Meine Katze hatte vor einigen Jahren auch eine schwere Hepatitis in Folge einer Mandelentzündung. Ich musste damals in der akuten Phase jeden Tag, im weiteren Verlauf alle 2-3 Tage zum Tierarzt.
Die Katze hat anfangs, als sie auch nichts fressen wollte und konnte, fast täglich subkutane Infusionen mit Elektrolytlösungen bekommen, die sie mit Wasser und den nötigen Nährstoffen versorgt haben. Ohne dem wäre sie wohl gestorben.
Als es ihr besser ging, bekam sie Leberdiätfutter vom Tierarzt. Sie mochte es gar nicht, hat aber mit viel gutem Zureden davon gefressen. Ich bin allerdings auch eine Zeitlang auf allen Vieren und mit der Futterschüssel in der Hand hinter ihr hergekrochen. Das kann man natürlich nicht wochenlang machen, schließlich hat man ja auch noch ein paar andere Hobbies. Aber zum Glück hat sie nach einigen Tagen kapiert, dass das Futter doch nicht soooo schlecht ist.
Das Problem ist ja, dass man leberkranken Tieren das Futter nicht mit ihren Lieblingsschmankerln versetzen darf, da die oft genau das falsche für die geschädigte Leber sind, wie Butter, zum Beispiel (wird hier gerne gefressen). Also hilft wirklich nur Geduld. Und immer wieder das Futter vor die Nase halten. Wenn es Dosenfutter ist, kann man auch mal einen Schmatz auf die Pfoten geben, damit sie es sich ablecken müssen. Viel ist es nicht, aber so kommt wenigstens ein wenig in das Tier rein.
Bitte den Tierarzt darum, dass dem Tier eine Infusion (wie oben beschrieben) gesetzt wird. Wenn sie langsam verhungert und verdurstet, dann geht es ihr ständig schlechter. Das führt dazu, dass sie keinen Hunger hat, womit sie weiter abbaut usw. Ein Teufelskreis. Vielleicht geht es ihr aber nach einer Aufbauinfusion ein wenig besser, so dass auch der Appetit wiederkommt. Schaden wird es ihr nicht! Vielleicht aber hilft'S.
Ich drücke die Daumen!