Hallo Tanja,
in meinen Augen ist die medikamentöse Ansäuerung die bessere Lösung als das Diätfutter. Bei Guardacid und der Uropet-Paste ist das ansäuernde Mittel DL-Methionin, eine Aminosäure, deren Metabolit in den Harn übertritt und ihn dabei ansäuert. Wichtig dafür ist, dass die Leber- und die Nierenfunktion in Ordnung sind. Die Leberfunktion ist wichtig, weil in der Leber dieser Metabolit gebildet wird, die Nierenfunktion deshalb, weil es nur unzureichende Daten über die Anwendung bei Niereninsuffizienz gibt.
Wichtig ist in meinen Augen, dass man sich mit der richtigen Dosierung sowohl bei Guardacid als auch bei der Uropet-Paste von unten, also von der geringeren Dosierung aufsteigend an den passenden pH quasi herantitriert, damit man nicht überdosiert. Denn bei Überdosierungen kann es zu einer Übersäuerung des Gesamtorganismus im Sinne einer metabolischen Azidose kommen. In normaler Dosierung braucht man sich darüber keine Gedanken zu machen, weil die Puffersysteme des Körpers den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht halten.
Ich hab bei meinem Butze erst einen Versuch mit Uropet-Paste gemacht. Der Versuch war sein Geld nicht wert, weil er die Paste so scheußlich fand, dass ein freiwilliges Weglecken derselben undenkbar war.
Den nächsten Versuch habe ich dann mit dem den meisten Tierärzten bekannten Astorin FLUTD-Aid gemacht. Ebenfalls mit bescheidenem Erfolg, weil ich damit Butzes pH nicht weit genug absenken konnte.
Irgendwann bin ich dann im Netz über die Cuxkatzenseite gestolpert und hab von Guardacid gehört. Mein Tierarzt (mittlerweile ex-) hat mich verteufelt und verwünscht, mir heftigste Vorhaltungen gemacht, weil ich angeblich regelrecht "Tierversuche" mit meinem Kater machte. Seine Einwände waren allerdings völliger Blödsinn. Guardacid ist nichts Experimentelles, es ist nur eine andere Darreichungsform von etwas längst Bekanntem: DL-Methionin.
Das sind Tabletten, zu bestellen über den Tierarzt.