Hör auf die innere Stimme

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Xaraka

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Hallo Ihr Lieben,

manchmal kommt es schneller als man denkt. Ich kann mich der community anschließen. Leider musste ich auf tragische Art und Weise meinen besten Kater Küsser Peppone verlieren.

Die Erlebnisse und wie ich zu Peppone gefunden und leider auch wieder verloren habe, erzähle ich hier gerne. Wird leider etwas länger.

Peppone war seit Beginn unserer gemeinsamen Reise, mein bester Freund, Spielkamerad und Bettbegleiter. Anfang Oktober 2017 fing die Reise an, durch einen Unfall mit einem anderen Kater. Auf den Weg zur Arbeit habe ich leider einen Kater überfahren. Er hieß Timo, war jung und lief mir in die Hinterräder. Leider sah ich das nicht kommen. Also ich in Rückspiegel gesehen habe, hatte er noch seinen Kopf gehoben. Ich bin sofort zu ihm und habe ihn zum Tierarzt gebracht. Leider zu spät. Der Tierbesitzer hat mich angerufen und sich bedankt, dass ich seinen Timo nicht auf der Straße habe liegen lassen. (wäre für mich niemals in Frage gekommen).

Das war die Geburtsstunde von Peppone. Nach einer Woche Trauer, um einen fremden Kater, habe ich kurzerhand beschlossen (obwohl ich mit Katzen nicht viel am Hut hatte – war früher immer der Hundemensch) einen Kater in schwarz / weiß zu suchen. Ich hatte den kleinen Kerl auch in Ebay-Kleinanzeigen gefunden, war mir aber irgendwie zu weit weg und es funkte nicht. Abends kam mein Mann nach Hause und suchte erneut nach einen schwarz/weißen Kater. Und auch er, ist auf diesen kleinen Kerl gestoßen. Wir nannten es dann Schicksal. Das es leider später nicht gut mit uns meinte.

Wir nahmen ihn mit nach Hause. Mit Milben und Flöhen. Er hatte nur Unfug im Kopf und hinterließ uns einen schönen Sachschaden von 7500 Euro. Er verkratzte unsere Möbel (Hand aufs Herz – war mir ganz recht, wollte eh neue Möbel haben). Trotzdem nur nebenbei erwähnt.

Das Zusammenleben mit ihm war eine Herausforderung. Er brauch sich die Kniescheibe, machte Randale und so weiter und so fort. Er war ein Indoor Kater. Er machte auch nie einen unglücklichen Eindruck. Im Jahr 2019 haben wir eine Zweit-Katze gekauft. Ein Mädchen. Peppone wurde wesentlich ruhiger.

Im Jahr 2022 begann dann das Schicksal zuzuschlagen. Wir kamen von einem Urlaub zurück und mit der Zeit wurde bemerkt, dass er Ende 2022 / Anfang 2023 immer aggressiver wurde. Er hat angefangen das Mädchen zu hauen. Er war stets unruhig, dass Fressverhalten wurde merkwürdig, seine niedlichen Gewohnheiten haben nachgelassen. Er wurde einfach seltsam. Daraufhin haben wir mehrere Tierheilpraktiker und eine Tier Psychologin aufgesucht. Sie konnten nur bestätigen, dass Peppone nicht ausgelastet ist.

Niemand von denen und auch nicht der Tierarzt sind auf die Idee gekommen, mal ein Blutbild zu machen. Ich hatte mal so ein komisches Gefühl „Blutprobe“ zu machen. Aber habe es leider nicht umgesetzt. Im Nachgang wäre es leider zu spät gewesen. Als dann der Frühling kam, wurde die Situation zuhause noch schlimmer. Durch unsere Rattenplage in der Siedlung haben sich viele Nachbarn Katzen gekauft. Diese turnten fleißig auf unserer Terrasse rum und Peppone drehte durch.

Jetzt kommt die bestimmt der Gedanke „warum wir die Katzen nicht rausgelassen haben“ ? Nun denn, wir wohnen an einer Bundesstraße.

Das Verhalten von Peppone besserte sich auch nicht mehr.

Das Jahr 2023 war vorüber. Im Februar 2024 eskalierte die Situation. So schlimm, dass wir als ehrenamtliche Mitglieder eines sehr großen Gnadenhofes kurzerhand beschlossen haben, wir geben Peppone ab. Der Gnadenhof hat ein sehr großes Gelände mit einem großen Katzenhaus das umzäunt ist. In guter Hoffnung und mit den besten Wünschen, haben wir Peppone am 24.02.2024 somit in die Freiheit gelassen, wenn auch eingezäunt. Aber immerhin.

Es lief auch sehr gut.

Dann kam der Tag. Zumindest wurde es uns so erzählt – was sich hinterher auch anders dargestellt hat.

27.03.2024 musste ein Blutbild gemacht werden. Die Leberwerte waren sehr schlecht. Auch die Lipase. Keiner wusste es. Am 31.03.2024 musste er eingeschläfert werden. Er hatte kaum noch geatmet und war laut Erzählung in den Augen und Schleimhäuten sowie Haut, ganz gelb. Also Leberversagen.

Wir haben alle an eine Vergiftung gedacht, aber bei einem Gnadenhof mit 30 Katzen und mehr, wird ein anliegender Bauer mit Sicherheit keine Giftköder auswerfen. Da der Gnadenhof auch etwas abseits liegt, kann ein Giftköder ausgeschlossen werden.

Wir haben dann auch erfahren, dass Peppone die Löcher in der Umzäunung entdeckt hatte und sich überall im Gnadenhof aufgehalten hat. Das ist eigentlich das Einzige, was ich dem Gnadenhof etwas zum Vorwurf mache. Wenn ich die Katzen einzäunen muss und möchte, muss man auch schauen, dass es keine Löcher gibt.

Seis, drum. Eine Obduktion hat vorerst ergeben, dass er eine Stoffwechselstörung hatte mit einer Fettleber.

Und da wären jetzt angekommen: Vorwürfe ohne Ende. Hätte ich doch einmal Blut abgenommen, dann hätte ich sein Leben retten können. Aber nein….alles andere ist immer wichtiger.

Den einzigen Trost den ich finden kann, dass Peppone wenigstens die letzten Wochen seines Lebens endlich in einen Garten konnte und die freie Luft schnuppern. Schwacher Trost aber ein Glück für ihn.

Er war ein toller Kerl. Wie ein Hund. Egal wo ich war, er war immer da. Er spielte gerne verstecken und gerne „fang mich“. Er klaute gerne Papierknödel und boxte diese gerne unter den Schrank. Mama holt es ja wieder raus. Er war der beste Kopfküsser und Frauenversteher.

Nun ist er leider tot. Nicht einmal 7 Jahre wurde er alt. Er war ein Tollpatsch und ich bin mir sicher, hätte ich ihn wirklich rausgelassen, wäre er zusammengefahren worden oder von einem Baum gefallen. Weil er so war, wie er war.

Mein Mädchen hatte auch einige Tage wirklich geweint und frisst schlecht. Aber eines weiß ich jetzt genau, einmal Zuviel zum Tierarzt als zu wenig. Auch wenn ich ihm nicht helfen hätte können. Im Raum steht auch noch Tumor. Aber das wird alles die Tage geklärt.



Peppone, das war jetzt Deine Geschichte ! Leb wohl …..wir lieben Dich !
 
  • Hör auf die innere Stimme Beitrag #2
Hallo und Herzlich Willkommen, auch wenn es ein trauriger Anlass ist.

Danke für die wunderschöne, traurige Geschichte von Peppone. Es tut mir sehr leid dass er über die Regenbogenbrücke gegangen ist.🌈✨

Für dein Mädchen drücke ich ganz doll die Daumen.🍀🍀🍀🍀🍀
 
  • Hör auf die innere Stimme Beitrag #3
Hallo liebe Tina, danke Dir für Deine Nachricht.
Davina hat einige Tage geweint. Wir haben noch unsere kleine Bibi Blocksberg die jetzt mit ihrem Temprament unsere Große etwas ablenkt.
Wir hoffen, dass der Schmerz bald bei allen weg geht.

LG Johanna
 
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