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..ich hasse Katzenschnupfen...

Diskutiere ..ich hasse Katzenschnupfen... im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebe Katzengemeinde, nachdem unser heißgeliebter 2 Jahre junger Thaikater mit den 50 Kosenamen in verkehrsberuhigter Lage, direkt vor...
  • ..ich hasse Katzenschnupfen... Beitrag #1
B

BestAlEver

Gast
Hallo liebe Katzengemeinde,

nachdem unser heißgeliebter 2 Jahre junger Thaikater mit den 50 Kosenamen in verkehrsberuhigter Lage, direkt vor unserem Haus, mit zerschmettertem Köpflein und hervorgequollenen Augen (..ich kann das<nicht vergessen...) verblutet war, ich ihn wie ein Roboter, in Blätter gebettet, begraben hatte, und seine EKH-Freundin überall nach ihm suchte, während im Haus die vertrauten Geräusche fehlten, entschloss ich mich zur Anschaffung eines Kater-Babies nach dem Unvergessenen.

Die "Züchterin" des ganz in der Nähe veröffentlichten 12-Wochen Blauauges erwies sich beim Besuch als wohl arbeitsloses junges Mädel mit einer "echten" Siamkatze, einer besorgniserregenden viertel Portionals Mutter, mit einem verbliebenen nasentriefenden Söhnlein.

Sowohl meine T, ochter als auch ich waren uns einig, dass wir mindestens das Büblein zu retten hatten und erstanden es, ohne zu handeln, weil man doch über ein Lebewesen nicht feilscht.

Zu Hause war es, als würde uns das Kerlchen bereits lange kennen. Er weicht nicht von unserer Seite und ist genau so ein lieber Schmuser wie der Unvergessene. Die gleich gerufene TÄ bestätigte unseren Verdacht des Katzenschnupfens.

Er wurde mit einem Antibiotikum und in der Folge mit einem Immunmodulator behandelt. er erhält alles, was gut ist und hat sofort auf milde Augentropfen mit klaren Blick reagiert.

Zeitweise ist er so fitt wie es einem Jungkater gebührt und mehr, aber zweimal täglich erhöht sich seine Temperatur und er schwächelt.

Er futtert gut.

Jeden Tag glauben wir fest, dass er Fortschritte macht, tatsächlich geht das Niesen zurück und die Phasen des Schwächelns nehmen ab.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Gibt es auch heilbare Katzenschnupfen? Ich bin ganz geschockt über meine Internetrecherche über diese Krankheit.

Können wir hoffen?

Wir leiden nach dem extrem schmerzlichen Verlust des Unvergesslichen ganz besonders mit dem Kleinen Wurstel und möchten ihn restlos glücklich machen. Auch die parallel immunmodulierte EKH nähert sich bereits mit weniger Brummen und schwindenden Bedenken vor dem Neuling.

Bitte keine Verluste mehr. Kann es sein, dass er gesund wird, wenn er doch so energisch sein kann?

Gibt es überwindbare Katzenschnupfen?

Könnt Ihr mich beruhigen?

Grüße Alex
 
  • ..ich hasse Katzenschnupfen... Beitrag #2
Ich wünsche euch und dem kleinen Kater alles gute und eine schnelle Genesung.

Ja, natürlich gibt es auch Katzenschnupfen, die völlig ausheilen, aber Schäden können sie schon hinterlassen, wie z.B. ein dauerhaft schwachses Immunsystem, verstopte Tränenkanäle oder eben den chronischen Katzenschnupfen, der ein Leben lang immer Mal wieder auftauchen kann oder auch niemals vergeht.

Da der Kleine es leider schon in Kittentagen bekommen hat und scheinbar ja auch in sehr schlechtem Zustand war, ist alles möglich. Ich wünsche euch Glück, das es völlig ausheilt.

Unse rOdin hat im Alter von 4 Jahren auch einen schweren Katzenschnupfen durchgemacht, sein Immunsystem war 1,5 Jahre lang völlig hinüber, hat sich aber erholt. Das einzige, was übrig blieb, ist ein kaputter Tränenkanal und damit ein Auge, das immer Mal tränt, aber völlig gesund ist. Der KaSchnu ist also völlig ausgeheilt.
 
  • ..ich hasse Katzenschnupfen... Beitrag #3
Danke für die guten Wünsche.

War Odin eineinhalb Jahre kränkelnd wegen der Immunschwäche? Lebt Odin nur im Haus? Hat die Krankheit Einfluss auf die Kater-Robustheit gehabt?

Manchmal habe ich die Befürchtung, dass der Zwergel uns die dauernde Abputzerei und die Beträufelungen mit Tropfen für Nase und Augen im späteren Leben mal noch nachtragen wird. Hat Odin gemerkt, was sein muss uns liebt Euch noch wie vor der Krankheit?

Als der Unvergessliche mal den Fuß wegen akuter Tollpatscigkeit gebrochen hatte, war eine Behandlung mit Verband unmöglich, da wurde er so depressiv, dass wir den verband auf eigene verantwortung abnahmen. Der Fuß verheilte dann sehr gut und es gab Lob von der TÄ.

Wir haben einen großen Garten und mich macht es immer glücklich, wenn ich die Schnurrer in der Sonne toben sehen kann, wenn sie Fliegen jagen und sich gegenseitig demonstrieren, der/die Bessere am Baumstamm oder auf 50 Meter Sprintstrecke zu sein. Ich kann mir ein Katzenleben gar nicht ohne diese Hochgefühlswallungen vorstellen.

Die Frau, welche den Unvergesslichen überfuhr, hat selbst eine Katze, wohnt in der Nähe, weiß sehr wohl, dass in unserer Straße Katzen auf dem Rücken sonnenbaden und wird wohl zukünftig nicht mehr zügig an unserem Haus vorbeifahren, wo immer noch dunkle Flecken an ein Drama erinnern.

Wenn jetzt aber ein Immunsystem schadhaft sein sollte, bedeutet ein erfülltes Leben ja ein unabwägbares Zusatz-Risiko.

Aber ein Leben in der Bude kann ich mir beim besten Willen nicht für solche Energiebündel vorstellen. Bei uns grenzen Gärten aneinander und die ganze Katzengesellschaft trifft sich zum gegenseitigen Belauern und fürs Adventure...

Muss ich nun, weil eine "Züchterin" die Knete für Impfungen nicht hatte, dem Kleinen Wurstmann ein solches Leben verweigern?

Vielleicht kriege ich es hin, dass er immer nur rausgeht, wenn ich auch draußen bin (..zweifel...).

Ich bin dankbar für jede Anregung, obwohl ich seit 30 Jahren mit Katzen zusammenlebe und glaubte, Erfahrung zu haben (..man lernt nie aus...).

Viele Grüße an Euch und alles Gute für Odin.
Gruß Alex
 
  • ..ich hasse Katzenschnupfen... Beitrag #4
Odin hatte 1,5 Jahre lang ständig irgendwas, eine Erkältung nach der anderen, Darmentzündung, Hautentzündung, Pilzerkrankung, wir dachten schon er hat Leukose oder FIV...
Aber irgendwann wars damit vorbei uns heute ist sein immunsystem wieder gut, er hat toitoitoi lange nichts infektiöses mehr gehabt.
Er lebt nur in der Wohnung, aber mit gesichertem Balkon.
In den 1,5 Jahren hat es natürlich Einfluss auf seine gesundheitliche Robustheit gehabt, ansonsten ist er ein riesiger 7, 5 kg Kater und damit sicher robust genug ;).

Odin hat schon mehrere schwere Krankheiten durch und da er sich nicht festhalten lässt, ist jede Medigabe eine qual gewesen, bei der wir ihn zu zweit festhalten mussten- über Wochen und Monate.

Er hat morgens und abends genau gewusst, wann er "dran" war und ist dann vor uns geflüchtet, genauso wusste er danach aber auch, das es vorbei ist.
Die Sorge vorm Einfangen ist er aber extrem lange nicht losgeworden- Sobald er merkte, das Martin und ich ihn nur gleichzeitig anschauten, dachte er es geht wieder los, und das auch noch 2 Jahre nach den Medigaben. Aber heute ist er sie los, und vertraut uns auch wieder in dem ihm möglichen Rahmen.

Er hat eine schlechte Vorgeschichte, daher wird er niemals 100 % Vertrauensvoll sein, und das ist auch OK.

Freigang ist immer ein Risiko, dessen sich die Dosis immer bewusst sind.
Es kann jederzeit wieder passieren, und wenn es so kommt,wirst du es akzeptieren müssen... ODER du sicherst euren Garten, wenn möglich.

Das das Immunsystem nach einem KaSchnu erstmal geschwächt ist, ist normal, wie lange das anhält, ist von tier zu Tier verschieden, bei manchen nur ganz kurz, bei manchen sogar für immer.

Ich denke, wenn er wieder voll auskuriert ist, wird er genauso zum Freigang geeignet sein wie jede andere Katze auch.
 
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