Hallo ihr Lieben,
euch allen ein frohes neues Jahr. Heute muss ich mich auch mal ausheulen, denn helfen kann mir niemand

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Es geht mal wieder um meinen Fino-Schatz. Genau gestern vor einem Jahr wurde bei ihm
HCM festgestellt (wer es lesen mag: Thread vom 09.01.2011 "Mein Fino ist über den Berg *freu*" - leider bin ich technisch sehr unbegabt und weiß nicht, wie man das als Link einfügt). Ich war so froh, als er wieder auf den Beinen war.
Das ganze Jahr über hat er immer brav morgens und abends seine Medis genommen. War manchmal ein bisschen schwierig, da Extrem-Freigänger, hat aber immer geklappt.
Bis zum 23.12. ging alles gut. An dem Tag kam er schon mittags (!!) nach Hause und war anders als sonst, irgendwie schlapp. In meinem Kopf gingen gleich alle Alarmglocken an. Ich habe nicht lange gewartet und bin sofort mit ihm in die Tierklinik gefahren. Die 25 min Fahrt hat er ohne viel Theater hingenommen; auch ungewöhnlich, denn sonst regt er sich furchtbar auf, wenn er in die Box soll.
Bei der Untersuchung konnte der Tierarzt beim Abhorchen der Lunge hören, dass es rasselt, d.h. es war wieder Wasser in der Lunge. Fino hat eine Entwässerungsspritze bekommen und über Weihnachten musste ich seine Entwässerungstabletten (Dimazon) auf eine ganze pro Tag erhöhen. Für Dienstag nach Weihnachten wurde ein Ultraschalltermin angesetzt.
Der Ultraschall brachte dann ans Licht, was ich die ganze Zeit befürchtet hatte. Der Befund hat sich innerhalb eines Jahres stark verschlechtert :sad:.
Obwohl ich bei der Untersuchung dabei war und der Tierarzt mir alles erklärte, war mein Kopf wie leer. Nach Meinung des Tierarztes ist eine Einschläferung bereits jetzt gerechtfertigt, denn Fino ist schwer krank und wird nie wieder gesund. Man könne zwar das Dimazon noch einmal erhöhen auf zwei ganze pro Tag, aber dann wäre Schluss. Alle anderen Medikamente seien "austherapiert", da könne man nichts mehr verändern.
Abends war ich dann hier im Ort bei meiner Haustierärztin. Sie hatte den Befund zwischenzeitlich per Fax bekommen und erklärte mir noch einmal alles ganz genau.
Wir beide sind uns einig, dass eine Einschläferung jetzt noch nicht in Betracht kommt. Im Moment geht es ihm wieder gut und solange er mit den Tabletten zurecht kommt, bleibt er bei mir.
Sie legte mir aber nahe, dass ich mich langsam mit dem Gedanken befassen muss, dass ich ihn verliere. Es kann noch länger gut gehen; ebenso kann er aber auch von einem Moment auf den anderen umfallen und tot sein.
Das wäre irgendwie das Beste, denn dann müsste nicht ich die Entscheidung treffen, ihn zu erlösen. Wichtig wäre nur, dass er dann zu Hause ist. Wenn er draußen irgendwo unter einem Busch zusammenbricht und stirbt, finde ich ihn nie wieder. Das wäre ganz furchtbar.
Am liebsten würde ich ihn nicht mehr rauslassen. Das geht aber nicht, weil er sich dann aufregt und mir die ganze Wohnung zerlegt. Außerdem meinte die Tierärztin, dass er ruhig weiter rausgehen soll. Fino weiß nicht, dass er krank ist und kann so sein Leben bis zum Schluss genießen.
Ich bin so traurig, denn ich liebe ihn so sehr. Ihr alle habt auch Katzen und könnt euch vielleicht vorstellen, wie ich mich fühle. Das Wissen, dass es jeden Moment soweit sein kann, hängt wie ein Damoklesschwert über mir und lässt mich kaum zur Ruhe kommen.
Danke für's Lesen.
Traurige Grüße
Andrea