Hier noch einige Infos für deinen besten Freund:
Symptome
Typische Symptome einer Tierhaarallergie sind gerötete Augen, Augentränen oder -jucken, Husten, Fließschnupfen, Niesanfälle und Reaktionen der Haut. In besonders schweren Fällen kann es zu einer akuten, lebensgefährlichen Atemnot und allergischem
Asthma bronchiale kommen.
Diagnose
Der erste Schritt der Diagnose einer Tierhaarallergie ist die genaue Befragung, wann und wo Symptome einer Allergie auftraten. Auf diese Weise können bereits erste Allergene ausgeschlossen und andere in die engere Wahl gezogen werden.
Mit den vermutlichen Allergenen wird ein Allergietest, meist ein so genannter Pricktest, durchgeführt. Standardisierte Testlösungen werden dabei auf die Haut des Unterarms oder des oberen Rückens getropft und die Haut unter dem Tropfen mit einer Nadel angeritzt. Im Falle einer Tierhaarallergie treten nach 15 bis 20 Minuten eine Rötung und Schwellung an der getesteten Stelle auf.
Wenn ein Allergen identifiziert wurde, kann dieses über eine Untersuchung des Bluts auf Antikörper (RAST-Test) bestätigt werden. In speziellen Fällen kann ein nasaler Provokationstest mit dem entsprechenden Tierhaarallergen durchgeführt werden. Da es hierbei zu einer starken allergischen Reaktion kommen könnte, sollte dieser Test nur durchgeführt werden, wenn eine mindestens halbstündige ärztliche Überwachung gewährleistet ist.
Therapie
Erster Schritt einer Therapie bei einer vorhandenen Tierhaarallergie ist der Versuch, den Kontakt zum entsprechenden Allergen vollständig zu meiden. Hierfür müssen die Allergie auslösenden Tieren aus der Umgebung des Allergikers entfernt werden. Auch auf Kleidungs- und Einrichtungsgegenständen aus Tierhaaren sollte verzichtet werden, da auch Felle, Teppiche und Kleidung wie Kamelhaarmäntel Allergene enthalten können.
Bei einer Pferdeallergie sollten keine Matratzen, Decken oder Polsterfüllungen aus Rosshaar verwendet werden. Liegt eine Vogelallergie vor, müssen Bettdecken und Kissen in jedem Fall federfrei sein.
Zur Linderung der akuten Symptome stehen schnell wirkende Antihistaminika-Tabletten (z.B. Cetirizin) und Glukokortikoid-Lösungen (z.B. Betamethason) sowie Adrenalin-Spray zum Inhalieren zur Verfügung. In einigen Fällen kann auch eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden.
Verlauf
Im Normalfall bleibt eine Tierhaarallergie ein Leben lang bestehen, eine allergische Reaktion kann aber durch Vorsichtsmaßnahmen vermieden werden. Katzenbesitzer, die sich nicht von ihrem Tier trennen wollen, erkranken meist innerhalb von drei Jahren zusätzlich an
Asthma. Bei einer Meerschweinchenallergie kann diese Erkrankungen bereits innerhalb von einem Jahr auftreten.
Vorbeugen
Da eine Tierhaarallergie gegen Hunde sehr selten und meist auch rassespezifisch ist, kann einer allergischen Reaktion durch Allergenvermeidung vorgebeugt werden.
Generell sollten Tierhaarallergiker keine Haustiere in der Wohnung und keinesfalls im Schlafzimmer halten. Auch Besucher sollten auf das Mitbringen von Tieren verzichten. Die Wohnung sollte täglich mit einem Staubsauger mit Filtereinsatz gesaugt werden. Außerdem empfiehlt es sich, auf tierhaarfreie Materialien bei Kleidung und Matratzen zu achten und Teppiche, Vorhänge, Polstermöbel und Federbetten zu meiden.
Ein Urlaub sollte nicht auf einem Bauerhof verbracht werden.
Quellen:
Altmeyer, P.; Dirschka, T.; Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. 2. Auflage. Urban & Fischer, München 2003
Online-Informationen des Deutschen Allergie- und Asthmabunds e.V. (DAAB), Mönchengladbach (
www.daab.de)
Störiko, A.: Allergien. Falken, Niedernhausen 2001
Stand: November 2006
Wenn sie sich das ALLES antun wollen............................. :shock: