• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Coronavirus, muss man was tun?

Diskutiere Coronavirus, muss man was tun? im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo in die Runde, ich habe mir ziemlich viel hier im Forum über diesen Virus gelesen und bin dafür dankbar, dass man hier austauschen kann. Ich...
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #1
Liutkus

Liutkus

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Hallo in die Runde,
ich habe mir ziemlich viel hier im Forum über diesen Virus gelesen und bin dafür dankbar, dass man hier austauschen kann.

Ich möchte hier unseren Fall schildern und einfach alles erzählen, vielleicht habt Ihr Ideen, was wir tun können.

Wie ich schon in anderen meinen Beiträgen erzählte, haben wir vor 2 Wochen unseren 2 Kater Linus aus dem Tierheim geholt. Der Kleine ist ganz süß nur leider nicht ganz gesund. Ich habe ihn dem Tierarzt gezeigt und es wurden Bronchitis, Ohrenentzündung und noch irgendwelche Bauchporbleme festgestellt, die man noch weiter untersuchen musste. Er hatte angeschwollene Limpfknoten und sah ziemlich dürr aus. Außerdem macht sein Bauch manchmal Geräusche, wie "gurrgh".
Zu erst wurde eine Blutprobe genommen. Ergebins: verdacht auf Coronavirus.
Dann wurde eine Stuhlprobe untersucht. Als ich wg. dem Ergebnis anrief, fragte der Doc. zu erst, ob es dem kleinen gut geht. Ich sagte, ja, er hat sich von der Bronchitis erholt, spielt viel, frisst gut. Dann fragte er, ob es unserem großen auch gut geht. Ich wurde langsam ungeduldig, sagte "ja" und fragte noch mal mal nach dem Ergebnis. Er sagte, dass im Stuhl von Linus auch Coronavirus nachgewiesen wurde und dass es der Erreger von der FIP ist.
Der Doc meinte, noch, dass mann irgendwie vorbeugen kann, dass die FIP nicht ausbricht, irgendwas geben. Diesen Freitag haben wir den Impftermin bei diesem Doc. und ich wollte mit ihm noch genauer sprechen, was man tun kann, damit die FIP nicht ausbricht.
Aber jetzt habe ich hier gelesen, dass fast alle Katzen diesen Virus mit sich tragen und nur die wenigsten daran erkranken.
Wie ist es nun, warum macht mir der Doc so viel Sorgen? Ist vielleicht der kleiner nicht so fit und an FIP erkranken kann, oder will er mir mehr verkaufen, als es nötig ist?

Sorry, dass es lang geworden, und dass sich die Fragen vermutlich wiederholen. Ich habe mir die Geschichte von der Seele geschrieben, weil ich mir zur Zeit sehr viel darüber gedanken mache.

liebe Grüße

Dosi von L&L
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #2
Ich würd schwer sagen, der will Dir einfach mehr abknöpfen als nötig.
Coronaviren haben tatsächlich 80-90% der Katzen.
Etwa 4% erkranken an der FIP, weil das Virus mutiert.

Das aller, allerschlimmste was Du machen kannst, ist eine Coronapositive Katze gegen FIP impfen zu lassen.
Im allerbesten Fall bringt das gar nichts, im schlimmsten bringt die Impfung sie um, weil dadurch die FIP ausbricht.

Lass Dir nichts andrehen und schon gar keine FIP Impfung.
Meine drei sind auch Coronapositiv, ich kann nur hoffen, das keiner von ihnen zu den 4% zählt, bei denen Corona mutiert.
Gegen FIP werden die auf gar keinen Fall geimpft, ansonsten sind sie eben ganz normale Katzen.
Ich verhätschel sie weder, noch setz ich sie extremsten Streß aus.

Das man gegen FIP vorbeugen kann, halt ich in dem Sinne für ne dicke Lüge.
Man kann vielleicht das Immunsystem stärken, aber das wars dann schon, Garant ist das keiner.

Mir kommt der Tierarzt ehrlich gesagt ziemlich spanisch vor.
Würd mich aber interessieren, welches einzigartige Wundermittelchen er denn hat, das der FIP vorbeugen soll (und vor allem, was das kosten soll ;) ).
Wär nett, wenn Du das mal postest, falls er Dir das sagt.
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #3
Viele TÄ haben leider sehr sehr wenig Ahnung von FIP an sich.

Ich will nicht wissen, wie viele Tiere mit einer einfachen, behandelbaren Infektion schon wegen "FIP" eingeschläfert worden sind, nur weil das erste AB nicht ansprach und das Tier einen Coronavirentiter hatte.
So etwas hört man leider häufig, und da die meisten Dosis keine Autopsie machen lassen, bleibt die Zahl im Dunkeln.

Das beste, was man tun kann, um die Coronaviren, die wirklich fast jedes Tier in sich trägt, im Zaum zu halten, ist ein stressarmes und glückliches Leben mit ordentlicher Ernährung. Mehr brauchts nicht, und mehr macht auch keinen Sinn.

Es steht sogar in Frage, ob Immunstimulierende Therapien a la Interferon nicht einen schlechten Effekt bei Coronaviren haben-
Sie verschieben, wenn sie wirklich wirksam sind, das Verhältnis der unterschiedlichen weissen Blutkörperchen zu einander, was die Mutation eher begünstigen kann.

Lass dir also nichts andrehen- dein Tier ist nicht krank, zumindest nicht im Sinne Coronavirus, und genau so solltest du es auch behandeln.

Er soll also geimpft werden...
Das sollte er nur, wenn er jetzt wieder 100 %ig gesund ist und vor allem auch wurmfrei, ansonsten kann es zu impfdurchbrüchen kommen (bei Lebendimpfstoffen kann die zu impfende Krankheit durchbrechen, bei Totimpfstoffen bricht das Immunsystem zusammen und es kommt zu anderen, möglicherweise schweren Infektionen).

Was ihr aber auf keinen Fall tun DÜRFT, ist ein Coronaviren- positives Tier gegen FIP zu impfen.
Das kann im schlimmsten Fall die Mutation in Gang bringen und damit die FIP selbst auslösen, das ist in mehreren Studien nachgewiesen.

Wie gesagt, viele TÄ haben wenig Ahnung von FIP, deiner scheint ein typisches Beispiel zu sein. Lass dir nichts einreden, auf GAR KEINEN FALL die FIP- Impfung, und wenn du dich dort doch nicht mehr so gut aufgehoben fühlst, schau dich vielleicht nach einem neuen Tierarzt um.

LG
Sandra
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #4
vielen vielen Dank für die Antworten,
ich lese zur Zeit noch Links, die ich hier zu Coronavirus gefunden habe und Infos unter Wiki und warte auf den Freitag.
Eigentlich vertraue ich dem Doc, da es ein Katzenliebhaber ist und einen guten Eindruck auf mich macht.

ich werde auf jeden Fall über den Termin beim Tierarzt berichten

liebe Grüße

Dosi von L&L
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #5
Hallo,

wir waren am Freitag beim Tierarzt. Der kleine wurde begutachtet und für gesund erklärt. Der Tierarzt meinte, dass wenn ich Auffäligkeiten merken würde z.B. Blut im Stuhl o.ä. soll isch sofort mit ihm in die Praxis. Er würde dann immunstärkendes Mittel geben.
Ich glaube, ich habe mir mehr Sorgen gemacht, als es nötig war.

Vielen vielen Dank für die Antworten, Aufmunterung, Aufklärung u. etc. :)

:wink:

Dosi von L&L
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #6
Na siehst Du- Ende gut, alles gut! *freu*

LG,
Steffi
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #7
Mal schaun ob das hier noch jemand ließt :p
Unsere beiden hatten schon über einen längeren Zeitraum Durchfall. Zwischendrinn mit Blut.
Haben dann erst eine Kotprobe und später ein Bluttest machen lassen, wo Coronaviren gefunden wurden.
Das genaue Blutbild hab ich noch nicht gesehen, jedoch hat die TÄ mir am telefon noch etwas von zu vielen weißen Blutkörperchen und i-welchen Verschiebungen erzählt. Wenn ich die genauen Daten hab werde ich diese erstmal nachreichen.
Jetzt wollten wir den beiden Interferon geben.....
Wobei mir der nutzen immer unklarer wird. Ich les immer wieder das Interferon gegen die Coronaviren nicht helfen muss, im Gegenteil es sogar verschlimmern kann.
Und falls die Viren bereits mutiert sind und die Katzen FIP haben kommt ja sowieso jede Hilfe zu Spät oder nicht?

Vielen Dank im vorraus :)
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #8
Hallo ich glaube

Das Coverviren grade mutiert , sie nimmt draschtisch ab das Kot stinkt seher exterm. Auserdem veränder sich der Carakter stark meiner Katze . Morgen Termin Tierarzt
Wahr Freitag er sagte soll Montag wider kommen
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #9
Wenn der Corona-Virus tatsächlich zu FIP mutiert ist, kann man wirklich nichts mehr tun.
Interferon-Behandlungen kosten einfach nur sehr viel Geld, helfen aber nicht wirklich. Vor allem nicht, wenn FIP wirklich ausgebrochen ist.

Hier habe ich eine Info-Seite über FIP für dich

Es muss so einiges zusammen kommen, dass man wirklich annehmen kann, dass es FIP ist. Gesichert feststellen kann man es nur nach der Obduktion.

Lediglich ein hoher Corona-Titer, sowie Durchfall ist kein Indiz für FIP.
Vielmehr eine häufige Folge des Corona-Virus.
Mein Kater hatte es auch. Langanhaltenden Durchfall mit Blut auf dem Kot.
Das Blut kommt von der in Mitleidenschaft gezogenen Darmschleimhaut und ist nicht bedenklich.
Man kann da auch nichts machen. Am besten etwas für die Darmflora geben und abwarten. Solange es dem Tier sonst gut geht.
Was wirklich hilft, ist die Fütterung mit gekochtem Hähnchenfleisch oder Barf. Da das Fleisch fast vollständig vom Körper verwertet wird, bleibt nur wenig, was ausgeschieden werden muss. Und dadurch verringert sich die Kotmenge und die Belastung für den Darm.
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #10
Wenn der Corona-Virus tatsächlich zu FIP mutiert ist, kann man wirklich nichts mehr tun.
Interferon-Behandlungen kosten einfach nur sehr viel Geld, helfen aber nicht wirklich. Vor allem nicht, wenn FIP wirklich ausgebrochen ist.

Hier habe ich eine Info-Seite über FIP für dich

Es muss so einiges zusammen kommen, dass man wirklich annehmen kann, dass es FIP ist. Gesichert feststellen kann man es nur nach der Obduktion.

Lediglich ein hoher Corona-Titer, sowie Durchfall ist kein Indiz für FIP.
Vielmehr eine häufige Folge des Corona-Virus.
Mein Kater hatte es auch. Langanhaltenden Durchfall mit Blut auf dem Kot.
Das Blut kommt von der in Mitleidenschaft gezogenen Darmschleimhaut und ist nicht bedenklich.
Man kann da auch nichts machen. Am besten etwas für die Darmflora geben und abwarten. Solange es dem Tier sonst gut geht.
Was wirklich hilft, ist die Fütterung mit gekochtem Hähnchenfleisch oder Barf. Da das Fleisch fast vollständig vom Körper verwertet wird, bleibt nur wenig, was ausgeschieden werden muss. Und dadurch verringert sich die Kotmenge und die Belastung für den Darm.

Dem möchte ich noch hinzufügen, dass es sehr, sehr wichtig ist auch bei krank wirkenden Katzen mit einem positiven Coronavirentiter (oder auch nachgewiesenen Coronaviren im Kot) andere Krankheiten durch eine ordentliche Untersuchung auszuschließen oder eben zu diagnostizieren.
Nur weil eine Katze Coronaviren in sich trägt, heißt das nicht, dass sie nicht mehr an einer der Millionen anderer Krankheiten erkranken kann, die Katzen so bekommen können. Deshalb Zotlina, lass die Katze bitte richtig durchchecken morgen und fälle nicht zusammen mit dem Tierarzt ein vorschnelles Urteil.
 
  • Coronavirus, muss man was tun? Beitrag #11
Genau.... sind Giardien ausgeschlossen?
Denn bei Giardien stinkt der Kot extrem.
Bei Corona nicht. Nur insoweit Durchfall eben stinkt.
 
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