Ob das nun nach 9 Jahren reiner Wohnunghaltung was wird, ist schon recht fraglich.
Die grössten Erfolge mit der Gewöhnung ans Geschirr erreicht man eigentlich dann, wenn man eine Katze von frühesten Kittenbeinen an ans Geschirr gewöhnt, je älter die Tiere werden, desto schwieriger bis unmöglich wird es.
Unseren Odin z.B. haben wir mit 4 Jahren bekommen und da gab es überhaupt keine Chance mehr- Im Gegensatz zu unseren jungen Erwachsenen hat er sich nie auch nur ansatzweise ans Geschirr gewöhnen mögen- Wir haben das akzeptiert.
Allerdings- Wenn man den Leinenfreigang anfängt und die Katzen Gefallenb daran finden, werden sie es einfordern, und zwar möglicherweise nicht weniger energisch als ein Hund. Ja, es kann passieren das sie dann ständig an der Wohnungstüre maunzen und/oder kratzen, mal 2 Wochen in Urlaub oder so geht dann nicht einfach so, es sei denn der Catsitter lässt sich auf lange abendliche Spaziergänge an der Leine ein.
Die reinen Wohnungskatzenimpfungen reichen nicht, es müssen die Freigängerimpfungen sein, schliesslich kann Mietz draussen in irgendeinem Busch ohne Probleme einer anderen Katze oder einem Wildtier begegnen.
Die Tiere müssen also vorher zusätzlich zu Katzenschnupfen und Seuche auch gegen Leukose und ggf. Tollwut geimpft werden.
Ich habe mit unserem Ares mal eine Weile Spaziergänge an der Leine gemacht, zuerst gefiel es ihm auch sehr gut, er forderte es Abends richtig ein, dann hat er sich draussen mal so vor einem vorbeigehenden Nachbarn erschreckt, das er wochenlang völlig verstört war.
Seitdem will er nicht mehr raus, fordert es nicht mehr und ich gehe auch nicht mehr mit ihm.
Mit Frajo war es ähnlich, er hatte von Anfang an Angst vor dem "draussen". Beim dritten Leinenfreigangsversuch ist er in Windeseile unters Bett gehuscht, als er gesehen hat, das ich das Geschirr raushole... Ich habe es ihm dann erspart, es ist nichts für ihn.