Hallo

Hier geht es um die Katze von ehemaligen Nachbarn. Diese sind im März diesen Jahres umgezogen, innerhalb der Ortschaft, und das Tier, eine leidenschaftliche Freigängerin, ist immer noch im alten Revier verhaftet, streunert also mehr oder weniger durch unsere Nachbarschaft, ohne von sich aus nach Hause also zum neuen Wohnsitz der Besitzer zu gehen.
Die neue Wohnung der Besitzer liegt ca 1 km vom alten Revier entfernt und die Besitzer sind davon ausgegangen, dass die Katze das von selbst kapiert, wo sie jetzt hingehört. Tut sie aber nicht. Das Tier wurde anfangs immer wieder eingefangen und mit dem Auto zum neuen Zuhause gefahren und dann auch recht schnell wieder rausgelassen, weil die Freigängerin nur draußen aufs Klo geht und „Terror“ gemacht hat. Dann tauchte sie oft nur ein paar Stunden später in ihrem alten Revier, also in unserer Nachbarschaft auf und blieb da auch. Das Einfangen gestaltete sich dann von mal zu mal schwieriger. Anfangs haben mein Nachbar und ich noch geholfen. Wir haben die Familie dann aber auch mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass in diesem Falle die Katze leider über einen längeren Zeitraum eingesperrt werden muss, damit sie das alte Revier vergisst und an das neue gewöhnt wird.
Leider sind die dazu nicht bereit, weil die Katze durchdreht und alle Teppiche vollpinkelt. Sie schreiben sowieso die Verantwortung der Katze zu bzw. der Tatsache, dass es ihr wohl zu gut in unserer Nachbarschaft geht. Es wird argumentiert, dass das Tier ja auch den Weg vom neuen Revier zum alten zurück findet und daher ja auch wohl den Weg zurück zum neuen Wohnort finden sollte. Dass die Katze gar nicht versteht, dass sie eben ins neue Revier soll, wollen die nicht wahrhaben. Zudem wimmelt es im alten Revier nur so von Freigängerkatzen und auch Tierfreunden, die Igel füttern. Heißt, die Katze findet wohl immer was zu fressen. Ich habe selber zwei Katzen und eben schon oft gesehen, dass die Katze bei meinen Katzen mitgerissen hat. Uns wurde dann öfter von den Besitzern gesagt wir müssten das Tier mehr vertreiben etc. Ich und mein Nachbar, der auch eine Kater hat, haben dann auch über einen längeren Zeitraum nix mehr rausgestellt, was aber nix gebracht hat und langfristig auch keine Lösung ist. Trotzdem setzen die Besitzer weiterhin auf die Methode, das Tier immer wieder einfangen zu wollen, was aber leider seit Wochen nicht geklappt hat. Wir sehen die Katze öfter und haben immer ein Auge auf sie, weil sie uns leid tut. Sie wirkt einfach auch ziemlich verloren. Oftmals habe ich dann auch den Besitzern geschrieben, dass die Katze sich gerade bei uns aufhält. Sowieso ging gefühlt mehr Initiative von mir und den Nachbarn aus als von den Besitzern selber. Allmählich finde ich es allerdings sinnlos, da dieses ständige Einfangen ja zu nix führt, alle nur stresst besonders die Katze und das Tier sich sowieso auch ganz schön entfremdet hat. Wir stellen wieder Futter raus für unsere Katzen und wenn sie dann dort etwas frisst, dann mach ich nix mehr. Mein Mann hat jetzt dem Tier ein Katzenhaus gebaut, damit es bei uns im Garten Unterschlupf findet. Das nutzt sie auch. Davon wissen die Besitzer nix, denn sonst würden sie das wieder als Grund sehen, warum das Tier nicht zurückkommt. Den Besitzern scheint das fast egal zu sein, was mit dem Tier ist. Nach so langer Zeit würde ich mir doch überlegen, was ich anders machen könnte. Er fährt wohl ab und zu mit dem Auto durch das alte Revier, um die Katze zu suchen und das scheint alles zu sein. Die Katze, schon 12 jähre alt, war wohl auch seit einem Jahr nicht mehr beim Tierarzt und allmählich frage ich mich wie das weiter gehen soll. Gerade bei den kalten Temperaturen, tat mir das Tier ganz schön leid und bald ist Silvester. Kürzlich saß sie in einer besonders kalten Nacht miauend auf unserer Terrasse und ich hätte sie am liebsten reingeholt. Da das Tier mit unseren Katzen klar kommt, wäre es auch kein Problem sie zu übernehmen aber das muss ja auch geklärt werden und ich glaube, dass das auf wenig Gegenliebe stoßen würde. Immer wieder überlege ich, ob ich nicht den Tierschutz oder das Veterinäramt einschalten sollte. Eine Bekannte meinte, dass das nix bringt, weil das Tier noch zu gut aussieht und kein Notfall sei. Aber so kann es doch nicht weitergehen. Ich werde nochmal das Gespräch mit den Besitzern suchen, auch wenn ich wenig Hoffnung habe. Aber wenn das nix bringt, muss ja mal irgendwann was geschehen, oder? Habt ihr Tipps, was am besten zu machen ist? Vielen Dank