Überlege dir deine Anschaffung gut, die enthält Verantwortung und Einschränkungen für die nächjsten 15 bis 20 Jahre.
Natürlich gibt es auch Katzen, die sich nicht mit anderen vertragen. Das sind in den allermeisten Fällen solche, die viel zu jung von der Mutter weggenommen und dann immer alleine gehalten wurden- Sie verstehen schlicht die Sprache des anderen nicht, es kommt zu einem Missverständnis nach dem anderen.
Natürlich sind Katzen von Natur aus keine Rudeltiere wie Hunde oder Wölfe, denn pflegen sie, so lange das Nahrungsangebot stimmt (und das tut es Zuhause ja immer) gerne soziale Kontakte zu anderen Tieren.
Die Paarhaltung oder Mehrkatzenzhaltung ist auch nichts unnatürliches- z.B. treffen sich an Futterstellen oft grosse Gruppen von Katzen und gehen auch dort friedlichen sozialen Kontakten nach- Es mangelt ja nicht an Futter, es herrscht keine Konkurrenz.
Das tun sie völlig freiwillig und selbstbestimmt, sie müssten es ja nicht, und genauso ist es bei Hauskatzen auch.
Eine einzelne Wohnungskatze führt oft ein ziemlich tristes und ödes da sein, selbst wenn ihr Mensch viel für sie da ist. Der Mensch kann einen Katzenpartner nie ersetzen, dafür haben wir einfach nicht die richtige Grösse, nicht das dicke Fell, das beim energischen raufen und spielen die Krallen abweist und auch nicht die richtige (Körper)sprache.
Jeder der zwei Katzen miteinander hat spielen, kuscheln, sich gegenseitig putzen gesehen hat, wird das bestätigen können.
Heute gehst du zur Schule und bist vielleicht wirklich nur 6 Stunden weg. Aber die Schule wird irgendwann vorbei sein, dann kommt die Ausbildung oder das Studium, danach ein Job der vielleicht viele Überstunden verlangt.
Nebenbei hat man als Mensch ja durchaus auch noch Freunde und andere Hobbies, die auch ihre Zeit benötigen. So steht Mietzi dann am Ende doch einen grossen Teil des Tages allein da- Das ist eben einfach so bei der art, wie die meisten von uns LEben, es geht gar nicht anders.
Das hat in meinen Augen rein gar nichts mit Vernachlässigung zu tun- wo kein Geld rangeschafft wird, gibts kein Futter und auch keine medizinische Versorgung, und niemand wird wohl Hartz IV als den optimalen Lebensstil sehen, weder für den Menschen noch die Katze.
Tu deiner zukünfitgen Katze etwas gutes und komm gleich mit einem Prächen aus dem Tierheim, sie werden es dir danken und du wirst viel Spass mit ihnen haben.
LG
Sandra