Hallo ihr lieben,
ich muss mir meinen Kummer von der Seele schreiben und brauche euren Rat

Meine Katze wurde vor 4 Tagen eingeschläfert. Vor 6 Wochen wurde bei ihr eine Niereninsuffizient und chronische
Gastritis diagnostiziert. Außerdem hatte sie über ein paar Monate 600gr abgenommen und noch 2,6kg gewogen (Perser-Mädchen) und öfter Speichel erbrochen. Ansonsten war sie aber quietschfidel, hat viel gekuschelt und es, wie wir zumindest hoffen, gut gehabt.
Nach der Diagnose haben wir sofort auf CNE-Diätfutter umgestellt. Sie hat aber zu wenig gefressen, daher kam sie nach 72h für 2 Tage an die Infusion. Danach ging es ihr, wie ich finde, besser und total gut. Sie hat sogar wieder gespielt und ihre Angel gejagt.
Am letzten Wochenende sind wir dann 2 Tage weggefahren und genau da ging es ihr plötzlich schlechter. Sie konnte garnicht mehr aufstehen und laufen, die Hinterbeine waren zu schwach und lahm. Gepinkelt hat sie auch einfach an Ort und Stelle. Jmd. aus unserer Familie ist immer zum Katzensitten eingeteilt und war dann tagsüber 8h bei ihr. Sie war aber schwach und hat nur aus der Hand gegessen. Aber immerhin hat sie gegessen und getrunken. Über Nacht wurde sie weiter betreut. Am nächsten Tag kamen wir nachmittags wieder (die Rückfahrt war echt die Hölle

ich habe mich so schlecht gefühlt, dass wir überhaupt weggefahren sind…aber es ging ihr doch eigentlich prima…).
Wir sind dann direkt mit ihr zum Tierarzt. Ich dachte, um sie zu retten und um ihr zu helfen. Aber nachdem die Nierenwerte etwas schlechter als vor 5 Wochen waren und eine Blutanämie dazukam, standen wir vor der Entscheidung:
- 4 Tage Intensivtherapie an der Infusion ohne Erfolgsgarantie oder
- einschläfern
Wir mussten uns SO SCHNELL entscheiden

Ich hätte sie gerne nochmal eine Nacht mit nach Hause genommen, das war auch der Vorschlag vom
Tierarzt. Aber ich glaube mehr aus Zeitdruck, weil es schon Abend war…für die kleine Maus wäre es eher leidvoll gewesen. Das „hoffe“ ich zumindest irgendwie, weil wir uns dann entschieden haben sie sofort zu erlösen. Ich fand den
Tierarzt aber seltsam, er hat gesagt, dass die Kleine so wirkt, als hätte sie tagelang nichts gegessen. Hat sie aber! Daraufhin hat er sich aber nochmal wiederholt, als würde er das nicht glauben. Ist das nicht seltsam?!
Die Vorstellung, dass sie 4 Tage mutterseelenallein beim
Tierarzt in irgendeiner Box an der Infusion hängt, Angst hat, uns vermisst und todes gestresst ist, fand ich jedenfalls ebenso unerträglich. Daher kam nur der letzte Gang in Frage.
Aber es ging so schnell!!
Wir waren zwar die ganze Zeit bei ihr, trotzdem habe ich das Gefühl ich konnte mich nicht richtig verabschieden
Und außerdem frage ich mich, ob wir sie zu früh haben gehen lassen? Ich dachte wir haben noch etwas Zeit zusammen. Zumindest ein paar Monate.
Die CNE war „erst“ im Stadium 3, … da leben Katzen doch eigentlich noch eine Weile?
Allerdings war sie schon 15 Jahre alt.
Aber trotzdem hätte sie doch noch älter werden können…
Ich habe so ein schlimmes Gefühl, dass wir zu voreilig waren?!
Und ich vermisse sie so schrecklich. Sie war 15 Jahre treu an meiner Seite, auch in schwersten Zeiten. Und dann war sie innerhalb von 15 Minuten tot

Wie kommt man jemals mit soetwas klar?
DANKE für eure Zeit und Meinung!
Liebe Grüße
(PS: Eine neue Katze möchte ich, zumindest für viele Jahre, nicht.)