Hallo!
Basti einen Spielgefährten ist sicher die beste Idee, die ihr haben könnt.
Mit 1,5 Jahren ist er noch jung und die Zusammenführung dürfte kein sooo großen Problem sein.
Da er deine Handaufzucht ist, kennt er das kätzishe Sozialverhalten nicht und wird wohl nicht wissen, wie er sich anderen Katzen gegenüber verhalten muss.
Das kann mit einem Kitten, das sich gegen einen erwachsenen Kater ja kaum wehren kann, schon ein Problem werden, wenn er einfach aggressiv reagiert, weil er nicht weiss wie er sich verhalten soll.
Dennoch kann er euch sicher auch positiv überraschen und das Kitten mit ganz viel Glück vielleicht sogar noch etwas "bemuttern".
In eurem Fall wäre ein Tier in ähnlichem Alter, gut sozialisiert und von ähnlicher Statur (also keine 2 kg- Katze zu einem 8 kg- Kampfkater) aber sicher doch die bessere Wahl, weil solch ein Tier ihm vieles beibringen kann, ohne die Gefahr, das es kräftemäßig total unterlegen ist.
Wenn ihr das Kitten nehmt, achtet bitte darauf das es mindestens 12 Wochen bei der Mutter gewesen ist, das ist für seine komplette Sozialisation extrem wichtig.
Das ist ganz besonders wichtig, weil Basti ja keine Sozialisation geniessen konnte.
Es ist durchaus möglich ein 12 Wochen altes Kitten, das "draussen" schon kennt, noch an Wohnungshaltung zu gewöhnen, besonders weil es ja auch Zugang zum (hoffentlich gesicherten?) Balkon haben wird.
Möglich ist, das später beim Erwachsenwerden doch noch der Freiheitsdrang durchkommt und das Kitten nur in der Wohnung dann doch nicht glücklich werden kann, aber da es ja mit Basti einen Partner hat, wird ihm sicher nie langweilig werden.
Um zu vermeiden, das sich Eifersucht regt, ist es bei jeder Zusammenführung sehr wichtig, das Alttier in jeder Hinsicht zu bevorzugen- also zuerst streicheln, spielen, füttern... alles.
Das fällt bei einem süssen Kitten sicher schwer, ist aber für eine erfolgreiche Zusammenführung sehr wichtig.
Basti protestiert, wogegen auch immer. Wart ihr schon beim Tierarzt? Das solltet ihr als erstes tun, denn auch eine Blasenentzündung oder Blasensteine können die Ursache sein.
Für oder gegen den Protest ist eine zweite Katze eine gute Idee, wenn er es vielleicht aus Langeweile tut oder weil er sich nicht genügend beachtet fühlt.
Tut er das schon immer oder hat es bei einem bestimmten Ereignis angefangen, an das ihr euch zurückerinnern könnt?
Wenn er zur Unsauberkeit neigt ist natürlich nicht ganz auszuschliessen, das er sie verstärkt zeigt, wenn ein neuer Mitbewohner einzieht, da das natürlich Stress ist und er möglicherweise erstmal nicht gut damit umgehen kann. Das muss nicht so sein, kann aber, also seid darauf vorbereitet.
LG
Sandra