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Diskutiere Stubenhockerin im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Moin, Ich habe meine Katze vor ca 2 Jahren aus dem Tierheim geholt. Sie war eine Fundkatze und damals ca 1 Jahr alt. Schon im Heim war sie die...
  • Stubenhockerin Beitrag #1
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Chawa

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Moin,


Ich habe meine Katze vor ca 2 Jahren aus dem Tierheim geholt. Sie war eine Fundkatze und damals ca 1 Jahr alt. Schon im Heim war sie die einzige, die den angebotenen Freilauf nicht nutzte. Ich wohne im Hochparterre und habe sofort eine Möglichkeit für sie geschaffen, über ein Brett nach unten zu gelangen. Das Brett wird inzwischen rege von den Nachbarkatzen genutzt, sehr zum Ärger meiner Katze, die Artgenossen nicht ausstehen kann. Sie selber setzt keine Pfote auf das Brett, nutzt nur den Balkon und scheint große Angst zu haben, ausgesperrt zu werden. Die meiste Zeit verbringt sie in der Wohnung, auch, wenn die Tür auf ist.
Hat von euch jemand sowas schon mal erlebt? Ist das o.k., daß eine Katze nicht rausgehen will, obwohl sie jung und fit ist? Ich hatte vorher immer nur Katzen, die sehr freiheitsliebend waren.
Ich frage mich, was ich tun soll. Soll ich meine Katze mal im Korb nach unten tragen (auf dem Arm geht es nicht, denn sie wehrt sich) oder bekommt sie dadurch nur noch mehr Panik? Soll ich gar nichts tun?

Ich bin ratlos, liebe Grüße von Chawa
 
  • Stubenhockerin Beitrag #2
Hi!

Keine AHnung warum deine Katze nicht rausgehen möchte, aber wenn sie es von alleine nicht will, würde ich sie auch nicht zwingen. Ich denke dadurch würde sie eher Panik bekommen! Immerhin hat sie ja die Möglichkeit raus zu gehen und wenn sie es wollte, würde sie sie auch nutzen.

Gruß,
Daniel
 
  • Stubenhockerin Beitrag #3
Ich vermute mal, daß sie mal unangenehme Erfahrung draußen gemacht hat - wenn du schreibst, sie ist ne Fundkatze, wurde sie wohl ausgesetzt.
 
  • Stubenhockerin Beitrag #4
draußen ist's eh zu gefährlich

Hallo Chawa,

Sei froh, wenn sie nicht raus will. Wohnungskatzen leben in aller Regel länger und gesünder als Freigänger ...
Vor allem heutzutage können den Katzen nicht nur Autos und übel wollende Nachbarn gefährlich werden ...

Gruß, Inge :wink:
 
  • Stubenhockerin Beitrag #5
Hallo,

klar ist es in mancher Hinsicht einfacher für mich, wenn die Katze nicht raus will. Ich brauche mir keine Sorgen machen über Gefahren, die ihr draußen drohen, sie nicht mitten in der Nacht raus oder reinlassen und wenn ich in Urlaub fahre weiß mein Freund immer, wo er die Katze findet.

Aber es ist doch kein katzengemäßes Verhalten. Die Katze hat einen Körper, der ihr größtmögliche Bewegungfreiheit gewährt. Sie lebt doch völlig eingeschränkt nur in der Wohnung, wo sie jedes Jahr mal einen Schmetterling fangen kann.

Ich scheue davor zurück, sie in irgendeiner Art und Weise zu "zwingen" oder herauszufordern, weil ich davon ausgehe, daß Katzen schon machen, was sie wollen. Wenn sie es wollen. Aber kann es da nicht auch, genau, wie bei Menschen, ausgeprägte Ängste und psychische Hemmnisse geben, die sie hindern, zu tun, was sie als Katze eigentlich will? Soll sie deswegen ein ewiges Baby bleiben müssen?

Einem Menschen würden wir zu einer Therapie raten. Wir würden davon ausgehen, daß die Lebensqualität steigt, wenn jemand die Angst rauszugehen überwinden lernt. Wie kann es für ein Tier, wie die Katze mit einem derart hochleistungsfähigen Körper, zudem jung und neugierig, "gesünder" sein, in der Wohnung zu leben?

Gibt es hier vielleicht jemanden, der/die sich auskennt mit Tierpsychologie? Gibt es vielleicht Methoden, einer Katze zu helfen, ihre Angst zu überwinden?

Liebe Grüße von Chawa
 
  • Stubenhockerin Beitrag #6
Hallo Chawa,

mache Dir mal nicht zuviel Sorgen, wenn Deine Katze nicht nach draußen möchte. Wie ein Mensch hat auch eine Katze ihre eigene Persönlichkeit, und zudem auch einen sehr eigenen Willen. Manche Katzen lieben es draußen ein weites Revier zu durchstreifen und andere ziehen ihr kleines Revier in der Wohnung vor. Du schreibst, daß Du sie zu nichts zwingen möchtest, also lasse ihr die Wahl und akzeptiere was sie will. Es gibt nun einmal auch etwas ängstliche Katzen, und da gilt es nur darauf zu achten, daß sie in keine Situation kommen, wo sie Angst haben müßen. Du kannst versuchen Ängstlichkeit und Scheu mit Bachblüten entgegen zu wirken, aber der Tierpsychologe ist ernsthafteren Problemen vorbehalten.
Viele Grüße
Russian
 
  • Stubenhockerin Beitrag #7
Hallo Russian,

danke für deine Antwort. Welche Bachblüten würdest du empfehlen, wie werden sie verabreicht, was bewirken sie und wo bekomme ich sie?
Was verstehst du unter "schwerwiegenderen Problemen"? Nur, um eine Relation zu bekommen. Ich habe keine Ahnung, ob meine Katze, ihr Name ist Siewa, übrigens, ein schwerwiegendes Problem hat. Gerade liegt sie dösend neben mir, obwohl die Balkontür offen ist. Vielleicht hast du ja recht und die Wohnung reicht ihr als Revier. Aber ein Problem sollte nicht nur aus Menschensicht diagnostiziert werden. Für mich ist es in der Tat keines, im Gegenteil. Ich hätte ganz sicher keine ruhige Minute, wenn sie sich jetzt entscheiden würde, doch rauszugehen und vielleicht erstmal länger draußen bleiben würde. Ich frage mich nur, ob sie nicht zuwenig Anregungen usw. hat.

Grüße von Chawa
 
  • Stubenhockerin Beitrag #8
Hallo Chawa,

Bachblüten bekommst Du in der Apotheke, sogar fertig gemischt, wenn Du möchtest. Verabreicht werden einfach 4xtäglich 4 Tropfen direkt ins Mäulchen oder in einem TL Wasser, Kondensmilch, Sahne, je nachdem wie die Katze es annimmt.
Welche Bachblüten man nimmt, ist abhängig davon, was man therapieren möchte, dazu muß man einiges über die Katze und ihr 'Problemchen' wissen. Für etwas ängstliche Tiere wäre z.B. Mimulus und Aspen zu empfehlen, fehlt nur etwas mehr Selbstbewußtsein gibt es andere Mischungen.
Bachblüten sind keine Medizin, daher auch nie schädlich, aber sie helfen sehr gut Psyche und Seele zu balancieren, und in dem Bereich können Katzen genau so empfindlich ragieren wie Menschen.
Selbst für schwerwiegende Probleme, und damit meine ich z.B. Unsauberkeit, bösen Streit unter Katzen, Aggresivität, Panikzustände, außerordentliche Angst und Scheu, würde ich erst Bachblüten versuchen, der Tierpsychologe kommt ganz zum Schluß, wenn man keinen Rat mehr weiß.
Wenn Du etwas mehr über Bachblüten wissen möchtest, kann ich Dir gern eine kleine Unterlage mailen, mit der auch ein Laie umgehen kann, dazu gibt es auch preiswerte Bücher im Handel.
Was Du über Siewa berichtest klingt aber überhaupt nicht nach irgend einem Problem. Wenn Deine Wohnung etwas katzengerecht eingerichtet ist, und Du genügend Zeit für Siewa hast, wird sie nichts entbehren.
Ich würde eher an einem Spielkameraden denken, wenn Du meinst sie langweilt sich, zwei Katzen zusammen sind natürlich ideal. Oder versuche mal ihr einen Leinenspaziergang schmackhaft zu machen, das bekommen meine drei hin und wieder.

Viele Grüße
Russian
 
  • Stubenhockerin Beitrag #9
Hallo Russian,

Ich würde mich freuen, wenn du mir die Infos mailen würdest an [email protected]

Eine weitere Katze ist keine gute Idee, denn Siewa hasst Artgenossen. Es kommen ja manchmal andere Katzen über das Brett oder aus dem Treppenhaus auf den Balkon oder sogar in die Wohnung. Dann wird sie jedesmal sehr böse, faucht oder verkriecht sich mit einem Schwanz wie einer Klobürste unter dem Bett. Spazierengehen an der Leine kann ich mir auch nicht vorstellen. Auch nicht für mich selber, was ja auch von Bedeutung ist. eine Katze ist ja schließlich kein Hund. ;-))

Aber Bachblüten könen sicher nicht schaden, danke schon mal für den Tip und die mail, liebe Grüße von Chawa
 
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