Die einfachere Wahl sind mit Sicherheit zwei erwachsene Katzen, am besten ein Pärchen das sich schon von früher kennt oder auf der Pflegestelle/im Tierheim gegenseitig liebgewonnen hat.
Diese Katzen sind aus dem Rabauken- und Flegelalter raus und im Idealfall schon fertig erzigen, zumindest haben sie aber nicht mehr die 1000 Flausem im Kopp, die ein Kitten so hat

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Naja, was passiert wenn man eine junge erwachsene Katze aufnimmt, die eben NICHT erzogen war, weil sie nie in einem "echten" Zuhause gelebt hat, haben wir mit Isis erlebt. Ist dann auch nicht anders als mit einem Kitten,aber einfacher, weil ihr Leben eben schon nicht mehr nur aus spielen bestand.
Zudem würdet ihr einem Tierheim/ einer Tierschutzorganisation einen grossen Gefallen tun, wenn ihr ein erwachsenes Pärchen nehmt, diese haben es nämltich oft bei der Vermittlung ganz besonders schwer.
Was sind schon die paar Monate Kittenzeit, dann sind sie sowieso schnell gross und erwachsen. Sicher, es ist etwas ganz besonderes ein Kitten aufwachsen zu sehen, aber es "muss" nun auch nicht sein.
Alle vier die hier leben kamen nicht als Kitten zu uns.
Der Charakter eines jungen Kittens ist durchaus schon festgelegt, er lässt sich nur noch nicht so klar erkennen wie bei einem erwachsenen Tier.
Ich würde das eher als grosses Plus für erwachsene Tiere sehen, denn gerade Hauskatzen haben Charakterlich und von der Aktivität her ja eine sehr grosse Bandbreite.
Sonst habt ihr euch am Ende zwei ruhige süsse Schmusebärchen gewünscht und stellt nach einer Weile fest, das ihr zwei hibbelige hyperaktive auf Espresso bekommen habt

, oder umgekehrt.
Da fällt es bei erwachsenen Katzen sehr viel leichter, wirklich die auszuwählen, die gut zum eigenen Lebensstil passen.
Es ist übrigens gar kein Problem auch erwachsene, sogar wirklich alte Katzen an ein neues Zuhause und die dort geltenden Regeln zu gewöhnen.
Der umzug ist da immer ein sehr guter Zeitpunkt, um einfach neu anzufangen. Von Anfang an wird konsequent belohnt, was erwünscht ist und mit "Nein" und ggf. Wasserspritze bedacht, was unerwünscht ist.
So gibt es keinerlei Probleme, und erwachsene Tiere gehen meist wesentlich schneller auf Erziehungsversuche ein als Kitten, die eben noch extrem verspielt sind und sich manchmal sogar einen Spass daraus machen, ihre Dosis mit Dingen wie in den Gardinen klettern oder am Sofa kratzen zu ärgern und dann schnell wegzurennen

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Zur Eingewöhnung brauchst du nicht unbedingt Urlaub, man kann es von zwei Seiten betrachten.
Nimmst du dir Urlaub hast du viel Zeit, sie an dich zu gewöhnen und ihnen zu zeigen was sie dürfen und was nicht.
Wenn du von Anfang an normal arbeiten gehst kennen sie deinen Rhytmus, sind es von Anfang an gewohnt das du tagsüber weg bist und fallen nicht vielleicht nach dem Urlaub aus allen Wolken, denn Dosi war ja bisher fast rund um die Uhr für sie da.
Ich habe beides schon praktiziert und es funktioniert auch beides, aber ich hatte das Gefühl das es letztlich für die katzen angenehmer war wenn es nur ein verlängertes Wochenende war und dnach dann der ganz normale Alltag losging.
LG
Sandra