Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich

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  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #1
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Melly_G

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Hallo,
ich bin gerade erst in ein Haus gezogen und habe mir zwei Katzen (6, w Delila und 3, m, Samson) aus dem Tierheim geholt. Sie sind sehr scheu und ängstlich, Ihr Frauchen ist vor kurzem erst gestorben, so dass sie den Verlust sicher auch noch überwinden müssen. Mehr weiß ich leider nicht über sie.

Ich habe sie erst mal in einem Raum gelassen, um sich besser an die neue Umgebung zu gewöhnen. Nun hat eine Katze aber erbrochen und auf das Sofa gepinkelt, leider kann ich nicht sagen, welche. Der Kater lässt sich inzwischen von mir streicheln und schnurrt, aber seinen Platz will er einfach nicht verlassen. Sie lässt sich überhaupt nicht anlangen, läuft aber wenigstens umher.

Ich weiß, dass scheue Katzen Nerven, Geduld, Zeit und Liebe bedeuten, die ich gerne bereit bin zu geben. Aber etwas Sorgen macht mir das schon, weil ich zwar eine scheue Katze schon mal hatte, aber sooo scheu nun doch nicht! Mich wundert auch, dass sie überhaupt keine Neugierde zeigen, am Spielen nicht interessiert sind, im Gegenteil, sie haben fast sogar Angst davor! Der Kater möchte den Raum, nicht mal seinen Platz hinterm Sofa verlassen, schaut nicht mal interessiert aus dem Fenster, obwohl er ein Freigänger war. Die nächsten 4 Wochen werde ich sie jetzt erst mal ans Haus gewöhnen, ich hoffe, Sie haben bis dahin Vertrauen gefasst!

Habt Ihr mir Tipps und Erfahrungen im Umgang mit so scheuen (sie) bzw. ängstlichen (er) Katzen?
 
  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #2
Hallo Melly,

schön, dass Du den beiden ein neues Zuhause gegeben hast :D
Lass ihnen Zeit, lass sie kommen zum Streicheln - sie haben doch wirklich viel durchgemacht. Erst Frauchen weg, dann Tierheim (das kann Katzen ganz schön verstören, u. U. andere Katzen, andere Gerüche, anderes Futter, Hundegebell, Unruhe durch die täglichen Arbeiten, fremde Besucher)... und jetzt wieder an einem neuen Ort.

Erstmal in einem Raum finde ich gut. Und jetzt einfach viel Zeit lassen - geh zu ihnen, setz Dich ruhig hin und und lies ihnen aus einem Buch vor, streicheln nur, wenn es gewünscht ist - sonst Finger weg.

Das Erbrechen kann vom Stress kommen oder von der Futterumstellung. Was fütterst Du?
Das Pinkeln auf dem Sofa ist natürlich nicht schön. Mit Essigwasser gut auswaschen, damit auch für die feinen Katzennasen nicht mehr riechbar. Lege vorsichtshalber etwas "wasserdichtes" aufs Sofa.
Vielleicht mag sie/er das Klo nicht? Sollte es ein Dach haben, erstmal abnehmen, vielleicht anderes Streu probieren.
Am besten herausfinden, wer es ist und vom Tierarzt durchchecken lassen. Aber das ist ja vielleicht gar nicht nötig.

LG, Irene
 
  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #3
Liebe Irene,
vielen Dank für Deinen Beitrag und Deine nützlichen Vorschläge! Tatsächlich könnte es am Dach der Katzentoilette liegen, ich habe es jetzt mal abgenommen und werd schauen, wie es heute Nacht sein wird. Denn tagsüber sind sie träge und nachts fegen sie durch das Zimmer. Nassfutter gebe ich 1-2 Mal am Tag (sonst Trockenfutter), habe verschiedene zum Ausprobieren gekauft, je nachdem, was sie lieber mögen, ohne (Aroma-,) Farb- und Konservierungsstoffe. Mal sehen, welches Futter sie am liebsten annehmen. Du hast recht, es kann viele Ursachen haben, warum sie so verstört sind, ich weiß ja nicht, was sie mitgemacht haben! Mich irritiert wie gesagt die fehlende Neugierde und dass der Kater sich überhaupt nicht vom Fleck rührt. Aber mir macht Mut, dass er sich schon von mir streicheln lässt. Nun werde ich es mal mit Bachblüten versuchen und verspreche mir vor allem bei Ihr Erfolg.
Viele Grüße
Melanie
 
  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #4
Hallo Melly, :lol:

ich kann mich Irene nur anschließen. Laß den beiden Zeit. In ein Paar Tagen sieht`s dann schon ganz anders aus :lol: .

Wünsche Dir viel Spaß mit deinen beiden Fellnasen.
 
  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #5
Auch ich schließe mich meinen Vorrednern an: Zeit lassen und nicht bedrängen!

Ich habe auch zwei Katzen aus dem Tierheim, deren Besitzer verstorben war. Am ersten Tag wollte Katla das Katzenklo, in das sie sich verkrochen hatte, gar nicht verlassen und guckte mir mit Riesen Pupillen entgegen.

Wenn deine beiden Nachts toben, ist das doch schon mal ein gutes Zeichen, dabei lernen sie ihre neue Umgebung kennen und werden bald selbstsicherer. Dann wird sicher auch tagsüber die Neugierde über die Angst siegen und dann geht es wahrscheinlich ganz schnell, bis sie sich durchknuddeln lassen und dem Federwedel nachjagen. Wirst sehen. :D
 
  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #6
...Ich vermute einfach mal, dass die vorherige Besitzerin schon alt war und deswegen verstorben ist. Vielleicht hat sie mit den beiden gar nicht gespielt, und sie müssen erst von dir lernen, neugieriger mit ihrer Wohnungs-Umgebung umzugehen. Kenne aber auch Freigänger, die im Haus gar nichts spielen wollen, weil das wahre Leben draußen spannend genug ist.

Viel Erfolg weiterhin und viel Durchhaltevermögen
Katrine

PS: bei uns hat es über ein Jahr gedauert, bis Sammy zum ersten mal auf den Schoß geklettert kam, auch ein älterer Tierheimkater...also: Geduld und Ruhe ist angesagt!
 
  • Tipps Eingewöhnung Tierheimkatzen - scheu und ängstlich Beitrag #7
Danke für Euren Zuspruch. Ich denke auch, dass Sie sich draußen dann "austoben" werden, was ist schon ein Wedel gegen eine echte Maus? Seine einzige Aktion nachts ist das ganze Katzenklo leerzuscharren :), naja, wenn er tagsüber nur rumsitzt, muß er ja irgendwie seine Energie loswerden.

Streit gibt es so gut wie keinen zwischen den beiden, sie scheinen sich zu respektieren, sitzen aber selten zusammen.

Wann denkt Ihr, ist der richtige Moment sie rauszulassen, von ihrem Verhalten her? Ich gebe Ihnen 4-6 Wochen Zeit. Ich hoffe, dass sie bis dahin das ganze Haus erkundet haben und sich sicher bei mir fühlen. Er will von seinem Umfeld ja noch gar nichts wissen, sie würde die ganze Bude auf den Kopf stellen und wäre erst mal nicht auffindbar.
 
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