenheit des anderen ganz entspannt bleiben, dann lässt man sie erst zusammen.

Aber jetzt habt ihr sie schon zusammengelassen, dann könnt ihr es auch weiter so probieren, solange es zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen kommt. Aber seid euch bewusst, dass es dauern wird und ihr viel Geduld brauchen werdet.

Normalerweise soll man die Katzen möglichst passend zueinander auswählen, also vom Alter, Charakter, Wesen und Temperament möglichst ähnlich. Vor allem gilt, je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sozialisiert sollte es die andere Katze sein.
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #6
Danke für die aufklärenden Worte.

Freigänger sind beide Katzen nicht. Beide Kastriert und auch geimpft. Das ist also das kleinere Thema.

Ich meinte das mit dem "Knacks" so, das Ich glaube, das der Neuzugang durch das Leben in seiner alten Umgebung vielleicht doch ein wenig mehr mitgenommen wurde, als es Gut war.

Loki faucht derzeit nur, wenn Ihm etwas nicht passt. Wir können versuchen die beiden Räumlich zu trennen. Eine Gittertür müssten wir dann besorgen, was aber denke Ich das kleinere Thema wäre.

Der Neue, Simba lautet sein Name, ist derzeit eh nur im Badezimmer, und verlässt dieses auch nach Möglichkeit nicht. Wir nähern ihm uns gelegentlich ein wenig, um Ihn zu kraulen, und mit Ihm zu reden. Natürlich behandeln wir Loki dabei bevorzugt, um Eifersuchtsdramen zu vermeiden.

Charakterlich sind sich beide recht ähnlich. Beide sind eher die Ruhigen Typen, und genießen es, wenn es Ruhiger ist. Stress und Aufregung ist nichts für beide.

Loki ist an sich sehr Gut sozialisiert, aber Ich denke das Ihm derzeit einfach der Umstand nicht passt, das er auf einmal eine Fremde Katze in seinem Revier hat.

Das es nicht von "Heute auf Morgen" Friede, Freude Eierkuchen geben kann, war mir klar. Mir geht es darum zu Wissen, wie man am besten daran gehen sollte. Wir wollen Fehler nämlich an sich gerne vermeiden.
 
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  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #7
Loki ist an sich sehr Gut sozialisiert, aber Ich denke das Ihm derzeit einfach der Umstand nicht passt, das er auf einmal eine Fremde Katze in seinem Revier hat.

Ist er nicht, 12 Wochen sind das absolute Minimum, wo Kitten bei ihren Geschwistern und der Katzenmutter bleiben sollen. Als sehr gut sozialisiert würde ich nur Katzen beschreiben, die nicht nur ausreichend lange bei der Katzenmutter aufgewachsen sind, sondern auch danach stets Kontakt mit Artgenossen hatten und ausreichend Sozialkontakte pflegen konnten. Euer Kater lebt seit zwei Jahren allein, obwohl euch mehrfach erklärt wurde, dass bei Wohnungshaltung es keine Einzelhaltung sein sollte, vor allem Kitten in Einzelhaltung sind für mich ein absolutes No Go. Wirklich seriöse und verantwortungsvolle Züchter geben auch keine Kitten in Einzelhaltung ab und zum Glück die meisten Tierheime inzwischen auch nicht mehr.

Das es nicht von "Heute auf Morgen" Friede, Freude Eierkuchen geben kann, war mir klar. Mir geht es darum zu Wissen, wie man am besten daran gehen sollte. Wir wollen Fehler nämlich an sich gerne vermeiden.

Wie schon gesagt, sich so normal und entspannt wie möglich verhalten, damit sich nicht eure Anspannung auf die Tiere überträgt. Beide Tiere brauchen viel Aufmerksamkeit und Zuwendung, müssen aber auch ausreichend in Ruhe gelassen werden. Wobei euer Kater vor allem viel Aufmerksamkeit braucht, er muss das Gefühl haben, dass er die Nr. 1 ist und bleibt und der neue Kater braucht Ruhe und muss selbst das Tempo bestimmen dürfen, wie er sich einlebt.

Abwechselndes Streicheln hilft übrigens auch beim Geruch übertragen.

Reichlich füttern und gut beschäftigen, satte und ausgepowerte Katzen sind verträglicher. :wink:
 
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  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #8
Also... Neuer und Aktueller Stand der Dinge, mal als Zwischenbericht, mit einem Ereignis, was jetzt 10 Minuten her ist.

Loki und Simba beobachten sich mittlerweile aus der Ferne. Wenn Sie mal näher aneinander sind, gibt es mal gefauche, aber meistens gibt es keine Schlägereien, oder Boxereien im Katzenstil. Ich denke mal, nach etwas mehr als Einer Woche ist das etwas, was man erwarten kann.

Loki beobachtet Simba sehr ausgiebig, wenn dieser auf seinem Kratzbaum sitzt, und schlafen will, oder was auch immer der Neuzugang (Simba) gerade treibt. Das hat schon Spionageähnliche Züge angenommen (weshalb Loki jetzt den Spitznamen Stasi-Katze intus hat).
Simba frisst mittlerweile, und hat zu Mir auch etwas Vertrauen gefasst. Er lässt sich streicheln. Bei meiner weiblichen besseren Hälfte wird er schnell Agressiv und faucht, was vermutlich damit zusammenhängt, das Sie Ihn vom Kratzbaum nehmen musste, sprich, Ihn aus seinem Territorium gerissen hat. Mittlerweile lässt er sich wenigstens (begrenzt) von Ihr anfassen.

Folgende Situation:

Loki und Simba haben sich mal wieder angefaucht (diesmal scheinbar etwas heftiger), was dazu führte das sich Simba wieder auf seine Oberste Liegemulde im Kratzbaum zurückgezogen hat.

Loki lag in vielleicht Zwei Metern entfernung, und beobachtete das ganze.

Folge: Simba ließ in der Mulde einfach laufen, und pinkelte den Kratzbaum voll.
Meine Partnerin versuchte Ihn auf´s Katzenklo zu setzen. Simba wurde wirklich agressiv (Fauchen und Schlagen mit Richtiger Wut), und hat dazu paralel nun den Kratzbaum besch****.

Was kann man tun ? Wie würdet Ihr euch verhalten ? Für eine 6 Jahre alte Katze hat er das ziemlich locker genommen. (Kein Ekel vor sich oder etwas in der Art)
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #9
Oh je - Simba tut mir schrecklich leid. Er hatte sicher ein ihn zu sehr bedrängendes Zuhause und jetzt geradezu ein Kulturschock.
Als ob ein Regenwaldindianer zu einem allein lebenden Junggesellen dazu gesetzt würde. Dass Loki auch tief verunsichert ist, ist gut nachzuvollziehen.
Ich würde raten:
Zurück auf Anfang.

Gittertür besorgen und jedem einen Save-Bereich einrichten.
Kontakt nur an geschlossener Gittetür. Dort für angenehme Situationen sorgen (Leckerlierunde, Spielrunden).
Und Zeit lassen, ganz, ganz viel Zeit.
Aufgrund ihrer beider schlechten Sozialisierung müsst ihr nun in Wochen (bis Monaten) nachholen und zurück erarbeiten, was in der Jugend versäumt wurde.
Seid ihr dazu bereit?
 
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  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #10
Ich finde die Kombination ja auch nicht optimal und hätte ohnehin von Anfang an eine langsame Zusammenführung gemacht.

Simba muss erst mal in Ruhe ankommen, sich eingewöhnen und eine Beziehung zu euch aufbauen.

Ich würde auch erstmal zwei getrennte Reviere machen und mit viel Geduld, sich richtig Zeit lassen.
 
  • Zweitkatze mit Hürden Beitrag #11
Habt ihr die Möglichkeit, Simba in einem Zimmer zu lassen, in dem auch ihr nicht immer wieder rein und raus müsst? Dort würde ich ihn erst mal unterbringen, um ganz alleine ohne Ablenkungen mit ihm Vertrauen aufzubauen. Da kann er sich auch erst mal von den Turbulenzen seines Lebens erholen. Unterstützend würde ich eine THP dazu holen.
Wenn er zu euch Vertrauen gefasst hat und wieder etwas selbstbewusster geworden ist, könnte die langsame Kontaktaufnahme zu Loki anfangen.

Dass er unter Lokis Beobachtung nicht zum Kaklo ging und unter sich gemacht hat zeugt von großer Angst. Dass dann auch noch deine Partnerin (zu der er ja auch noch kein gutes Verhältnis hat) ihn aus, der für ihn sicheren Mulde, nahm, während Loki wohl immer noch starrte....er war wohl eher panisch statt wütend.
 
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