Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht

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  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #1
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bluebird5

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Hallo zusammen,
ich lese hier schon länger mit und hoffe, ihr könnt eure Erfahrungen mit mir teilen.

Ich stehe gerade vor einer schwierigen, aber wichtigen Entscheidung. Mir sind zwei Katzen sehr ans Herz gewachsen: meine eigene Katze und ein Pflegekater aus dem Tierheim. Beide haben eine Vorgeschichte und gelten als schwierig im Umgang mit Artgenossen.

Der Pflegekater hat zudem eine körperliche Behinderung , mit der er im Alltag gut zurechtkommt, die aber natürlich zusätzlich berücksichtigt werden muss.

Mir ist bewusst, dass das keine ideale Ausgangslage für eine Zusammenführung ist. Trotzdem wurde ich vom Tierheim gefragt, ob ich es mir unter bestimmten Bedingungen vorstellen könnte.

Mich interessieren deshalb ehrliche Erfahrungsberichte von Haltern, die schon einmal eine Zusammenführung mit ähnlich schwierigen Voraussetzungen versucht haben:
– Wie lange hat es gedauert?
– Woran habt ihr gemerkt, dass es funktioniert oder nicht funktioniert?
– Und ganz bewusst auch: Woran habt ihr gemerkt, dass man besser abbrechen sollte, und worauf muss man sich im Worst Case einstellen?

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, Risiken kleinzureden, sondern darum, eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen und aus euren Erfahrungen zu lernen.
Vielen Dank!
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #2
Hallo,
mir fehlen da ganz viele Infos um irgendetwas dazu sagen zu können
Wie alt sind die Katzen, kennen sie Artgenossen, wie sind sie vom Charakter her, wo haben sie gelebt...
pflegekater bedeutet ja, er lebt ohnehin bereits bei Dir? Wie läuft das bisher?
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #3
Hallo,

danke für deine Rückfrage, ich ergänze das gern etwas.

Zu den Katzen:

– Meine Katze lebt seit März bei mir. Sie ist ca. 1,5 Jahre alt (beide Katzen sind geschätzt im Mai 2024 geboren) und stammt ursprünglich aus Griechenland. In ihrem vorherigen Zuhause lebte sie mit einer älteren Katze zusammen, was dauerhaft nicht funktioniert hat, weshalb sie als Einzelkatze weitervermittelt wurde. Die Vorerfahrungen mit Artgenossen waren überwiegend mit Stress verbunden, wobei sie dabei eher der passive Part war.
Im Alltag ist sie menschenbezogen, sensibel und eher vorsichtig als dominant.



– Der Kater, um den es ebenfalls geht, ist ebenfalls ca. 1,5 Jahre alt und lebt aktuell im Tierheim. Ich bin dort ehrenamtlich tätig und kümmere mich regelmäßig und intensiv um ihn. Er hat eine körperliche Behinderung (u. a. ein dauerhaft offenes Mäulchen, das regelmäßig gereinigt werden muss, sowie Probleme mit der Hüfte).
Charakterlich ist er sehr anhänglich zum Menschen, dabei aber territorial und reagiert auf andere Katzen schnell impulsiv.



Vorerfahrungen mit Artgenossen:

Im Tierheim hat man festgestellt, dass der Kater mit anderen Katzen nicht zurechtkommt und auf Artgenossen losgeht. Auch bei meiner Katze waren frühere Kontakte mit Artgenossen überwiegend mit Stress verbunden. Deshalb werden beide aktuell jeweils als Einzelkatzen eingeschätzt.

Situation:
Der Kater lebt derzeit nicht bei mir, sondern im Tierheim, wird aber von mir regelmäßig betreut. Die Frage einer Zusammenführung ist also rein hypothetisch und würde – wenn überhaupt – nur sehr bewusst und geplant angegangen werden.

Mir geht es vor allem darum, aus euren Erfahrungen besser einschätzen zu können, ob man eine solche Konstellation unter sehr schwierigen Voraussetzungen verantwortungsvoll versuchen kann und woran man realistisch erkennt, dass man besser davon absieht.

Wenn es noch Rückfragen gibt, beantworte ich diese gern.


Viele Grüße
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #4
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Mein Bauchgefühl sagt leider bei Deiner Beschreibung ziemlich deutlich nein. Zu Deiner Katze würde ja eigentlich nur eine andere sehr soziale Katze passen. Zum Kater eher ein raufiger Kater, der Grenzen setzen kann.
Letzlich sind Katzen natürlich trotzdem immer für eine Überraschung gut...
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #5
Das schwierige ist, das sich viele Katzen im Tierheim anders verhalten als in einem eigenen zu Hause. Die vielen Katzen und relativ wenig Ressourcen im Tierheim sind einfach stressiger, als ein Hasuhalt mit vielen Möglichkeiten.

Rein vom Lesen her, wäre ich auch nicht für eine Zusammenführung. Aber du kennst beide Tiere und kannst die Situation besser einschätzen. Definitiv würde ich dann aber mit einer Gittertüre eine langsame Zusammenführung arbeiten.

Zusammenführungen können sehr lange dauern. Unsere Mädels haben ein Jahr gebraucht.
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #6
Danke euch für die bisherigen Einschätzungen.
Eine ergänzende Frage habe ich noch, weil sie mir im Hinblick auf meine Katze wichtig ist:

Habt ihr bei schwierigen oder nicht passenden Zusammenführungen auch Stressfolgen wie Unsauberkeit oder Rückzug erlebt – o.Ä. ?
Mich interessiert vor allem, woran man früh erkennt, dass der Stress für eine Katze zu hoch wird.
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #7
Bei Unsauberkeit, Verletzungen, o.ä. ist der Stress bereits sehr hoch. Wenn möglich sollte vorher eingegriffen werden. Oft sagt man das bei diesen Anzeichen eine Vergesellschaftung nicht mehr gelingt.

Wir hatten einmal Unsauberkeit und einmal floss Blut. Da der Auslöser Angstaggresivität und kein Hass war, haben wir die Zusammenführung trotzdem fortgesetzt.
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #8
Man merkt erst mit der Zeit meistens ob es passt oder nicht. Man sollte auf alle Fälle ca. 4 Wochen warten ob es sich entwickelt oder nicht. Bei uns merkt man deutlich daß es bei 2 meiner 3 Katzen nicht funktioniert ohne die 3 Katze. Sind nach ca. 9 Monaten immer noch in der Zusammenführung.

Würde immer mit Gittertür und Leckerlie arbeiten. Das die andere Katze positiv verknüpft wird und man rechtzeitig eingreifen und moderieren kann.
Geruchsaustausch ist komplett unnötig riechen sich je durch die Gittertür. Räume tauschen wenn überhaupt würde ich ganz kurz vor der kompletten zusammen Führung erst machen. Ansonsten ist es zusätzlicher Stress und Belastung für alle Beteiligten.

Mir wäre wichtig das die neue Katze erstmal Vertrauen zu mir hat. Dann der anderen Katze erstmal vorgestellt wird für den Notfall.

Wichtig ist das die andere Katze wirklich sorgfältig ausgewählt wird. Ähnliches Alter, Charakter, Geschlecht usw.

Würde mir spontan Anira von Taskali hier einfallen so ähnlich von Charakter her.
 
  • Zusammenführung trotz schwieriger Ausgangslage – Erfahrungen gesucht Beitrag #9
Ich war ja auch echt sehr überrascht, dass es ausgerechnet zwischen Wendy und Gwanna sind schwierig war und lange gedauert hat. Das sind unsere sanftesten und sozialsten Katzen hier und Smoky die echt aggressiv sein kann (da floss auch schon Blut) war deutlich schneller einverstanden mit der neuen Mieze.
 
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