Ich hatte hier so einen "hochaggressiven" Hauskater, der nie in Freiheit gelebt hat und sich dort auch nicht durchsetzen musste.
Bei Sherlock lag es schlicht und ergreifend an der Einzelhaltung des Vorbesitzers, der den armen Kerl als Einzelkitten übernommen hatte und darüber hinaus voll berufstätig war und auch noch sein Privatleben nicht einschränken wollte.
Nachdem der angeblich gestörte Psychokater ihm die Wohnung zerlegt hat (und ihn wohl auch gebissen hat), sollte er asap weg und ich habe ihn, nach einem Hilferuf meiner Cousine, die die berechtigte Befürchtung hatte dass er einfach ausgesetzt wird, übernommen. (Das ist nur die Kurzfassung der Geschichte).
Ich habe erst noch ein paar Verhaltensmacken reguliert, z.B. auch das Beißen dass er nicht mehr gemacht hat nachdem er ausgelastet wurde und ihn anschließend mit einem Kumpel vergesellschaftet.
Mein Rat weiterhin, besorge ihm einen Kumpel.
Für mich klingt dieses Verhalten danach, dass ein Spielkumpel dringend erforderlich ist.
Wenn meine Zwei raufen (daran musste ich mich erst einmal gewöhnen) denkt man im ersten Momen "....die bringen sich um", aber es ist eine Form von "Katzenwrestling".
Natürlich gibt es etwas "wildere" Charaktere, aber gerade eine Einzelkatzenhaltung kann Verhaltensmacken hervorrufen, oder negative Verhaltensmuster verstärken.
Sherlock hatte im übrigen, durch die Einzelhaltung, das Pica Syndrom entwickelt, das wir mit viel Mühe korrigieren konnten.
Endgültig ist es erst verschwunden als er nicht mehr einsam war.
Quelle:
Katze frisst Plastik - Was ist das Pica-Syndrom bei Katzen? - AGILA.