Es gibt natürlich immer mal wieder Ex-Streuner, die das markieren so im Blut haben, daß sie es nie lassen werden, aber meine Erfahrung mit den Ex-Streunern ist, daß es dann (zumindest drinnen) aufhört, wenn sie vollkommen in die Gruppe und in das Haus integriert sind. Durch das markieren machen sie ja ihren Anspruch geltend - ist der Anspruch fest und gesichert, dann müßen nur noch die Reviergrenzen gegen Eindringlinge verteidigt werden, aber nicht mehr das Revier innen drinnen selbst. Also werden nur noch die Außengrenzen markiert und nicht das innen drinnen. Unsicherheitsmarkierer wie bei Andrea sind noch ein anderes Thema.
Ich hole ja die Streuner von draußen direkt rein und setze sie in ein separates Zimmer und zähme sie dort drin. Und ich habe bisher noch nicht einen Dauermarkierfall gehabt. Manche markieren die ersten Tage noch, andere gar nicht, manche fangen dann nochmal für ein paar Tage an, wenn sie aus der Separation in die Gruppe gesetzt werden - aber spätestens wenn die Zusammenführung durch ist, ist auch Ruhe. Eben weil sie ihren festen Platz im Raum und in der Gruppe haben, ohne Angst haben zu müßen das wieder zu verlieren.
Meiner Ansicht nach machst du das mit dem "fauchen"/"bestrafen" fürs markieren genau verkehrt herum. Denn dadurch fühlt er sich vertrieben bzw. nicht richtig angenommen und muß um so mehr markieren, um seinen Anspruch geltend zu machen. Das ist nunmal eine Form der Katzensprache und wie soll er den anderen sonst mitteilen, daß er nun auch dazu gehört?
Schaff lieber an den Plätzen, wo er gern hingeht eine Möglichkeit, daß sie dort ungestört markieren können. Stell z.B. an die Tür durch die er immer reinkommt ein große Kaklo, welches du nur säuberst, wenn es zu dreckig ist. Dort dürfen sie dann ungehindert markieren und jeder kann so seinen Anspruch geltend machen - und mit der Zeit wird es weniger werden, wenn er seinen Platz in der Gruppe gefunden hat und sich auch im Haus willkommen fühlt.