Lieber Moritz !
Nun mittlerweile ist es auf den Tag genau 1 Jahr her, an dem Du uns leider verlassen musstest.Wir mussten Abschied nehmen und Dich über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
16 Jahre und 7 Monate wurdest Du alt, als Freigänger, der so oft draussen im Freien unterwegs war, schon ein beachtliches Alter.
Die letzten Wochen und Tage waren ein ewiges Auf und Ab, mal gab es Lichtblicke, mal wieder Rückschritte.
Du hast unser Leben vom 25.12.1990 - 18.03.2006 bereichert. Wir haben so eine Menge miteinander erlebt, das werden wir nicht vergessen.
Du warst immer für mich da, wenn es mir mal schlecht ging, so hast Du es gespürt. Auch ich habe gemerkt, wenn es Dir einmal nicht so gut ging und es war eine richtige dicke Freundschaft, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hast. Zu mir hattest Du sowieso ein unbeschreiblich enges Verhältnis.
Ich erinnere mich, wo Du zu uns gekommen bist am 25.12.1990. So ängstlich warst Du da. Du kanntest niemanden von uns und warst sehr misstrauisch. Du hast Dich immer versteckt. Eines Abends dann bin ich auf dem Sofa im Wohnzimmer eingeschlafen und wurde wach, da lagst Du neben mir und das war die erste mutige Annäherung von Deiner Seite. Seitdem waren wir unzetrennlich und Du hast mich Schritt auf Tritt begleitet.
Du warst so neugierig. Alles wolltest Du erforschen und überall Deine Katzennase hineigesteckt. Ich habe Dir vieles gezeigt und im Gegenzug hast Du mir Dinge gezeigt, die ich vorher noch nicht kannte.
Du warst mehr als ein Kumpel. Es war einfach unbeschreiblich. Oft denke ich an Dich zurück und merke in vielen Situationen, was nun fehlt. Was früher schon eine Selbstverständlichkeit war, worüber man sich nicht so grosse Gedanken gemacht hat.
Zwei grosse Bilder von Dir hängen über meinem Bett. Auf dem einen schlummerst Du friedlich und liegst auf meinem Bett. Auf dem anderen schaust Du mich an.
Nun bist Du genau 1 Jahr nicht mehr bei uns. Im Herzen tragen wir Dich alle und das wird sich auch nicht ändern. Aber trotzdem fehlst Du uns, die Bereicherung, die wir erleben durften, die Du uns geschenkt hast.
Und dafür danken wir Dir. Du fehlst uns wirklich sehr, Moritz.
Dein Peter, Birgitt, Vera und Alex
