Katze in Wohnung ist nicht artgerecht. Eine Katze braucht Natur zum Streunen, Jagen, Entdecken usw. Soviel ist klar.
Sorry, Thomas, aber das stimmt absolut nicht!!!! Eine Katze braucht
Beschäftigung und die kann sie auch sehr gut bei reiner Wohnungshaltung haben. Wer sich über die Bedürfnisse von Katzen informiert, unter der Berücksichtigung dessen, was zu verantwortungsbewußter Katzenhaltung gehört, wird bald zu dem Schluß kommen: Wohnungshaltung ist in artgerechter Version sehr gut möglich - und ermöglicht den Katzen ein glückliches UND langes Leben.
Wichtig ist, daß sich die Katze genügend beschäftigen kann, und das ist es, worüber man sich informieren sollte. Zu meinen, man mache die Tür auf und schon ist die Katze glücklich, macht es sich schlichtweg zu einfach und spielt zudem noch Russisch Roulette mit dem Leben der Katze. Freilauf ist heutzutage entschieden zu gefährlich und nicht mehr zu verantworten!
Da draußen gibt es nicht nur Straßen, sondern auch noch Jäger, Katzenhasser, Tierfänger, falsch dressierte Hunde, übelwollende Nachbarn usw usw.
Selbstverständlich ist es auch möglich, eine Katze an die Leine zu gewöhnen. Man darf sie hier (wie überall) nur nicht mit dem Hund verwechseln, bei dem der Mensch den Weg bestimmt. Die Katze bestimmt den Weg - darüber muß man sich im Klaren sein. Mit einer 4-jährigen Katze ist dies natürlich nicht ganz einfach. Aber ein Versuch lohnt sich.
Alternativ könnte man über eine 2. Katze als Gesellschaft nachdenken, die für Ablenkung und Beschäftigung sorgt. Viele Hauskatzen haben sich inzwischen vom ihrem Einzelgängertum hin zum "Gruppentier" entwickelt, das sehr gern in kätzischer Gesellschaft lebt bzw diese Lebensform sogar bevorzugt. Das sieht man insbesondere auf den Bauernhöfen, wo Katzen ja noch "unabhängig" gehalten werden, daß dort nie Einzelkatzen, sondern immer soziale Verbände leben.
Am besten ist es, wenn Puschel das Geschirr erstmal in der Wohnung umgeschnallt bekommt, erstmal nur minutenweise, damit er sich langsam daran gwöhnt.
Gruß, Inge