Ein Jahr nach dem letzten Post zu Senvelgo stelle ich mal meine Erfahrungen zu dem Mittel ein.
Bei meinem Obelix wurde eine Diabetes diagnostiziert.
Da ich seit dem Tod meines Mannes „alleinerziehend“ bin, haben meine TÄ und ich lange über die Therapie gesprochen und uns für Senvelgo entschieden.
Die größte Gefahr unter Senvelgo ist ja eine Ketoazidose.
Wir haben uns exakt an die Vorgaben gehalten, die beinhalten, dass vor Aufnahme der Therapie eine gründliche Untersuchung erfolgen muss, auch und besonders im Hinblick auf vorhandene Ketonkörper in Blut und Urin.
Inzwischen hatten und haben wir auch Kontakt zu einer TÄ der Firma Boeringer und Ingelheim, die einen phantastischen Support bieter.
Wir sind nun an Tag 20 der Therapie angelangt. An den ersten 14 Tagen habe ich täglich den Blutwert (mit Hilfe einer Freundin) und zwei Mal täglich den Urinwert auf Ketone überprüft, alles war immer ok.
Seit Tag 15 überprüfe ich weiterhin täglich den Urinwert (Obelix ist da sehr kooperativ) und zunächst noch alle zwei Tage den Blutwert. Laut Boeringer würde es alle drei Tage reichen, ich bin aber noch vorsichtig.
Zu Beginn der Therapie hatte Obelix noch leicht erhöhte Pankreaswerte, die waren aber bei der nächsten Kontrolle vor zwei Wochen im Referenzbereich.
Hin und wieder messe ich auch die Blutglukosewerte, der liegt jetzt bei 120-128 ( nicht nüchtern).
Der Fruktosaminwert war eine Woche nach Behandlung von 423 auf 350 gefallen, in einer Woche wird er erneut überprüft werden.
Obelix geht es sehr gut, er frisst gut, Verdauung ist ok ( zum Glück kein Durchfall, der eine häufige Nebenwirkung in den ersten Behandlungstagen mit Senvelgo ist), er ist komplett verhaltensunauffällig und fröhlich.
Ich schreibe das Alles, da es ja allgemein Vorurteile Senvelgo gegenüber gibt. Diese sind dann berechtigt, wenn man denkt: ein Mal täglich das Mittel ins Mäulchen und gut ists.
Wenn man sich aber exakt an die Vorgaben hält, kann Senvelgo ein Segen für Katzenbesitzer sein.
Wobei, das sollte erwähnt werden, die Insulintherapie auch nicht immer nebenwirkungsfrei ist, speziell, wenn man sich da nicht an die Vorgaben hält. Meine TÄ hatte in ihrer Praxis bisher fünf Fälle von Ketoazidose, keine der Katzen war mit Senvelgo behandelt worden.
Ich hoffe, dass es mit Obelix so positiv weitergeht und ich irgendwann überprüfen kann, in Absprache mit meiner TÄ und der TÄ von Boeringer, ob er in Remission ist.